Schlaues Kabinenkonzept von Airbus: Der Sitz weiß, wie oft der Passagier aufs Klo muss.

Airbus-KonzeptSchlaue Kabine soll Flugbegleitern Arbeit erleichtern

Den Wunsch von den Augen ablesen? Sowas von letztes Jahrzehnt. Geht es nach Airbus, liest die Crew die Präferenzen der Passagiere künftig aus den Sitzen ab.

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Wissen, was der Kunde will, bevor dieser überhaupt seinen Wunsch geäußert hat – eigentlich klingt das wie Gedankenlesen. Doch Airbus forscht derzeit an einer Technologie, die das Flugbegleitern zumindest zum Teil ermöglichen soll. Schlaue Kabinen sollen das Verhalten der Passagiere analysieren und ihre Präferenzen speichern.

Sitze, Gepäckfächer und Gänge werden in der Konzeptstudie, die Airbus auf einer Branchenmesse in Boston vorstellte, vernetzt und so können so aufzeichnen, wie Reisende sie nutzen. Hat ein Passagier die Armlehne lieber oben? Nutzt er das Gepäckfach überhaupt? Sehr oft? Wie oft stehen die Passagiere auf und was essen und trinken sie am liebsten? All diese Fragen werden beantwortet und gespeichert. Sie können von der Crew auf Tablets abgerufen werden.

Arbeit vor der Landung erleichtert

Effizienter wird die Arbeit der Flugbegleiter dadurch aber auch, weil sie nicht mehr alles manuell überprüfen müssen – etwa, ob vor der Landung die Armlehnen oben, die Rückenlehnen gerade und die Sonnenblenden hochgestellt sind. Die schlauen Sitze würden auch erkennen, ob die Rettungswesten korrekt verstaut sind.

Noch handelt es sich dabei um eine Konzeptstudie. Doch auch andere Unternehmen forschen bereits an Projekten, die durch Big Data die Arbeit in der Kabine effizienter machen. So hat die bayerische ACM einen Gurt entwickelt, der den Flugbegleitern dank Sensoren und Bluetooth-Sender anzeigt, ob ein Passagier angeschnallt ist oder nicht. Dass zumindest Teile der schlauen Kabine in nicht allzu ferner Zukunft umgesetzt werden könnten, ist daher nicht unrealistisch.

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