Flugzeuge von Belavia: Landen vorerst nicht in Tel Aviv.

Angst vor SanktionenBelavia muss Flüge nach Israel im letzten Moment streichen

Eigentlich sollten diese Woche die Flüge von Minsk nach Tel Aviv starten. Doch Belavia hat sie alle annulliert. Der Grund liegt bei einem Bodenabfertiger in Israel.

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Der Flug war ohnehin nur etwas für wirkliche Israel-Fans. Statt drei Stunden wie früher hätten die Flugzeuge von Belavia auf dem Weg von Minsk nach Tel Aviv fast neun Stunden gebraucht. Die Nationalairline muss wegen der westlichen Sanktionen den europäischen Luftraum meiden. Wegen des Krieges in der Ukraine ist auch der Überflug von Südrussland nicht mehr möglich. Und so verlängert sich die Strecke massiv.

Deshalb hätten die Flieger von Belavia einen Tankstopp in Baku einlegen müssen, wenn die Route am 2. Juni aufgenommen worden wäre. Doch das passiert nicht. Die Nationalairline von belarus hat die Flüge nach Israel im letzten Moment annulliert.

Alle Flüge gestrichen

Der Grund: Die Flugzeuge von Belavia dürfen zwar in Israel landen. Aber sie werden am Flughafen Tel Aviv nicht mehr abgefertigt. Bodenabfertiger Aero Handling hat die Entscheidung getroffen, weil er Sanktionen der USA fürchtet. Belarus unterstützt den russischen Präsidenten Vladimir Putin und seinen Einmarsch in der Ukraine und steht bereits wegen Wahlbetruges, Umleitung einer Ryanair-Maschine und Menschenrechtsverletzungen auf der Sanktionsliste der USA.

Belavia zeigt sich in einer offiziellen Stellungnahme enttäuscht. Die Flüge seien gut nachgefragt, und man habe am 15. Mai die offizielle Genehmigung für sie von Israel erhalten. Der erste Flug sollte am Donnerstag (2. Juni) stattfinden, Tickets wurden bereits verkauft. «Die plötzliche Entscheidung der israelischen Seite ist überraschend», so Generaldirektor Igor Cherginets.

Belavia enttäuscht

Man müsse nun alle geplanten Flüge bis zum Ende der Sommersaison am 27. Oktober 2022 streichen, so Belavia. «Wir bedauern, dass die geplanten Verwandtschaftstreffen nicht stattfinden werden, dass die israelischen Bürger nicht nach Belarus fliegen können, um einen Sommer in einem milderen Klima zu verbringen, und dass die belarusischen Bürger sich nicht in den Badeorten am Roten und Toten Meer erholen können», so Cherginets.

Man habe alles dafür getan, die Flüge durchzuführen – inklusive der komplizierten Planung der längeren Flugroute mit Tankstopp in Baku, so Belavia. «Wir bedauern die möglichen Verluste, die alle Teilnehmer der belarusischen und israelischen Reisebranche infolge der Stornierung bereits gebuchter und bezahlter Reisen zu tragen haben werden», so der Airlinechef weiter.

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