Flughafen Eindhoven: Massive Frequenzzunahme.

Energie für Hollands Kleinflughäfen

Die holländischen Flughäfen nahe der deutschen Grenze verzeichnen spektakuläre Passagierzuwächse - dank Hilfe aus Berlin.

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Am Flughafen Maastricht-Aachen reibt man sich die Hände. Mehr als 70 Prozent stiegen die Passagierzahlen im ersten Halbjahr. Und das, ohne wirklich etwas dafür getan zu haben. Hinter dem massiven Plus stehen die Billigflieger Ryanair und Germanwings, wie das niederländische Fernsehen NOS berichtet. Sie bauten ihr Angebot vom Flughafen, der bloß 30 Kilometer von der Grenze zu Deutschland entfernt liegt, auf 2011 stark aus. Vor allem Passagiere aus dem Nachbarland wählen zunehmend den niederländischen Kleinflughafen. Spezielle Shuttles fahren die Reisenden aus Deutschland täglich zum Airport in Holland.

Es ist indes nicht wirklich der gute Service, welcher Maastricht-Aachen beflügelt. Der Auslöser für den Boom sitzt in Berlin. Das Kabinett von Angela Merkel hatte im Juni 2010 beschlossen, auf 2011 eine Flugverkehrssteuer zu erheben. Sie beträgt acht Euro für Kurzstreckenflüge, 25 Euro für mittlere Strecken und 45 Euro für Langstreckenflüge. In den Niederlanden hingegen war eine solche Steuer 2008 eingeführt, nach einem Jahr aber wieder abgeschafft worden. Von diesem Preisvorteil profitieren nun Hollands kleinere Airports offenbar extrem. In Eindhoven, rund 60 Kilometer von der deutschen Grenze entfernt, beträgt das Plus in den ersten sechs Monaten 29 Prozent, wie NOS schreibt.

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