Economy-Sitz von Recaro mit eingeschobenem Flaschen- und Handhalter: Spart Gewicht.

Recaro-KonzeptMachen Billigflieger künftig auch die Tische kostenpflichtig?

Der deutsche Sitzhersteller zeigt ein Konzept, bei dem Economy-Sitze ohne fest verbaute Tische auskommen. Stattdessen bietet Recaro einen Schlitz und Einschiebe-Tischchen, die bei Billigairlines kostenpflichtig sein könnten. Damit ließe sich auch Treibstoff sparen.

Top-Jobs

Pilatus Logo

Team Leader Account Management

Pilatus Flugzeugwerke AG
Vollzeit
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Flugzeughersteller
HahnAir

Compliance Monitoring Manager (all genders)

Hahn Air Lines GmbH
Vollzeit
Düsseldorf
Top jobs
Deutschland
Feste Anstellung
Luftfahrt
Etihad Job

Captain A320

Etihad Airways
Vollzeit
Abu Dhabi
Top jobs
United Arab Emirates
Feste Anstellung
Etihad Job

First Officer A320

Abu Dhabi
Feste Anstellung
Etihad Airways
United Arab Emirates
Vollzeit
Top jobs

Ob First, Business, Premium Economy oder Economy Class, ein Tisch gehört zu einem Sitz im Flugzeug dazu, egal wie billig oder teuer das Ticket ist. In den Premiumklassen wird der Tisch oft aus der Armlehne oder einem anderen Fach ausgeklappt, in der Economy ist er einfach an der Hinterseite des Vordersitzes verbaut. Auch alle Billigflieger bieten Tische.

Der deutsche Sitzhersteller Recaro arbeitet allerdings an einem Konzept, mit dem er Low-Cost-Airlines den Verzicht auf fest verbaute Tische schmackhaft machen will. Das Ganze funktioniert so: An der Rückseite des Economy-Class-Sitzes befindet sich nur noch ein waagerecht verlaufender Schlitz, in den verschiedene Elemente eingeschoben werden können, etwa ein Flaschenhalter, ein Mini-Tischchen, ein Handy- oder Tablet-Halter.

Treibstoff sparen und Zusatzeinnahmen generieren

Recaro zeigt diese sogenannte Plugin-Table-Solution derzeit auf der Kabinenmesse AIX in Hamburg. Das Hauptargument: Diese Lösung, vorgestellt mit 3D-gedruckten Elementen, ist sehr leicht. So könnten Fluglinien Treibstoff und somit zugleich Geld und Emissionen sparen.

Links der Handyhalter im Einschiebe-Schlitz, daneben andere Tisch-Konzepte.

Und wie sollen die Einschiebe-Tischchen zum Einsatz kommen? «Darüber haben wir diskutiert», erzählt André Frischknecht, Recaro-Manager für neue Technologien, Nachhaltigkeit und leichte Produkte. Das Ergebnis: «Man kann sie im Voraus buchen.»

Reisende könnten sich auch selber Tischchen ausdrucken

Sprich: Billigairlines könnten die Elemente als kostenpflichtige Extras anbieten. Reisende würden sich dann überlegen, dass sie für ihren Flug beispielsweise einen Flaschen- und einen Smartphone-Halter haben möchten und dafür einen kleinen Aufpreis zahlen.

Eine spezielle Zertifizierung bräuchte all das laut Frischknecht nicht. Allerdings dürften die Elemente nur im Reiseflug zum Einsatz kommen, nicht bei Start und Landung. Gereinigt werden könnten sie außerhalb des Flugzeuges. Theoretisch könnten sich Fluggäste auch selber per 3D-Druck Elemente herstellen, diese mitbringen und nutzen.

Der Sitz mit dem Schlitz, hier ohne Elemente darin.

«Airlines haben noch Respekt davor, den Tisch wegzulassen»

Recaro zeigt aktuell die dritte Version des Konzeptes. Dabei ist der Schlitz höher angebracht als früher. Bisher hat der Sitzhersteller noch keinen Kunden dfür. «Die Airlines haben noch Respekt davor, den Tisch wegzulassen», erklärt Frischknecht. Aber vielleicht ändert sich das ja angesichts der hohen Treibstoffpreise und des Wunsches, Gewicht zu sparen.

Hinter aeroTELEGRAPH steckt mehr als eine Website: ein Team erfahrener Journalistinnen und Journalisten, das fliegt, recherchiert und einordnet – Tag für Tag. Mit Ihrer Unterstützung bleiben wir unabhängig und Sie lesen werbefrei.Jetzt hier klicken und abonniere

Mehr zum Thema

ticker-recaro

Recaro schenkt SAS zum 80. Geburtstag 80 Gaming-Stühle

ticker-recaro

Recaro hat mit Auslieferung des Premium-Economy-Sitzes R4 begonnen

ticker-recaro

Recaro beruft Andreas Erber zum Technikchef

Recaro-Chef Mark Hiller: Hat auch immer mehr Embraer-Betreiber als Kunden.

«Es gibt nichts Schlechteres, als eine neue Kabine anzukündigen, aber noch Jahre ausschließlich mit der alten fliegen zu müssen»

Video

midway atoll usfws
Die USA müssten mindestens 100 Millionen Dollar investieren, um den Flughafen des Midway Atolls betriebsbereit zu halten. Etliche Airlines und der Flugzeugbauer Boeing werben für die Investition - obwohl es so gut wie keine Starts und Landungen an dem Airport gibt.
Timo Nowack
Timo Nowack
Feuerwerk und Flugzeug: Keine gute Kombination.
Feuerwerk und Flugzeuge sind keine gute Kombination. Das zeigte sich am Flughafen Mundo Maya in Guatemala, als ein Airbus A320 von Avianca zur Landung ansetzte.
Laura Frommberg
Laura Frommberg
Der neue Honda Jet: Die Maschine heißt ab sofort Echelon.
Der japanische Businessjet-Hersteller vermeldet Fortschritte beim Bau der ersten Echelon-Maschine, muss aber gleichzeitig eine deutliche Verzögerung einräumen. Erstflug und Zulassung verschieben sich um bis zu drei Jahre.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies