Crash eines fiktiven Modells Antonow An-500 in «2012»: Im Flieger nicht zu sehen.

Keine Crashs im Flugzeug

Filme gehören zum Langstreckenflug dazu. Doch was man an Bord sieht, entspricht oft nicht dem, was man im Kino unter dem gleichen Titel zu sehen bekommt.

Top-Jobs

Goldeck Logo

Kapitän Pilatus PC-12NGX (f/m/d)

Goldeck-Flug Gesellschaft m.b.H.
Vollzeit
Top jobs
Wien / Wiener Neustadt
Österreich
Feste Anstellung
Business Aviation
Sparfell Logo

Captain/First Officer Embraer 550 / Legacy 500 (m/f)

SPARFELL Luftfahrt GmbH
Vollzeit
Vienna
Top jobs
Österreich
Feste Anstellung
Business Aviation
Pilatus Logo

Mechaniker Flugzeugkomponenten (a)

Pilatus Flugzeugwerke AG
Vollzeit
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Flugzeughersteller

Erinnern Sie sich an den letzten Film an Bord eines Flugzeugs: Gab es darin einen Flugzeugabsturz? Explodierte etwa ein Flieger oder hatte er irgendwelche Probleme? Ziemlich sicher lautet Ihre Antwort «Nein». Kein Wunder, denn Filme, die an Bord gezeigt werden, werden zuvor bearbeitet. Unfälle mit Flugzeugen verschwinden bei dieser Zensur. Schließlich wollen die Airlines die Flugangst ihrer Passagiere nicht noch zusätzlich befeuern. So fehlt in der Flugzeug-Version des Katastrophenfilms «2012» plötzlich der Absturz eines fiktiven Modells Antonow An-500 (siehe unten) oder im Brad-Pitt-Film «World War Z» die Explosion eines Flugzeugs.

«Wir können negative Szenen mit Flugzeugen nicht im In-Flight-Entertainment zeigen. Das schließt Abstürze, Turbulenzen oder Entführungen ein», klärt IFE Services auf. Das amerikanische Unternehmen beliefert mehr als fünfzig Airlines weltweit mit Filmen. Zu den Kunden gehören etwa Emirates, Singapore Airlines oder die brasilianische TAM. Auch Konkurrentin Spafax mit Kunden wie Austrian, Lufthansa oder Swiss editiert die Filme. Denn sie sollen für das breite Publikum akzeptabel sein. Die Kinostreifen werden darum auch sprachlich angepasst. Kraftausdrücke oder explizite Sprache verschwinden dabei. Sex- oder Gewaltszenen werden genauso herausgeschnitten. Schließlich sitzen auch Kinder im Flugzeug.

George Clooneys Wandlung

Das geht sehr weit, wie etwa das Beispiel des Filmes «Up in the Air» zeigt. Darin erklärt Vielflieger Ryan Bingham (George Clooney) seiner Assistentin, wie man am schnellsten durch die Sicherheitskontrolle komme. Nie solle man sich hinter alte Leute stellen, sondern hinter Asiaten. «Die packen wenig ein, reisen effizient und lieben Schlupfschuhe», sagt er da. In der Flugzeugversion wird aus Asiaten einfach Businessleute - wohl weil einige asiatische Passagiere die Bemerkung als rassistisch hätten einstufen können.

In der Bordversion der Komödie «Die Ex-Freundinnen meines Freundes» («Little Black Book») kommt die Gynäkologin Rache Keyes vor. Sie schreib im Film ein buch mit dem Titel «Keyes to your Vagina» (in etwa Schlüssel zu ihrer Vagina), in der Airline-Version steht auf dem Buchdeckel «Keyes to your Fertility» (Schlüssel zu ihrer Fruchtbarkeit). Die Passagiere werden darüber informiert, die meisten überlesen es vermutlich aber. Vor jeden Film erscheint nämlich eine kleine Einblendung: «Der Inhalt wurde für dieses Format bearbeitet.»

Mehr zum Thema

Weinen: Im Flugzeug häufiger.

Weshalb Passagiere wirklich weinen

Kaffee? Bestellt man bei Arkefly via Smartphone.

Tui lässt Passagiere in die Wolke

Schwarzer Bildschirm: So sieht es bald bei TAP aus.

TAP knipst TV-Bildschirme aus

Filme und Serie: Bei Transavia kommen sie aufs Tablet oder Smartphone.

Transavia lässt sich was Neues einfallen

Video

Der Airbus A350-1000 ULR mit der Kennung F-WULR ist um 10:43 Ortszeit zum ersten Mal auf australischem Boden gelandet.
Ohne Passagiere, aber mit über tausend Sensoren an Bord, ist der erste Airbus A350-1000 ULR für Qantas Project Sunrise in Melbourne gelandet. Der Testjet legte die Strecke von Toulouse in nicht ganz 20 Stunden zurück, noch in unlackierter Green Livery.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies
Die VA-1X von Vertical Aerospace: Zeigte in Farnborough, was sie kann.
Elektrische Senkrechtstarter gelten als eines der Zukunftsthemen der Luftfahrt. Auf der Farnborough Airshow demonstrierte Vertical Aerospace eindrucksvoll die Fähigkeiten seines Prototyps. Bis Passagiere regelmäßig mit Evtols fliegen, dürfte allerdings noch einige Zeit vergehen.
Stefan Eiselin
Stefan Eiselin
Airbus A340-300 von Mahan Air bei der Landung im Jemen: Der Airport ist seit zehn Jahren gesperrt.
Ein Airbus A340 von Mahan Air weicht auf einen seit über zehn Jahren gesperrten Flughafen aus, nachdem Regierungstruppen die Landebahn in Sanaa beschossen haben. Die Regierung hat den gesamten Luftverkehr ausgesetzt.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies