Embraer E190 von Airlink am Flughafen St. Helena: Der Airport kommt nicht aus den Problemen heraus.

Basil Read unter GläubigerschutzFlughafen St. Helena droht neuer Ärger

Nach langer Verzögerung ist der Flughafen der britischen Überseeinsel endlich in Betrieb. Nun gibt es ein neues Problem: Ein Arm des Betreiberkonzerns steckt in finanziellen Schwierigkeiten.

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Eigentlich hatte Basil Read auf einen Überbrückungskredit gehofft. Doch die bisherigen Geldgeber waren nicht bereit, dem Baubereich des südafrikanischen Mischkonzerns weitere Mittel zur Verfügung zu stellen. Und so meldete das Tochterunternehmen Mitte Juni Gäubigerschutz an.

Basil Read Construction hat sich bis zum 20. August Zeit zu geben, eine Lösung für die finanziellen Probleme zu finden. Wie diese aussehen wird und ob das Ganze überhaupt gelingt, wird man auf St. Helena genau verfolgen. Denn das südafrikanische Unternehmen hat den Flughafen der britischen Insel im Südatlantik gebaut und ist auch für dessen Unterhalt verantwortlich. Zudem betreibt Basil Read den Airport für zehn Jahre.

Krisensitzung der Behörden

Der Flughafen-Auftrag gehört zwar nicht zum Baubereich von Basil Read, der finanziell angeschlagen ist. Doch wenn dieser nicht gerettet werden kann, ist nicht sicher, ob alle Arbeiten am Saint Helena Airport noch fertiggestellt werden und der Unterhalt garantiert ist. Wie die Zeitung St. Helena Independent berichtet, fanden daher bereits Krisengespräche statt zwischen der Regierung von St. Helena und dem Department for International Development, das für die Finanzierung der britischen Überseeterritorien zuständig ist.

Das Projekt stand von Anfang an unter keinem guten Stern. Eigentlich sollte der Flughafen bereits 2012 eröffnet werden. Doch der Bau wurde wegen der Finanzkrise vorübergehend auf Eis gelegt. Erst 2011 wurde der Auftrag neu vergeben. Basil Read baute in der Folge eine 1950 Meter lange Betonpiste, ein Terminal und eine 14 Kilometer lange Zufahrtsstraße.

Erstflug mit Verspätung

Damit waren die Probleme aber noch nicht aus der Welt geschafft. Bei einem Testflug traten 2016 überraschend Probleme mit Scherwinden auf. Die Eröffnung musste kurzfristig verschoben werden. Erst im Oktober 2017 war es dann soweit und der erste Linienflug landete auf dem Eiland. Die südafrikanische Fluglinie Airlink führt die subventionierten Flüge durch.

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