Ramadan Kareem (ein gesegneter Ramadan): Der typische Gruss während der Fastenzeit.

FastenzeitWie Airlines mit dem Ramadan umgehen

Heute beginnt der Ramadan. Währen der Fastenzeit werden Flugreisen für gläubige Muslime zur Herausforderung. Airlines versuchen ihnen zu helfen, sich an die Regeln zu halten.

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Es ist einer der großen Reize des Fliegens: Im Flugzeug befindet man sich in einer Art zeitlosem Raum, abgeschnitten von der Außenwelt. Vor allem auf Langstreckenflügen verliert man schnell das Gefühl dafür, wann es Tag und wann Nacht ist. Zum Problem wird das, wenn man auf genaue Zeitangaben angewiesen ist – sei es bei der Einnahme bestimmter Medikamente oder eben auch bei Glaubensritualen.

Eines davon ist der muslimische Fastenmonat Ramadan, der in diesem Jahr am 6. Juni beginnt. Den Tag über fasten gläubige Muslime in dieser Zeit, weder Essen noch Trinken ist erlaubt. Abends kommt es dann zum Fastenabschluss. Fluggesellschaften aus muslimischen Ländern wie etwa Emirates, Etihad oder Qatar Airways bieten ihren Passagieren deshalb Durchsagen mit den Zeiten von Iftar (Fastenabschluss) und Imsak (Fastenbeginn).

Genaue Uhrzeiten nach Längen- und Breitengradmessungen

Emirates erklärt, dass man dafür durch Längen- und Breitengradbemessungen den genau richtigen Zeitpunkt für den Beginn und das Ende des Fastentages berechne. Außerdem gibt es für gläubige Muslime jedes Jahr eine Broschüre mit den entsprechenden Zeiten für jeden Flug. Zusätzlich bietet die Airline ein Iftar-Paket an, in dem Passagieren nach dem Fastentag eine nahrhafte Mahlzeit serviert wird. Sollte ein Abflug kurz vor dem Imsak beginnen, können Passagiere sich außerdem am Gate mit einem Paket noch schnell stärken. Bei Etihad und Qatar sieht es ebenfalls spezielle Pakete, die auch am Gate verfügbar sein werden. So könne ein Passagier etwa noch im Terminal das Fasten brechen, sollte die Landung um die Iftar-Zeit herum erfolgen, schreibt ein Sprecher von Etihad.

Für nichtgläubige Passagiere hat die Fastenzeit kaum Auswirkungen – zumindest nicht während des Fluges. Die Regel, dass man keinen Alkohol trinken darf, trifft zwar für Gläubige Muslime zu. Andere Reisende erhalten an Bord der großen Golfairlines Alkohol – außer auf einigen Flügen aus und in sehr gläubige Länder wie etwa Saudi Arabien oder den Irak. Außerdem verzichtet man darauf, Alkohol in den Barbereichen der Flieger zu zeigen. Anders sieht es allerdings in den Lounges aus.

Kein Champagner in den Lounges

Bei Emirates in Dubai können Passagiere weiterhin auch während des Ramadan Champagner schlürfen. Bei Etihad in Abu Dhabi ist das eingeschränkt möglich. Während des Tages ist dort der Alkoholkonsum aus Rücksicht auf die Gläubigen verboten. Zwischen 19:30 Uhr abends und dem Fastenbeginn Imsak allerdings wird wieder ausgeschenkt. Qatar Airways ist da noch strenger: Während der Fastenzeit gibt es in der Lounge in Doha  keinen Alkohol.

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