Beim Fliegen wollen die Reisenden verwöhnt werden.

Lieber Luxus in der Luft

Trotz der düsteren Wirtschaftsaussichten: Reisende zahlen für Komfort gerne mehr - aber nur beim Fliegen.

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Wenn es um ihre Flüge geht, wollen die Reisenden offenbar keine Kompromisse machen. Das hat eine Studie ergeben, die das Kreditkartenunternehmen American Express erstellt hat. Demnach sind die Ausgaben für First- und Business-Class-Tickets im dritten Quartal dieses Jahres um 9,1 beziehungsweise 5,4 Prozent gestiegen. Der Blick in den detaillierten Bericht zeigt: Der Luxus in der Luft geht auf Kosten dessen am Boden. Für Luxusunterkünfte gaben die Passagiere weniger aus. Zwar stiegen auch hier die Gesamtausgaben an. Doch dies ging vor allem auf das Konto der Mittelklasseherbergen. Sie legten 10,5 Prozent zu, während die Ausgaben für Premium-Unterkünfte lediglich um 2,2 Prozent anstiegen.

Hotel muss nicht jeden Luxus bieten

Maryam Wehe, Vize-Chefin bei der Beratungsfirma Applied Predictive Technologies, erklärt das in der Zeitung USA Today: Die Reisenden legten so viel Wert darauf, dass ihr Erlebnis während des Fluges optimal sei, dass sie dafür in Kauf nehmen, dass die Unterkunft am Boden etwas weniger zu bieten hat. Es sei eben wesentlich unangenehmer, Stunden in einem schlechten und unbequemen Flugzeug zu verbringen als die Nacht in einem Hotel, das nicht jeden Zusatz-Luxus bietet.

Eine Studie der eine Studie der Global Business Travel Association (GBTA) zeigt einen ähnlichen Trend. Dieses Jahr konnten deutlich mehr Geschäftsreisende in der Business- oder First Class fliegen als noch 2010. Gemäß der Untersuchung nahm die Anzahl der europäischen Unternehmen, die ihren Angestellten Reisen in einer Premium-Klasse ermöglichen, bei allen Destinationen außerhalb Europas zu (aeroTELEGRAPH berichtete).

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