Bombardier Q400 von Eznis: Nun stehen die Maschinen am Boden.

Grounding in der Mongolei

Eznis Airways war die größte Anbieterin von Inlandsflügen in der Mongolei. Noch vor kurzem hatte sie Expansionspläne. Nun stellte die Fluglinie den Betrieb ein.

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Eigentlich war es ganz anders gedacht. Eznis Airways wollte wachsen. Im Inland war die größte private Fluggesellschaft der Mongolei die Nummer eins. Sie bot im Land, das viereinhalb Mal so groß wie Deutschland ist, mehr Strecken an als jede andere Fluglinie. Darum wollte sie auch vermehrt ins Ausland expandieren. Doch es kam anders. Die wenigen Routen in die Nachbarländer wurden sogar eingestellt. Der große Sprung nach vorn blieb aus.

Und nun kommt es für Eznis Airways das dicke Ende. Wie die Fluggesellschaft am Donnerstag (22. Mai) bekannt gab, stellt sie nach sieben Jahren ihren Betrieb ein. Als Grund nannte das Management «finanzielle Schwierigkeiten und das schwierige Umfeld in der Luftfahrtbranche». Die Führung und die Aktionäre hätten in den letzten Jahren alles getan, um zu überleben, Arbeitsplätze zu erhalten und die Passagiere zufrieden stellen zu können. Doch man könnte die Verluste einfach nicht mehr tragen können. Die zwei Dash 8-400 und die Saab 340B in der Flotte werden gegroundet.

Eznis lässt eine Hintertüre offen

Auch in der Mongolei wurde die Konkurrenz in den vergangenen Jahren härter, weil auch neue Anbieter in den Markt eintraten. Den Passagieren bleiben nun im Inland Aero Mongolia und Hunnu Air als Alternativen. Gewisse Routen werden aber nicht mehr bedient oder sind nur noch mit Umsteigen erreichbar. Eznis lässt denn auch eine Hintertüre offen: Das Grounding gilt für eine «unbestimmte Zeit».

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