Detailansicht eines Airbus A340 von Finnair: Unklare Aussichten.

Finnair in der Klemme

Zwar flog die finnische Airline letztes Jahr seit langem wieder einmal Gewinn ein. Doch ohne weitere Einsparungen sieht ihre Zukunft düster aus.

Top-Jobs

bwlv

Fluggerätmechaniker (m/w/d)

BWLV-Motorflugschule Hahnweide
Vollzeit
Kirchheim/Teck
Top jobs
Deutschland
Feste Anstellung
Flugschule
Pilatus Logo

Team Leader Account Management

Pilatus Flugzeugwerke AG
Vollzeit
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Flugzeughersteller
Hahnair Logo

Compliance Monitoring Manager (all genders)

Hahn Air Lines GmbH
Vollzeit
Düsseldorf
Top jobs
Deutschland
Feste Anstellung
Luftfahrt
Etihad Job

Captain A320

Etihad Airways
Vollzeit
Abu Dhabi
Top jobs
United Arab Emirates
Feste Anstellung

span>Mika Vehvilainen könnte eigentlich stolz sein. Der Vorstandschef von Finnair schaffte es, seine Fluggesellschaft zum ersten Mal in vier Jahren in die schwarzen Zahlen zu bringen. Für 2012 wies sie einen kleinen Betriebsgewinn von 45 Millionen Euro aus. Um das zu erreichen, leitete der Manager vor zwei Jahren ein drastisches Sparprogramm ein. Diverse Leistungen wurden dabei an außenstehende Partner ausgelagert und viele der europäischen Strecken an die britische Fluglinie Flybe abgegeben. 140 Millionen Euro jährlich wurden dadurch eingespart. Doch das reichte noch nicht. 2012 verschärfte Vehvilainen den Sparkurs nochmals deutlich. Er kürzte die Ausgaben um weitere 60 Millionen.

Auch das ist aber noch nicht genug. «Bei den Personalkosten sind wir noch immer teurer als unsere Konkurrenten», erklärte Vehvilainen vergangene Woche gegenüber der Nachrichtenagentur Reuters. Die Kollektivverträge seien auf Dauer unhaltbar. Die Gewerkschaften haben traditionell starken Einfluss bei der finnischen Nationalairline. Gleich zwei Topmanager von Finnair kündigten deshalb in den letzten Jahren frustriert ihren Job. Diesen Widerstand zu brechen, überlässt der Noch-Chef nun seinem Nachfolger. Vehvilainen verlässt Finnair Ende Februar.

Probleme in Europa

Und noch etwas muss der künftige Finnair-Lenker in den Augen vieler Experten erledigen. Er muss die Kosten im unprofitablen Kurzstreckengeschäft weiter drücken - wenn nötig auch mit weiteren Partnerschaften. Nur so kann sich Finnair auf die attraktiven Langstreckenangebote konzentrieren. Die Airline bietet besonders viele Asienflüge an, weil die Route über das Drehkreuz Helsinki im Norden die schnellste von Europa nach Fernost ist und die Finnen so einen geographischen Vorteil gegenüber der Konkurrenz aufweisen. Finnair gehört zu 55 Prozent dem Staat.

Mehr zum Thema

Emirates und Dubai: Zwei Schwergewichte der Luftfahrt, die zuletzt Passagiereinbrüche verzeichneten.

Wer zählt am meisten Passagiere?

ticker-atc

Europas Luftverkehr erreicht erneut Rekordniveau: 37.640 Flüge an einem Tag

Airbus A330 von Sir Lankan Airlines in Colombo: Die Fluglinie will mehr Langstreckenjets.

Sri Lankan Airlines will forsch wachsen - doch es fehlen Flugzeuge

Ryanair: Wie viele Flugzeuge hat die Airline-Gruppe?

Können Sie diese Falschaussagen über die Luftfahrt aufdecken?

Video

Kälin
Mit der Rückkehr der Angehörigen aus Kanada war die Arbeit für die Swissair längst nicht beendet. Persönliche Gegenstände mussten zurückgegeben, Gedenkveranstaltungen organisiert und Familien weiter begleitet werden. Der Ehemalige Finanzchef Walter Kälin blickt auf die Herausforderungen zurück – und erklärt, wie die Erfahrungen von damals die heutige Krisenbetreuung prägen
Christopher Scheffelmeier
Christopher Scheffelmeier
Ex-Swissair-Personalchef Matthias Mölleney zum Unglück von Flug SR1111: «...»
Als Flug SR111 von Swissair vor Halifax abstürzte, war Matthias Mölleney erst seit 95 Tagen Personalchef der Airline. Plötzlich musste er die Angehörigen und Mitarbeitenden betreuen und zugleich den Flugbetrieb aufrechterhalten. Fast drei Jahrzehnte später erinnert er sich an die schwersten Tage seiner Karriere – und an die Lehren für das spätere Grounding.
Christopher Scheffelmeier
Christopher Scheffelmeier
aeroTELEGRAPH-Herausgeber Stefan Eiselin zum Unglück von Flug SR1111: «»
Rauch im Cockpit, ausfallende Instrumente und schließlich ein nicht mehr kontrollierbares Flugzeug: Der Absturz von Flug SR111 von Swissair kostete 229 Menschen das Leben. Die Erkenntnisse aus der Katastrophe führten später zu neuen Sicherheitsregeln – und wirken bis heute nach.
Christopher Scheffelmeier
Christopher Scheffelmeier