Flughafen CaracasBoot rettet Iberia-Crew aus verzwickter Lage

Eine eingestürzte Brücke hat in Venezuela eine Iberia-Crew von der Fahrt zum Flughafen abgehalten. Abhilfe schuf schließlich ein Boot. Mancher im Krisenstaat sieht die Aktion als Sinnbild.

Top-Jobs

Sparfell Logo

Flight Operations Officer in Vienna (Austria)

Vienna
Feste Anstellung
Business Aviation
SPARFELL Luftfahrt GmbH
Österreich
Vollzeit
Top jobs
Sparfell Logo

First Officer Embraer 550 / Legacy 500 (m/f)

Vienna
Feste Anstellung
Business Aviation
SPARFELL Luftfahrt GmbH
Österreich
Vollzeit
Top jobs
Sparfell Logo

Compliance Monitoring Manager – Flight Operations

Vienna
Feste Anstellung
Business Aviation
SPARFELL Luftfahrt GmbH
Österreich
Vollzeit
Top jobs
LBV Logo

Sachbearbeiter:in Betriebssicherheit

Schönefeld (bei Berlin)
Feste Anstellung
Luftfahrtbehörde
Landesamt für Bauen und Verkehr
Deutschland
Vollzeit
Top jobs

Lediglich 14,6 Kilometer ist das Hotel Olé Caribe vom Aeropuerto Internacional de Maiquetía Simón Bolívar entfernt. Mit dem Auto dauert die Fahrt zum Flughafen der venezolanischen Hauptstadt Caracas rund 25 Minuten. Doch was, wenn kein Auto durchkommt?

Diese Frage musste sich eine Iberia-Besatzung vergangene Woche stellen. Denn auf dem Weg von ihrem Hotel zum Flughafen war eine Brücke eingestürzt. Die letzte Rettung: ein Transport per Boot. Ein Video, das eine Journalistin bei Twitter postete, zeigt, wie die Iberia-Angestellten an Bord gehen.

Menschen helfen Crew

Die Menschen der Gegend hätten alles getan, um die Crew zum Flughafen zu bringen, schrieb die Journalistin später in einem Artikel. Schließlich habe jemand die Besatzung im Boot gefahren, um den Mitarbeitern der spanischen Fluglinie einen Gefallen zu tun. So erreichte die Besatzung den Flughafen und hob nur mit fast drei Stunden Verspätung Richtung Madrid ab.

Das Bild der Piloten und Stewardessen, die das Boot besteigen, erinnere die Venezolaner daran, wie kompliziert das Leben in ihrem Land geworden sei, schreibt die Journalistin. Man sei immer mehr von der modernen Welt abgeschnitten.

Lebensmittel knapp

Venezuela steckt nach dem Ölpreisverfall in einer schweren wirtschaftlichen und politischen Krise. Die Inflation lag im vergangenen Jahr nach Angaben des Internationalen Währungsfonds bei 475 Prozent und könnte dieses Jahr auf über 1600 Prozent steigen. Nahrungsmittel und Medikamente sind knapp, es kam schon mehrfach zu Plünderungen.

Viele Airlines fliegen das Land nicht mehr an. Auf der einen Seite, weil sie wegen strikter Devisenkontrollen Probleme haben, ihre Einnahmen in Dollar einzutauschen. Auf der anderen Seite gibt es mittlerweile auch Sicherheitsbedenken. Lufthansa strich ihre Verbindung von Frankfurt nach Caracas etwa im Juni 2016. American Airlines hat die Flüge zwischen Miami und Caracas mittlerweile so gelegt, dass die Crews direkt zurückfliegen und nicht in Venezuela übernachten müssen.

Mehr zum Thema

Airbus A220 von Air Baltic: Bald in Uruguay?

Airbus A220 von Air Baltic werden für Uruguays neue Airline fliegen

Einsteigen in Istanbul: Offenbar durften viele Russinnen und Russen nicht mit.

Russland warnt Bürger vor Flügen mit Turkish Airlines

Airbus A350 von Iberojet: Bald ab Caracas im Einsatz.

Venezolanische Airline kommt mit Airbus A350 nach Europa

Flughafen México City: er soll streichen.

Mexikos Regierung zwingt größten Flughafen, weniger Flüge anzunehmen

Video

Flugzeug auf Zug: Waghalsiges Manöver.
Ein Pilot, ein fahrender Güterzug – und kaum Platz für Fehler. In der Türkei ist ein außergewöhnliches Landemanöver gelungen.
Laura Frommberg
Laura Frommberg
Bildschirmfoto 2026-02-16 um 095023
Nach 16 Jahren im Dienst hat der Flugzeugbauer sein letztes Dreamliner-Testflugzeug ausgemustert. Die Boeing 787-8 sollte ursprünglich einen anderen Zweck bekommen.
Laura Frommberg
Laura Frommberg
Boeing 777 von Latam: Kurz danach wurde der Start abgebrochen.
Kurz vor dem Abheben entschied sich die Crew eines Fluges von Latam zum Startabbruch. Die Boeing 777-300 ER kam erst am Ende der 3700 Meter langen Piste von São Paulo-Guarulhos zum Stehen. Erfolgte der Abbruch zu spät?
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies