Detailansicht eines Airbus A340 von Finnair: Unklare Aussichten.

Finnair in der Klemme

Zwar flog die finnische Airline letztes Jahr seit langem wieder einmal Gewinn ein. Doch ohne weitere Einsparungen sieht ihre Zukunft düster aus.

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Luftfahrt

span>Mika Vehvilainen könnte eigentlich stolz sein. Der Vorstandschef von Finnair schaffte es, seine Fluggesellschaft zum ersten Mal in vier Jahren in die schwarzen Zahlen zu bringen. Für 2012 wies sie einen kleinen Betriebsgewinn von 45 Millionen Euro aus. Um das zu erreichen, leitete der Manager vor zwei Jahren ein drastisches Sparprogramm ein. Diverse Leistungen wurden dabei an außenstehende Partner ausgelagert und viele der europäischen Strecken an die britische Fluglinie Flybe abgegeben. 140 Millionen Euro jährlich wurden dadurch eingespart. Doch das reichte noch nicht. 2012 verschärfte Vehvilainen den Sparkurs nochmals deutlich. Er kürzte die Ausgaben um weitere 60 Millionen.

Auch das ist aber noch nicht genug. «Bei den Personalkosten sind wir noch immer teurer als unsere Konkurrenten», erklärte Vehvilainen vergangene Woche gegenüber der Nachrichtenagentur Reuters. Die Kollektivverträge seien auf Dauer unhaltbar. Die Gewerkschaften haben traditionell starken Einfluss bei der finnischen Nationalairline. Gleich zwei Topmanager von Finnair kündigten deshalb in den letzten Jahren frustriert ihren Job. Diesen Widerstand zu brechen, überlässt der Noch-Chef nun seinem Nachfolger. Vehvilainen verlässt Finnair Ende Februar.

Probleme in Europa

Und noch etwas muss der künftige Finnair-Lenker in den Augen vieler Experten erledigen. Er muss die Kosten im unprofitablen Kurzstreckengeschäft weiter drücken - wenn nötig auch mit weiteren Partnerschaften. Nur so kann sich Finnair auf die attraktiven Langstreckenangebote konzentrieren. Die Airline bietet besonders viele Asienflüge an, weil die Route über das Drehkreuz Helsinki im Norden die schnellste von Europa nach Fernost ist und die Finnen so einen geographischen Vorteil gegenüber der Konkurrenz aufweisen. Finnair gehört zu 55 Prozent dem Staat.

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