Crash eines fiktiven Modells Antonow An-500 in «2012»: Im Flieger nicht zu sehen.

Keine Crashs im Flugzeug

Filme gehören zum Langstreckenflug dazu. Doch was man an Bord sieht, entspricht oft nicht dem, was man im Kino unter dem gleichen Titel zu sehen bekommt.

Top-Jobs

bwlv

Fluggerätmechaniker (m/w/d)

BWLV-Motorflugschule Hahnweide
Vollzeit
Kirchheim/Teck
Top jobs
Deutschland
Feste Anstellung
Flugschule
Pilatus Logo

Team Leader Account Management

Pilatus Flugzeugwerke AG
Vollzeit
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Flugzeughersteller
Hahnair Logo

Compliance Monitoring Manager (all genders)

Hahn Air Lines GmbH
Vollzeit
Düsseldorf
Top jobs
Deutschland
Feste Anstellung
Luftfahrt
Etihad Job

Captain A320

Etihad Airways
Vollzeit
Abu Dhabi
Top jobs
United Arab Emirates
Feste Anstellung

Erinnern Sie sich an den letzten Film an Bord eines Flugzeugs: Gab es darin einen Flugzeugabsturz? Explodierte etwa ein Flieger oder hatte er irgendwelche Probleme? Ziemlich sicher lautet Ihre Antwort «Nein». Kein Wunder, denn Filme, die an Bord gezeigt werden, werden zuvor bearbeitet. Unfälle mit Flugzeugen verschwinden bei dieser Zensur. Schließlich wollen die Airlines die Flugangst ihrer Passagiere nicht noch zusätzlich befeuern. So fehlt in der Flugzeug-Version des Katastrophenfilms «2012» plötzlich der Absturz eines fiktiven Modells Antonow An-500 (siehe unten) oder im Brad-Pitt-Film «World War Z» die Explosion eines Flugzeugs.

«Wir können negative Szenen mit Flugzeugen nicht im In-Flight-Entertainment zeigen. Das schließt Abstürze, Turbulenzen oder Entführungen ein», klärt IFE Services auf. Das amerikanische Unternehmen beliefert mehr als fünfzig Airlines weltweit mit Filmen. Zu den Kunden gehören etwa Emirates, Singapore Airlines oder die brasilianische TAM. Auch Konkurrentin Spafax mit Kunden wie Austrian, Lufthansa oder Swiss editiert die Filme. Denn sie sollen für das breite Publikum akzeptabel sein. Die Kinostreifen werden darum auch sprachlich angepasst. Kraftausdrücke oder explizite Sprache verschwinden dabei. Sex- oder Gewaltszenen werden genauso herausgeschnitten. Schließlich sitzen auch Kinder im Flugzeug.

George Clooneys Wandlung

Das geht sehr weit, wie etwa das Beispiel des Filmes «Up in the Air» zeigt. Darin erklärt Vielflieger Ryan Bingham (George Clooney) seiner Assistentin, wie man am schnellsten durch die Sicherheitskontrolle komme. Nie solle man sich hinter alte Leute stellen, sondern hinter Asiaten. «Die packen wenig ein, reisen effizient und lieben Schlupfschuhe», sagt er da. In der Flugzeugversion wird aus Asiaten einfach Businessleute - wohl weil einige asiatische Passagiere die Bemerkung als rassistisch hätten einstufen können.

In der Bordversion der Komödie «Die Ex-Freundinnen meines Freundes» («Little Black Book») kommt die Gynäkologin Rache Keyes vor. Sie schreib im Film ein buch mit dem Titel «Keyes to your Vagina» (in etwa Schlüssel zu ihrer Vagina), in der Airline-Version steht auf dem Buchdeckel «Keyes to your Fertility» (Schlüssel zu ihrer Fruchtbarkeit). Die Passagiere werden darüber informiert, die meisten überlesen es vermutlich aber. Vor jeden Film erscheint nämlich eine kleine Einblendung: «Der Inhalt wurde für dieses Format bearbeitet.»

Mehr zum Thema

Weinen: Im Flugzeug häufiger.

Weshalb Passagiere wirklich weinen

Kaffee? Bestellt man bei Arkefly via Smartphone.

Tui lässt Passagiere in die Wolke

Schwarzer Bildschirm: So sieht es bald bei TAP aus.

TAP knipst TV-Bildschirme aus

Filme und Serie: Bei Transavia kommen sie aufs Tablet oder Smartphone.

Transavia lässt sich was Neues einfallen

Video

Kälin
Mit der Rückkehr der Angehörigen aus Kanada war die Arbeit für die Swissair längst nicht beendet. Persönliche Gegenstände mussten zurückgegeben, Gedenkveranstaltungen organisiert und Familien weiter begleitet werden. Der Ehemalige Finanzchef Walter Kälin blickt auf die Herausforderungen zurück – und erklärt, wie die Erfahrungen von damals die heutige Krisenbetreuung prägen
Christopher Scheffelmeier
Christopher Scheffelmeier
Ex-Swissair-Personalchef Matthias Mölleney zum Unglück von Flug SR1111: «...»
Als Flug SR111 von Swissair vor Halifax abstürzte, war Matthias Mölleney erst seit 95 Tagen Personalchef der Airline. Plötzlich musste er die Angehörigen und Mitarbeitenden betreuen und zugleich den Flugbetrieb aufrechterhalten. Fast drei Jahrzehnte später erinnert er sich an die schwersten Tage seiner Karriere – und an die Lehren für das spätere Grounding.
Christopher Scheffelmeier
Christopher Scheffelmeier
aeroTELEGRAPH-Herausgeber Stefan Eiselin zum Unglück von Flug SR1111: «»
Rauch im Cockpit, ausfallende Instrumente und schließlich ein nicht mehr kontrollierbares Flugzeug: Der Absturz von Flug SR111 von Swissair kostete 229 Menschen das Leben. Die Erkenntnisse aus der Katastrophe führten später zu neuen Sicherheitsregeln – und wirken bis heute nach.
Christopher Scheffelmeier
Christopher Scheffelmeier