Papier-Impfpass: Ein digitaler Nachweis ist schwieriger fälschbar.

ImpfnachweiseJapans Airlines beschweren sich über Papier-Zertifikate

Während vielerorts bereits digitale Covid-Zertifikate ausgestellt werden, gibt es sie in Japan aktuell nur auf Papier. Den Airlines macht das Sorgen.

Top-Jobs

LBV Logo

Sachbearbeiter:in Betriebssicherheit

Schönefeld (bei Berlin)
Feste Anstellung
Luftfahrtbehörde
Landesamt für Bauen und Verkehr
Deutschland
Vollzeit
Top jobs
Sparfell Logo

VIP Flight Attendant (f/m/d) (full time)

Feste Anstellung
Business Aviation
SPARFELL Luftfahrt GmbH
Österreich
Vollzeit
Top jobs
LBV Logo

Sachbearbeiter:in Luftaufsicht, Erlaubnisse

Schönefeld (bei Berlin)
Luftfahrtbehörde
Landesamt für Bauen und Verkehr
Deutschland
Vollzeit
Top jobs
LBV Logo

Sachbearbeiter:in örtliche Luftaufsicht (2 Stellen)

Feste Anstellung
Luftfahrtbehörde
Landesamt für Bauen und Verkehr
Deutschland
Vollzeit
Top jobs
Schönefeld (bei Berlin)

Immerhin eine Sache wurde durch die Pandemie vorangetrieben: Viele Länder und Unternehmen haben riesige Entwicklungsschritte in Sachen Digitalisierung gemacht. Doch ausgerechnet das Land, das in den Augen vieler Menschen technologisch extrem weit entwickelt ist, hinkt in einer wichtigen Sache hinterher: In Japan gibt es aktuell keine digitalen Covid-Zertifikate wie zum Beispiel in der EU.

Die Fluggesellschaften des Landes verlangen, dass sich das schnell ändert. Denn die Ausbreitung neuer Covid-Varianten deutet darauf hin, dass man noch eine ganze Weile lang Nachweise über negative Tests, Genesung oder Impfung erbringen muss. «Andere Länder machen Fortschritte bei digitalen Zertifikaten, und zwar schnell», sagt etwa All-Nippon-Airways Manager Juichi Hirasawa zur Wirtschaftszeitung Nikkei. «Japan darf nicht zurückfallen.»

Noch ein Jahr bis zur Digitalisierung?

Apps, mit denen der Impf-, Genesungs- oder Testnachweis elektronisch erfolgen kann, gibt es bereits zahlreich. Unter anderem hat auch der Airline-Dachverband Iata mit dem Travel Pass bereits vor Monaten ein Angebot lanciert, das einige Fluggesellschaften auch bereits testen. Doch die japanische Regierung muss die Nutzung einer solchen App erst erlauben.

Und das, so vermutet man bei ANA, dürfte noch etwa ein Jahr dauern. Offiziell heißt es, die Taskforce der japanischen Regierung wolle digitale Zertifikate bis Ende des Jahres auf den Markt bringen. Die Luftfahrtbranche des Landes stört sich allerdings daran, dass kein Mitglied der Taskforce aus dem Transportministerium kommt, berichtet Nikkei.

Nicht so einfach fälschbar

Yuji Akasaka, Präsident von Japan Airlines, fürchtet, dass Perfektionismus dem Land schaden könne, weil er den Prozess verlangsame. «Wenn wir perfekt sein wollen, bleiben wir zurück», sagt er. Denn digitale Zertifikate seien auch schlechter fälschbar als solche auf Papier. Und das sei im Sinne der Sicherheit.

Mehr zum Thema

EU will auf Juni den Grünen Pass einführen

EU will auf Juni den Grünen Pass einführen

Fernweh: Es wird bleiben.

Wie sieht die Normalität nach der Krise aus?

Positiver Covid-19-Test: So darf man nicht an Bord.

Mann mit Covid-19 schmuggelte sich als seine Frau an Bord

Lufthansa Cargo rechnet mit Wachstum und setzt auf Asien

Lufthansa Cargo rechnet mit Wachstum und setzt auf Asien

Video

Airbus A350 von Air France nach der Landung in Abidjan: Die Passagiere konnten das Flugzeug über Treppen verlassen.
Kleiner Fehler mit großer Wirkung: Ein Airbus A350 von Air France bog nach der Landung in Abidjan falsch ab und blieb stecken. Er musste aufwändig geborgen werden.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies
Tu-214 in einer Halle: S7 Airlines steht kurz vor der Bestellung von 100 Exemplaren.
Russlands Fluglinien brauchen dringend neue Flugzeuge. Die beiden größten des Landes, Aeroflot und S7 Airlines, reagieren nun mit Großbestellungen - sie wollen 190 Tupolev Tu-214 und Yakovlev MS-21 ordern.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies
vueling airbus a320 mann auf flugzeug
Sicherheitsvorfall am Flughafen Valencia. An dem spanischen Airport ist am Wochenende ein junger Mann auf ein Flugzeug von Vueling geklettert.
Timo Nowack
Timo Nowack