Eigentlich geht der Trend hin zur Verdichtung: Fluglinien wollen gerne mehr Sitze in der Economy Class unterbringen. Um den Platz dafür zu schaffen, gibt es zwei Möglichkeiten: schlankere Sitze und ein geringerer Sitzabstand. Doch alles hat seine Grenzen.
Das bekam kürzlich die kanadische Westjet zu spüren. Sie hatte den Sitzabstand in ihrer neuen Kabine in Boeing 737-800 und 737 Max 8 in vielen Economy-Reihen auf 28 Zoll (rund 71 Zentimeter) reduziert. So konnte die Airline sechs weitere Sitze unterbringen.
Westjet musste zu größerem Sitzabstand zurückkehren
Auch in Asien, wo dichte Kabinenbestuhlungen bei Airlines besonders beliebt sind, vergrößert nun eine Fluglinie den Sitzabstand. Air Premia teilt mit, dass sie gerade eine eine zweite von insgesamt vier Boeing 787-9 mit bisher je 344 Sitzen umgerüstet hat: Diese Langstreckenjets haben nun 18 Sitze weniger und damit nur noch 326. Im Gegenzug steigt der Sitzabstand in der Economy Class von 31 auf 33 Zoll (von fast 79 auf fast 84 Zentimeter).
Viele Dreamliner von Air Premia haben schon weniger Sitze
Die südkoreanische Fluglinie will im Laufe des Jahres auch alle weiteren Boeing 787-9 umrüsten, die bisher weniger als 33 Zoll Sitzabstand in der Economy Class haben, und dies zum neuen Mindeststandard machen. Air Premia betreibt eine reine 787-9-Flotte.
Derzeit haben von den neun Dreamlinern der Airline drei Exemplare 309 Sitze, davon 253 in der Economy Class (3-3-3 Konfiguration) und 56 in der Premium Economy (2-3-2); zwei der Flugzeuge haben 320 Sitze (264 Economy, 56 Premium Economy); zwei verfügen noch über 344 Plätze (35, 309); und zwei haben schon nur noch 326 Sitze – bei ihnen nennt Air Premia keine Aufteilung. Da die entfernten 18 Sitze aber aus der Economy Class stammen dürften, würde das 35 Plätze in der Premium Economy und 291 in der Economy Class ergeben.
Air Premia verspricht besseres Reiseerlebnis
Die Fluggesellschaft hat ihre Basis am Flughafen Seoul/Incheon. Zu ihrem Netzwerk gehören derzeit in Asien auch Hongkong, Tokio-Narita, Da Nang und Bangkok sowie in den USA die Airports Washington, Honolulu, San Francisco, Los Angeles und Newark.
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