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Konsum und KomfortDie Tricks der Flughafen-Planer

Passagiere sollen sich am Flughafen möglichst einfach orientierten können und außerdem reichlich Geld ausgeben. Um das zu erreichen, nutzen die Planer einige Kniffe.

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Luftfahrt

Was hilft Passagieren am meisten dabei, sich am Flughafen zu orientieren? «Wichtiger als alles andere ist ein Blick direkt nach draußen», sagt Robert Chicas, Chef für den Bereich Luftfahrt bei der internationalen Architektur-, Ingenieur und Planungsfirma HOK. Sobald man aus der Sicherheitskontrolle komme, müsse man die Heckflügel der Flugzeuge sehen. «Ist es wichtig, ob es mein Flugzeug ist? Wahrscheinlich nicht. Es gibt einem Orientierung, sodass man generell weiß, in welche Richtung man gehen muss», erklärt Chicas im Gespräch mit Mental Floss. Das Online-Magazin hat Studien ausgewertet und Experten befragt, um herauszufinden, wie Passagiere am Flughafen beeinflusst werden.

Dabei geht es zum einen darum, die Reisenden entspannt durch den Flughafen zu führen. Neben der Idee, Passagieren an neuen Flughäfen so schnell wie möglich einen Blick auf die Piste zu gewähren, ist es den Airport-Planern auch wichtig, unverkennbare Punkte zu schaffen, an denen sich die Leute orientieren können. Gut eignen sich etwa große Kunstgegenstände wie Skulpturen, die markant sind und oft auch als Treffpunkt dienen.

Mitten durch den Duty-Free-Bereich

Damit die Reisenden beim Check-in und bei den Kontrollen entspannt bleiben, hilft es laut Julian Lukaszewicz, Luftfahrt-Dozent an der Buckinghamshire New University, nur eine Warteschlange zu haben. «Passagiere empfinden es als fairer, weil jeder in der selben Schlange steht», sagt Lukaszewicz. So entstehe kein Stress dadurch, sich für eine Reihe entscheiden zu müssen und dann das Gefühl zu haben, in der anderen ginge es schneller.

All die Orientierung und Entspannung befördert aber auch einen weiteren Punkt: die Bereitschaft, am Flughafen Geld auszugeben. Um die Konsumfreude der Fluggäste zu wecken und hochzuhalten, gibt es weitere Tricks. Da Passagiere am Flughafen vor allem Impulskäufe tätigen, kurbelt es zum Beispiel die Umsätze an, wenn Duty-Free-Bereiche so angelegt sind, dass die potenziellen Kunden kurvenreich hindurchgehen müssen und so möglichst viele Angebote rundherum zu Gesicht bekommen.

Blick nach rechts, Gang nach links

Eine Studie der Beratungsfirma Intervistas betont außerdem, dass es mehr Rechts- als Linkshänder gibt. Dadurch würden Kunden deutlich öfter nach rechts schauen als nach links, heißt es. Außerdem würden Leute, die mit der rechten Hand einen Rollkoffer ziehen, tendenziell eher gegen den Uhrzeigersinn laufen. In der Konsequenz sollten - um mehr zu verkaufen - die Wege von rechts nach links verlaufen und mehr Warenangebot auf der rechten Seite zu sehen sein, rät Intervistas.

Auch die Automatisierung der Flughäfen bringt Vorteile für die Geschäfte: Wenn ein Passagier seinen Gepäckaufkleber selber ausdruckt und seinen Koffer dann selber an einer Maschine eincheckt, spart das sehr wahrscheinlich Zeit. «Eine Stunde mehr am Flughafen bedeuten etwa 7 ausgegebene Dollar mehr pro Passagier», sagt Luftfahrt- und Kundenerlebnis-Experte Lukaszewicz. Am ausgabefreudigsten sollen die Reisenden dabei in den ersten 60 Minuten nach den Sicherheitskontrollen sein.

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