Blick aus einem Dreamliner: Die FAA schaut Boeing genau auf die Finger.

Wegen ProduktionsproblemenUS-Luftfahrtbehörde wird jeden Dreamliner einzeln prüfen

Eigentlich hatte die FAA Teile der Zertifizierung an Boeing ausgelagert. Doch wegen den Problemen mit der Boeing 787 übernimmt sie nun selbst.

Top-Jobs

Goldeck Logo

Inflight Service Personnel (M/F/D)

Feste Anstellung
Business Aviation
Goldeck-Flug GmbH
Österreich
Vollzeit
Top jobs
Wien/LOWW/VIE
Pilatus Logo

Mechaniker & Spengler

Flugzeughersteller
Pilatus Flugzeugwerke AG
Schweiz
Vollzeit
Top jobs
Feste Anstellung
Weeze

Verkehrsleiter vom Dienst (w/m/x)

Flughafen Niederrhein GmbH
Weeze
Feste Anstellung
Deutschland
Vollzeit
Top jobs
DERTOUR Logo

Virtuelle Reisebetreuung (m/w/d)

Reiseveranstalter
DERTOUR Destination Services AG
Home Office
Vollzeit
Top jobs

Das System heißt Organization Designation Authorization, kurz ODA. Es ermöglicht der Luftfahrtbehörde der USA, Aufgaben an Unternehmen zu delegieren, die sie überwacht. Genutzt wurde es unter anderem bei der Zertifizierung von Flugzeugen.

Aufmerksamkeit bekam das ODA-System, nachdem bekannt wurde, dass es bei Zertifizierung der Boeing 737 Max Probleme gab. Die Federal Aviation Administration FAA gelobte Besserung und überarbeitete die Prozesse. Doch offenbar reicht das nicht aus.

1000 fliegende Dreamliner mit Problemen

Die Behörde teilte laut einem Bericht der Seattle Times Boeing am Dienstag (15. Februar) mit, dass sie, sobald sie die Wiederaufnahme der Auslieferungen genehmigt, jeden neu gebauten Dreamliner einer Endkontrolle unterziehen wird. Erst dann wird das Lufttüchtigkeitszeugnis ausgestellt, welches das Flugzeug zur Beförderung von Passagieren zulässt.

Bei der Produktion der 787 kämpft Boeing seit geraumer Zeit mit Problemen. Ende November wurde bekannt, dass 1000 sich in Betrieb befindende Dreamliner von verschiedenen Problemen betroffen sind. Diese reichen von Verunreinigungen von Kohlefaser-Verbundmaterial, aus dem große Teile von Rumpf, Flügel und Heck hergestellt werden, über Fehler bei den Titanlegierungen bis zu Türen, die nicht funktionieren wie sie sollen.

Bereits im Frühjahr begonnen

Dass man die Zertifizierung selbst übernehme, ermögliche es, «die Wirksamkeit der Maßnahmen zu bestätigen, die Boeing zur Verbesserung des 787-Fertigungsprozesses ergriffen hat», erklärte die FAA in einer Erklärung. Man werde die Ausstellung der Zertifikate so lange selbst übernehmen, bis sichergestellt sei, dass Boeing die Probleme in den Griff bekommen hat und die Liefer- und Produktionsprozesse stabil laufen, so die Luftfahrtbehörde der USA in dem Schreiben, aus dem die Seattle Times zitiert.

Bereits im vergangenen Jahr hatte die FAA einen ähnlichen Schritt unternommen. Im März erklärte sie, bei vier Dreamlinern die Zertifizierung selbst vorzunehmen. Bei Bedarf könne das auch bei weiteren Exemplaren erfolgen, so die Behörde schon damals  in einer Stellungnahme. Der jetzige Schritt scheint die Konsequenz davon zu sein.

Mehr zum Thema

Boeing 787 für Lufthansa: So soll der Flieger aussehen.

Muss Lufthansa noch länger auf ihre Boeing 787 warten?

Boeing 787 Dreamliner: Auf ein Produktionsproblem folgt das nächste.

1000 fliegende Dreamliner haben ein Problem

Boeing 787 von American Airlines: Die Fluggesellschaft wartet auf 13 Exemplare.

Dreamliner-Probleme bremsen Euphorie von American Airlines

boeing produktion (3)

Boeing triumphiert bei den Bestellungen, Airbus bei den Auslieferungen

Video

An einem Airbus A321 Neo: GTF-Triebwerk von Pratt & Whitney.
Der Chef des weltgrößten Leasingunternehmens hat Ratschläge für Fluggesellschaften mit Triebwerken der neuesten Generation. Aengus Kelly warnt vor Problemen und Herausforderungen sowohl bei Kurz- als auch Langstreckenflugzeugen.
Timo Nowack
Timo Nowack
airbusa350edelweissbusinesssuite003
Alles neu bei Edelweiss: Die Schweizer Ferienfluglinie stellt ihre komplett neu entwickelte Airbus-A350-Kabine vor. Premium Economy, Business Suite und ein aufgewertetes Design sollen das Langstreckenerlebnis neu definieren – ohne die Ferien-DNA zu verlieren. Genau darin liegt die Chance. Und das Risiko.
Luca La Rocca
Luca La Rocca
united airlines airbus a321 neo nosewheel
Harte Landung in Orlando: Ein Airbus A321 Neo von United Airlines hat bei der Ankunft in Orlando eines der Räder des Bugfahrwerkes verloren.
Timo Nowack
Timo Nowack