Southern runway at the new Berlin Brandenburg Airport.

Direkt nach dem StartKotzkurve sorgt am BER weiter für Sorgenfalten

Bei Ostwind können Fluglinien am neuen Berliner Airport eine besondere Startroute wählen. In nur 180 Meter Höhe geht es in eine Kurve. Piloten sind nicht begeistert.

Top-Jobs

Pilatus Logo

Trainer Aircraft Chief Engineer

Feste Anstellung
Flugzeughersteller
Pilatus Flugzeugwerke AG
Schweiz
Vollzeit
Top jobs
k5 logo

Captain A320 (m/w/d)

K5-Aviation GmbH
München, Hamburg, Stuttgart
Feste Anstellung
Business Aviation
Deutschland
Vollzeit
Top jobs
logo-gi-group

Teamleiter (gn) am Flughafen Hamburg

Hamburg
Feste Anstellung
Gi Group Recruiting
Deutschland
Vollzeit
Top jobs
Hahnair Logo

Deputy Continuing Airworthiness Manager (all genders)

Düsseldorf
Feste Anstellung
Hahn Air Lines GmbH
Deutschland
Vollzeit
Top jobs

Für die Passagiere dürfte es ein Start in den Urlaub mit Nervenkitzel werden. Am neuen deutschen Hauptstadtflughafen BER, der am 31. Oktober eröffnet wird, gibt es bei Ostwind eine ganz besondere Flugroute. Die sogenannte Hoffmannkurve sieht vor, dass die Piloten nur Sekunden nach dem Abheben von der Südbahn ihren Flieger in eine 145-Grad-Rechtskurve steuern - und das in 180 Meter Höhe, wie die Zeitung Tagesspiegel berichtet.

Die Kurve erspart den Bewohnern des Ortsteils Waltersdorf und der Gemeinden Eichwalde, Schulzendorf und Zeuthen Lärm. Den Passagieren mit Fensterplatz auf der rechten Seite dürfte es dagegen vorkommen, als berühre die Tragfläche gleich die Startbahn. Und so wird sie auch schon Stunt- oder Kotzkurve genannt.

Piloten sehen die Kurve kritisch

Ähnliche Manöver werden allerdings auch an anderen Airports geflogen - etwa dort, wo Piloten zum Beispiel einem Berg ausweichen müssen. Dennoch gab es Klagen gegen die Route, die offiziell LULUL 1B heißt. Das Oberverwaltungsgericht Berlin-Brandenburg hat sie jedoch bereits abschlägig beschieden. Das Bundesaufsichtsamt für Flugsicherung erklärte gegenüber der Zeitung, sie sei sicher.

Piloten könnten in Absprache mit ihrer Airline zudem eine alternative Route wählen. Die Alternative nennt sich GORIG-Route und beinhaltet nach dem Start auf der Südbahn des BER einen längeren Geradeaus-Steigflug. Wegen der kürzeren Flugzeit und geringerem Treibstoffverbrauch dürfte aber die Hoffmannkurve oft bevorzugt werden. Denn Zeit ist in der Luftfahrt bekanntlich Geld.

Hoffmannkurve kann Piloten verunsichern

Bei der Vereinigung Cockpit sieht man die Hoffmannkurve - benannt nach dem lokalen Privatpiloten Marcel Hoffmann, der sie erfand – dennoch kritisch. «Man kann das natürlich fliegen, aber der Sicherheit dienlich ist es nicht», sagt ein Sprecher der Gewerkschaft gegenüber aeroTELEGRAPH. «Eine solche Kurve zu fliegen, während Klappen und Fahrwerk noch einfahren, trägt nicht zur Ruhe im Cockpit bei.»

Das gelte besonders, wenn noch andere Faktoren wie schlechtes Wetter oder technische Probleme hinzukommen würden, so der Sprecher. Zudem könnte das Manöver auch Passagiere verunsichern.

Mehr zum Thema

Anstehen vor dem Hauptterminal T1: Mit etwa 800 Freiwilligen wurde am künftigen Berliner Hauptflughafen BER mehrere Evakuierungen geprobt.

Wie es ist, mit 800 anderen aus einem Flughafen zu flüchten

Hund und Hundeführer beschnüffeln einen Getränkeautomaten:  Sie machen den BER sauber.

Kommissar Rex sucht Sprengstoff am BER

ticker-deutschland

Deutsche Regierung ebnet Weg für digitale Fluggastabfertigung

ticker-deutschland

Deutsche Flughäfen: Große Drehkreuze erholen sich diesen Sommer schneller als Regionalstandorte

Video

Westjet Boeing 787
Reisende werfen der kanadischen Fluglinie vor, ihnen Entschädigungen vorzuenthalten. Der Verdacht: Wechselt Westjet im letzten Moment Flugzeuge ein, die sich bereits in der Wartung befinden, um dann den Flug zu annullieren? Eine kanadische Behörde ermittelt.
Timo Nowack
Timo Nowack
Der Airbus A321 Neo von Lufthansa bei der Evakuierung: Starker Geruch nach Kerosin.
Kurz nach dem Start Richtung München musste ein Airbus A321 Neo der deutschen Fluglinie umkehren. Nach der sicheren Landung in Athen wurde der Jet von Lufthansa evakuiert. Drei Menschen wurden leicht verletzt.
Stefan Eiselin
Stefan Eiselin
Evakuierung des AIrbus A321 Neo von Frontier Airlines: Viele nehmen ihr Gepäck mit.
Nach dem tödlichen Zwischenfall auf der Startbahn in Denver geriet auch die Evakuierung des Airbus A321 Neo in den Fokus. Erneut haben zahlreiche Passagiere trotz Rauchentwicklung ihr Handgepäck mitgenommen. Nun ermitteln die Behörden.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies