Sitze in einerATR 72 von Braathens: Austrian Airlines informiert die Reisenden.

Mit InfokartenAustrian Airlines weist Passagiere im Flieger auf Wet-Lease hin

Andere Kabine, andere Farben, andere Abläufe - in den ATR 72 von Wet-Lease-Partnerin Braathens ist vieles anders. Austrian Airlines informiert die Gäste mit speziellen Infokarten. Das könnte in der Lufthansa Group Schule machen.

Top-Jobs

bwlv

Fluggerätmechaniker (m/w/d)

BWLV-Motorflugschule Hahnweide
Vollzeit
Kirchheim/Teck
Top jobs
Deutschland
Feste Anstellung
Flugschule
Pilatus Logo

Team Leader Account Management

Pilatus Flugzeugwerke AG
Vollzeit
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Flugzeughersteller
Hahnair Logo

Compliance Monitoring Manager (all genders)

Hahn Air Lines GmbH
Vollzeit
Düsseldorf
Top jobs
Deutschland
Feste Anstellung
Luftfahrt
Etihad Job

Captain A320

Etihad Airways
Vollzeit
Abu Dhabi
Top jobs
United Arab Emirates
Feste Anstellung

Der Wet-Lease-Markt boomt. Nicht nur die verstärkte Nachfrage im Sommer, sondern auch die verzögerten Flugzeugauslieferungen bei Airbus und Boeing, sowie die anhaltenden Triebwerksprobleme bei Pratt & Wittney haben die Nachfrage stark steigen lassen.

Für Fluglinien bietet Wet-Lease oder - wie es auch genannt wird - ACMI (die Abkürzung steht für Aircraft, Crew, Maintenance, Insurance) viele Vorteile. Es ist eine Art Rundum-Sorglos Paket für sie. Sie können ein Flugzeug mit Besatzung nach Bedarf mieten und gleichzeitig sind alle Kosten abgedeckt.

Außen und innen Braathens - aber Austrian erklärt alles

Auch Austrian Airlines setzt auf Wet-Lease. BRA Braathens Regional Airlines fliegt seit fast einem Jahr mit drei ATR 72-600 im Auftrag der österreichischen Lufthansa-Tochter auf Regionalstrecken. Weder die Bemalung der Flieger noch die Innenausstattung oder die Uniformen der Crews geben zunächst einen Hinweis darauf, dass es sich um einen AUA-Flug handelt, was Passagiere vielleicht verwirren könnte.

Während ein Großteil der Fluglinien das höchstens bei der Buchung thematisiert, setzt Austrian Airlines auf eine offene Kommunikation. «Sehr geehrter Fluggast, Sie fragen sich vielleicht, warum Sie heute nicht in einem Austrian Airlines-Flugzeug sitzen», ist auf einem Informationsblatt zu sehen, das dem für die Sicherheitsvorkehrungen ähnelt und in der Sitztasche steckt.

Besonderheiten der ATR 72 erklärt

Dort informiert Austrian Airlines über die Gründe der Zusammenarbeit mit Braathens und die Besonderheiten des Flugzeuges. So erfährt der Passagier, dass die Geschichte des schwedischen Kooperationspartners Braathens Regional Airlines bis in das Jahr 1946 zurückreicht.

Infoblatt in Sitztasche: Die Gründe fürs Wet-Leasing werden erklärt. Bild: Martin Dichler/aeroTELEGRAPH

AUA erklärt weiter die Gründe, warum nicht eigene Flieger eingesetzt werden: «Auf einigen Regionalstrecken ist die Nachfrage nach der Pandemie nicht wieder in vollem Ausmaß zurückgekehrt. Durch die vergleichsweise kleineren Flugzeuge von Braathens können attraktive Flugpläne und wirtschaftlich tragfähige Flüge zum Drehkreuz Wien weiter ermöglicht werden.»

Lufthansa nutzt die Infokarten ebenfalls

Gleichzeitig wird auf die Besonderheiten des ungewohnten Flugzeugmodells hingewiesen: «Wenn Sie ihr Gepäck bei einem Gepäckwagen direkt vor dem Flugzeug abgegeben haben, können Sie dieses nach der Landung am selben Ort beim Ausstieg entgegennehmen.» Auch der Grund warum Business-Class-Passagiere nicht vorne, sondern im hinteren Teil des Flugzeuges untergebracht werden, wird erläutert: Denn so können die Premium-Reisenden am schnellsten aussteigen.

«Gerade bei dem komplexen Thema Wet-Lease ist uns wichtig, für unsere Gäste transparent und verständlich zu kommunizieren. Deswegen wurde im Falle des Wet-Leases mit Braathens entschieden, zusätzlich zur digitalen Kommunikation auch analog über die angesprochenen Sitzkarten zu informieren», erklärt eine Sprecherin von AUA. Lufthansa habe sich  ebenfalls schon der Infokarten bedient. Es obliege den Airlines der Lufthansa Group, wie sie ihre Fluggäste über eine Wet-Lease Kooperation informieren wollten.

Mehr zum Thema

ATR 72 von Braathens: Für Austrian Airlines unterwegs.

Austrian Airlines verlängert Zusammenarbeit mit Braathens bis 2027

Auf diesen Strecken plant Austrian Airlines die ATR 72 ein

Auf diesen Strecken plant Austrian Airlines die ATR 72 ein

ATR 72 von Braathens: Zwei fliegen bald für Austrian.

Bald fliegen wieder Turboprops für Austrian Airlines

ticker-austrian

Austrian Airlines setzt Boeing 777 und 787 zwischen Wien und Berlin ein

Video

dubai vertiport 22
Wie funktioniert ein Verkehrsmittel, das es bislang noch gar nicht im kommerziellen Betrieb gibt? In Dubai laufen die letzten Vorbereitungen für den Start von Flugtaxis. Skyports-Manager Gareth Wilson verrät, warum Passagiere gewogen werden, wie schnell der Check-in ablaufen soll und weshalb das Netz mit nur einem einzigen Evtol startet.
gerard al fil
Gérard Al-Fil
Airbus A350 F Erstflug in Toulouse: Der Frachter war vier Stunden in der Luft.
Vier Stunden, 220 Gigabyte Daten und ein Start ohne elektronische Schutzfunktionen: Der Airbus A350 F ist zum ersten Mal geflogen. Was die Crew testete und was den Frachter besonders macht.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies
airbus a350 f erstflug 01
Am Dienstag ist der Airbus-A350-Frachter zum ersten Mal abgehoben. Ende 2027 will der Flugzeugbauer den ersten A350 F aus der Serienproduktion ausliefern. Zwei Kunden kommen für die Premiere infrage.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies
Timo Nowack
Timo Nowack