36 Kilogramm Handgepäck – bei dieser Zahl könnte man zunächst vermuten, dass jemand Kabinen- und Aufgabegepäck verwechselt hat. Doch Air Côte d’Ivoire meint es tatsächlich so. Wer in der First Class der ivorischen Fluggesellschaft reist, darf zwei Gepäckstücke mit je bis zu 18 Kilogramm Gewicht mit an Bord nehmen. Auf die bemerkenswert großzügige Regelung machte zuerst das Portal One Mile at a Time aufmerksam.
Die Regel gilt für La First by Air Côte d’Ivoire, die erste Klasse der Fluggesellschaft. Angeboten wird sie in den beiden Airbus A330 Neo, mit denen Air Côte d’Ivoire zwischen Abidjan und Paris fliegt. Und die Airline versteckt die ungewöhnliche Freigepäckmenge nicht irgendwo im Kleingedruckten: Zwei Mal 18 Kilogramm Kabinengepäck führt sie selbst als Merkmal ihres First-Class-Angebots auf.
Bei Lufthansa und Co. ist in der First Class deutlich weniger Handgepäck erlaubt
Wer Business Class fliegt, darf nur vergleichsweise normal packen. Dort liegt die Grenze bei insgesamt 18 Kilogramm. Wie ungewöhnlich die 36 Kilogramm der First Class sind, zeigt ein Blick auf die Konkurrenz. Bei Lufthansa und Swiss etwa dürfen Reisende zwei Gepäckstücke á acht 8 Kilogramm mitnehmen, also insgesamt weniger als eines bei Air Côte d'Ivoire. Bei Emirates sind es zwei Mal sieben Kilo, ebenso wie bei Singapore Airlines, bei Air France sind es insgesamt maximal 18 Kilogramm, bei British Airways 23 Kilogramm.
So großzügig die Regelung von Côte d’Ivoire aber auch ist - sie hat ihre ganz praktischen Grenzen. Denn die erlaubten 36 Kilogramm müssen nicht nur durch den Flughafen, sondern danach auch noch bis zum Flugzeug gelangen. Zwei jeweils bis zu 18 Kilogramm schwere Gepäckstücke wollen am Ende auch noch in der Kabine verstaut werden.
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