Flughafen Hamburg: Der Mann warf brennende Flaschen aus dem Auto.

Kind befreitGeiselnahme auf dem Hamburger Vorfeld nach 18 Stunden beendet

Der Betrieb am norddeutschen Flughafen blieb 18 Stunden lang eingestellt. Ein Mann war mit seinem Auto aufs Hamburger Vorfeld gerast und schoss. Die Polizei verhandelte mit ihm.

Top-Jobs

Hahnair

Kapitän C680A (all genders) mit Zusatzaufgaben

Düsseldorf
Feste Anstellung
Hahn Air Lines GmbH
Deutschland
Vollzeit
Top jobs
Hahnair

Deputy Continuing Airworthiness Manager (all genders)

Düsseldorf
Feste Anstellung
Hahn Air Lines GmbH
Deutschland
Vollzeit
Top jobs
Aero Bildungs Logo

Ausbilder / Technischer Trainer (m/w/d) für Fluggerätelektronik / Avionik / Cat B2 – Luftfahrttechnik

AERO-Bildungs GmbH
Oberpfaffenhofen
Feste Anstellung
Deutschland
Vollzeit
Top jobs

Die Geiselnahme am Flughafen Hamburg ist beendet. Der bewaffnete Mann, der am Samstagabend (4. November) mit seinem Auto auf das Vorfeld des Flughafens eingedrungen war, wurde festgenommen. «Der Tatverdächtige hat zusammen mit seiner Tochter das Auto verlassen», erklärt die Polizei. «Der Mann wurde widerstandslos von den Einsatzkräften festgenommen. Das Kind scheint unverletzt zu sein.»

Bis der Flugbetrieb sich wieder normalisiert, dürfte einige Zeit vergehen. Nach aktuellem Stand wurden am Samstagabend nach Beginn der Geiselnahme sechs Abflüge und vier Ankünfte gestrichen. 17 ankommende Flugzeuge wurden zu anderen Flughäfen umgeleitet, teilt der Flughafen mit. Betroffen waren 27 Flugbewegungen mit rund 3200 Passagieren.

Flugzeuge und Terminal evakuiert

Für Sonntag geplant waren insgesamt 286 Flüge - 139 Abflüge und 147 Ankünfte - mit rund 34.500 Reisenden. 126 Flüge (70 Abflüge und 56 Ankünfte) wurden bislang am Sonntag gestrichen, dabei dürfte es aber nicht bleiben.

Begonnen hatte es gegen 20 Uhr am Samstag (4. November): Ein Mann durchbrach mit seinem Auto eine Sicherheitsschranke des Flughafens Hamburg. Er raste mit dem Fahrzeug aufs Vorfeld. Der Betrieb wurde um 20:24 Uhr eingestellt. Die Terminals wurden geräumt, sämtliche Zugänge gesperrt. Die Polizei war schnell mit einem Großaufgebot vor Ort, darunter Spezialeinheiten.

Auch Terminals evakuiert

Der Mann hat dann laut dem Sprecher der Bundespolizei zwei Mal in die Luft geschossen und zwei brennende Flaschen aus dem Auto geworfen, «eine Art Molotowcocktails». Die Feuer konnten aber gelöscht werden. Schnell war klar, dass er ein Kind dabei hatte. «Wir gehen derzeit davon aus, dass ein Sorgerechtsstreit Hintergrund des Einsatzes ist», so die Polizei.

«Die Verhandlungsgruppe des LKA und Psychologen sind vor Ort», schrieb die Polizei Hamburg gegen 23:30 Uhr. «Es besteht Kontakt zur Person im Fahrzeug.» Das Auto steht in der Nähe eines Passagierflugzeuges. In der Boeing 737 von Turkish Airlines hatten sich zuerst noch Fluggäste befunden, die dann aber evakuiert wurden.

Flüge starten wieder

Bei anderen Maschinen erfolgte die Räumung danach. Auch die Terminals wurden evakuiert. Es ist eine Personensammelstelle im Hotel Radisson Blu eingerichtet worden. Der Flugbetrieb wurde um 17:30 Uhr am Sonntag wieder aufgenommen.

Artikel wird laufend aktualisiert.

Mehr zum Thema

Aktivistin in Düsseldorf: Die Aktion stört den Flugverkehr massiv.

Demo auf Rollweg: Keine Flüge in Hamburg, Verzögerungen in Düsseldorf

ticker-hamburg-ham

Flughafen Hamburg modernisiert Gepäcksystem mit Leonardo-Technologie

ticker-hamburg-ham

Flughafen Hamburg macht mehr Gewinn

ticker-hamburg-ham

Lufthansa-Streik: Alle Frankfurt-Flüge am Flughafen Hamburg gestrichen

Video

Rundflug zur Aero Friredrichshafen: Blick auf die Insel Mainau
Auf der Aero Friedrichshafen wurden die Flugzeuge ausgestellt und bewegten sich nicht – außer das von Alpen Air. Die kleine deutsche Airline hobab und zeigt, wie sich die Allgemeine Luftfahrt wirklich anfühlt. Ein kurzer Flug, der lange im Kopf bleibt.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies
TV-Bericht über den Zwischenfall: Drei Verletzte.
Flughafen Araxos
Die Taufe einer Boeing 737 Max von Tuifly wird jäh unterbrochen: Kurz vor Beginn der Zeremonie bricht eine Treppe am griechischen Flughafen Araxos zusammen. Mehrere Menschen stürzen, drei von ihnen müssen ins Krankenhaus.
Stefan Eiselin
Stefan Eiselin
Bildschirmfoto 2026-05-01 um 164538
Am Flughafen São Paulo-Congonhas kamen eine landende Boeing 737 und eine startende Embraer E2 sich extrem nahe, so nahe, dass das Kollisionswarnsystem Alarm schlug. Der Jet von Gol und der Jet von Azul näherten sich entlang der Piste bis auf 22 Meter an.
Laura Frommberg
Laura Frommberg