Frachter von Fedex in Lüttich: Künftig gibts am belgischen Flughafen keine regulären Passagierflüge mehr.

Letzter LinienflugFlughafen Lüttich verliert seine letzten Passagiere

Mit einem Flug nach Marokko endete am belgischen Airport der reguläre Passagierbetrieb. Das einst großzügig geplante Terminal steht vor einer ungewissen Zukunft. Was dem Flughafen Lüttich bleibt, ist aber seine starke Stellung in der Luftfracht.

Top-Jobs

Pilatus Logo

Head of Mechanical Final Assembly PC-12 (a)

Pilatus Flugzeugwerke AG
Vollzeit
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Flugzeughersteller
Pilatus Logo

Lizenzierter Luftfahrzeugmechaniker Experimental Shop (a)

Pilatus Flugzeugwerke AG
Vollzeit
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Flugzeughersteller
bwlv

Fluggerätmechaniker (m/w/d)

BWLV-Motorflugschule Hahnweide
Vollzeit
Kirchheim/Teck
Top jobs
Deutschland
Feste Anstellung
Flugschule
ticker-dfs-deutsche-flugsicherung

Fluglotse (w/m/d)

Deutsche Flugsicherung DFS
Studium
Langen b. Frankfurt
Top jobs
Deutschland

Am Anfang seiner Geschichte standen die Luftstreitkräfte des Deutschen Kaiserreichs. Die Besatzer fanden den bisherigen Standort des Flughafens der belgischen Stadt Lüttich ungeeignet und entschieden sich 1914 für einen Neubau - in der Gemeinde Bierset. Dort steht der Aéroport de Liège bis heute.

Er gehört in Europa zu den ganz Großen - im Frachtgeschäft. Nur Frankfurt, Paris-Charles de Gaulle, London-Heathrow, Amsterdam und Leipzig/Halle sind größer. Mehr als 1,1 Millionen Tonnen Fracht wurden im Jahr 2024 am Flughafen Lüttich umgeschlagen. Und so sind denn auch Branchengrößen wie Air China Cargo, ASL Airlines, Emirates Skycargo, Ethiopian Cargo, Fedex Express, Kalitta Air, Qatar Airways Cargo oder Western Global Airlines Stammgäste am belgischen Flughafen.

Architekt: Man baut ein Terminal nicht nur für zehn Jahre

Ganz anders sieht es im Passagierbereich aus. Zwar baute der Flughafen Lüttich vor 20 Jahren ein neues Terminal. «Das Hauptanliegen war es, eine freundliche Atmosphäre zu bewahren und dieses neue Gebäude zu einem echten Aushängeschild des Flughafens zu machen. Aus diesem Grund haben wir Glas und Stein verwendet», erklärte Architekt Philippe Greisch. Zudem sei es so gestaltet, dass es erweitert werden könne, um «gegebenenfalls sogar seine Kapazität zu verdoppeln». Man baue schließlich ein Flughafengebäude nicht nur für zehn Jahre.

Der Ausbau wird allerdings nicht nötig sein. Der Trend geht in die andere Richtung. Auf dem Höhepunkt zählte der Flughafen Lüttich einst 400.000 Passagierinnen und Passagiere. Im Jahr 2024 waren es gerade noch 162.000. Der Airport war damit kleiner als Erfurt/Weimar. Und dieses Jahr werden es nochmals massiv weniger werden.

Architekt: Man baut ein Terminal nicht nur für zehn Jahre

Denn die letzte Fluggesellschaft hat sich entschieden, sich vom Aéroport de Liège zurückzuziehen. Am 4. Januar verließ die Boeing 737-800 mit dem Kennzeichen OO-JAQ die belgische Stadt Richtung Tangier. Wer mit ihr in den Urlaub flog, muss an einen anderen Ort zurückkehren. Denn Tuifly Belgium bedient Lüttich jetzt nicht mehr.

Dem Airport mit zwölf Check-in-Schaltern und vier Gates verbleiben bis zum Ende des Sommers nur noch vereinzelte Charterflüge. «Wir stehen mit verschiedenen Fluggesellschaften in Kontakt, aber es gibt noch nichts Konkretes», so ein Flughafensprecher zur Zeitung La Libre Belgique. Bis zum Ende des Jahres werde auch entschieden, was mit dem einst für das große Wachstum im Passagierverkehr konzipierten Terminal geschehen soll. Immerhin ein Trost bleibt Lüttich: Im Frachtgeschäft bleibt der Flughafen einer der ganz großen.

Wir berichten mit Leidenschaft über die Luftfahrt – kritisch, fair und nah dran. Wer uns unterstützt, sorgt dafür, dass wir das 365 Tage im Jahr tun können. Jetzt hier klicken und abonnieren

Video

6767 bitte? Der Wunsch wurde dem Piloten erfüllt.
Ein Privatpilot in den USA wollte beim Funken offenbar ein bisschen Spaß haben. Also fragte er die Flugsicherung nach einem ganz bestimmten Transpondercode: 6767. Der Fluglotse verstand die Anspielung auf das Internet-Meme Six Seven und musste lachen.
Laura Frommberg
Laura Frommberg
Anflug auf Tel Aviv mit Airbus A330 von Swiss: Vorerst nicht mehr möglich.
Jahrelang gehörte der Airbus A330 auf der Strecke zwischen Zürich und Tel Aviv zum gewohnten Bild. Doch damit ist vorerst Schluss: Swiss stellt im Sommer 2027 sämtliche Flüge auf Airbus A321 Neo um.
Luca La Rocca
Luca La Rocca
latam airbus a320 lima feuer
Notfall am Flughafen Lima: Aus einem Triebwerk eines Airbus A320 schlugen so lange Zeit Flammen, dass auch eine Tragfläche des Jets von Latam Feuer fing.
Timo Nowack
Timo Nowack