Zwei Bombardier Global 6000 der Flugbereitschaft: 617 von 761 Flügen zwischen Berlin und Köln ohne Passagiere.

FlugbereitschaftNur jeder fünfte Flug mit Passagieren

Zwischen ihren Standorten Berlin und Köln flogen deutsche Regierungsflieger überwiegend ohne Passagiere. Die Flugbereitschaft rechtfertigt mit Positionierungen und Trainings.

Top-Jobs

bwlv

Fluggerätmechaniker (m/w/d)

BWLV-Motorflugschule Hahnweide
Vollzeit
Kirchheim/Teck
Top jobs
Deutschland
Feste Anstellung
Flugschule
Pilatus Logo

Team Leader Account Management

Pilatus Flugzeugwerke AG
Vollzeit
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Flugzeughersteller
Hahnair Logo

Compliance Monitoring Manager (all genders)

Hahn Air Lines GmbH
Vollzeit
Düsseldorf
Top jobs
Deutschland
Feste Anstellung
Luftfahrt
Etihad Job

Captain A320

Etihad Airways
Vollzeit
Abu Dhabi
Top jobs
United Arab Emirates
Feste Anstellung

Die Kritik kommt zu einem ärgerlichen Zeitpunkt. Kommende Woche übernimmt die Flugbereitschaft den ersten von drei Airbus A350. Nach einer Pannenserie mit den beiden bisherigen Airbus A340 bestellte das deutsche Verteidigungsministerium im vergangenen Jahr die neuen Langstreckenflieger als Ersatz.

Zwar wird der erste A350 mit einer vorerst abgespeckten Kabine betrieben. Mit Hinblick auf viele um Jahre verspätete Anschaffungsprojekte der Bundeswehr wirkt die kurze Beschaffungsdauer des A350 dennoch rekordverdächtig. Eine Anfrage im Bundestag zerrt die Flugbereitschaft derzeit aber wegen eines anderen Grundes ins Rampenlicht.

«Irre»

In einer Anfrage wollte die Partei Die Grünen wissen, wie viele Flüge die Flugbereitschaft vom April 2019 bis zum April 2020 zwischen ihren Standorten Berlin und Köln unternahm. Heikel war dabei, dass sie auch den Anteil der Leerflüge erfragte. Mehr als 80 Prozent dieser Flüge fanden ohne Passagiere statt, so das Resultat.

Von insgesamt 761 Flügen sind 617 Leerflüge gewesen, heißt es in der Antwort des Bundesverteidigungsministeriums. Kritik hagelt es von den Anfragestellern. Stefan Gelbhaar, Verkehrspolitiker der Grünen, nannte den Umstand gegenüber der Nachrichtenagentur DPA «irre». Angesichts der aktuellen Klimadebatte fordert er eine rasche Besserung.

Positionierungs- und Trainingsflüge

Das Bundesverteidigungsministeriums rechtfertigt sich bereits in der Antwort auf die Anfrage. Viele Leerflüge sind Positionierungsflüge, die sich aufgrund der Standorte in Köln und Berlin ergeben. Gilt es, Politiker ab Berlin zu fliegen, müssen Regierungsflieger von Köln leer übersetzen und anschließend auch dorthin leer zurückfliegen, schreibt das Ministerium.

Auch kommt es zu Leerflügen, weil  Ersatzflugzeuge bereitgestellt werden müssen. «Grundsätzlich dienen alle Flüge ohne Passagiere auch der Aus- und Weiterbildung der Besatzungen im Rahmen der festgelegten Trainingsprogramme», schreibt das Bundesverteidigungsministerium weiter.

Mehr zum Thema

Vorschau auf den kommenden A321 LR der Flugbereitschaft: Mehr Kapazitäten.

Neue Airbus A321 LR werden fliegende Krankenhäuser

Der erste der drei Bombardier Global 6000 der Flugbereitschaft: Der Jet...

Nun stehen drei Global 6000 für die Kanzlerin bereit

Regierungsjet hat offenbar Totalschaden

Regierungsjet hat offenbar Totalschaden

Flugzeug von Etihad in Frankfurt, im Hintergrund unter anderem Condor-Jets: Die Fluglinien aus den Emiraten dominieren das Geschäft.

Die Machtverhältnisse am Himmel zwischen Deutschland und den Emiraten

Video

Airbus A350 F Erstflug in Toulouse: Der Frachter war vier Stunden in der Luft.
Vier Stunden, 220 Gigabyte Daten und ein Start ohne elektronische Schutzfunktionen: Der Airbus A350 F ist zum ersten Mal geflogen. Was die Crew testete und was den Frachter besonders macht.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies
airbus a350 f erstflug 01
Am Dienstag ist der Airbus-A350-Frachter zum ersten Mal abgehoben. Ende 2027 will der Flugzeugbauer den ersten A350 F aus der Serienproduktion ausliefern. Zwei Kunden kommen für die Premiere infrage.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies
Timo Nowack
Timo Nowack
Ex-Swissair-Sprecher Urs Peter Naef: «»
Als die Nachricht vom Absturz vor Halifax eintraf, war das Krisenhandbuch der Swissair-Kommunikationsabteilung noch nicht fertig. Medienverantwortlicher Urs Peter Naef musste improvisieren - und zugleich die Angehörigen vor aufdringlichen Medien schützen. Seine wichtigste Lehre aus der Katastrophe: «Steh zu dem, was passiert ist, und zeig Flagge.»
Christopher Scheffelmeier
Christopher Scheffelmeier