Airbus A380 von Singapore Airlines: Sie fliegen schon bis zu neun Jahre für die Fluggesellschaft.

Ex-Jets von Singapore AirlinesZwei Airbus A380 werden Ersatzteilspender

Keine Neuvermietung, kein Verkauf. Die Fondsgesellschaft Dr. Peters Group hat beschlossen, zwei ihrer Airbus A380 in Einzelteile zu zerlegen und diese dann zu verkaufen.

Top-Jobs

Goldeck Logo

Kapitän Pilatus PC-12NGX (f/m/d)

Goldeck-Flug Gesellschaft m.b.H.
Vollzeit
Top jobs
Wien / Wiener Neustadt
Österreich
Feste Anstellung
Business Aviation
Sparfell Logo

Captain/First Officer Embraer 550 / Legacy 500 (m/f)

SPARFELL Luftfahrt GmbH
Vollzeit
Vienna
Top jobs
Österreich
Feste Anstellung
Business Aviation
Pilatus Logo

Mechaniker Flugzeugkomponenten (a)

Pilatus Flugzeugwerke AG
Vollzeit
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Flugzeughersteller

Seit sieben Monaten steht er geparkt am Aéroport de Tarbes-Lourdes-Pyrénées. Und nun ist klar, dass der Airbus A380 mit der Seriennummer 003 nie mehr fliegen wird. Die Eigentümerin Dr. Peters Group hat beschlossen, das Flugzeug in seine Einzelteile zu zerlegen und auszuweiden.

Man habe sich für einen sukzessiven Verkauf der Komponenten entschieden, erklärte die Fondsgesellschaft aus Dortmund am Dienstag (5. Juni). Das gleiche Schicksal erleidet der A380 mit der Seriennummer 005, der im Februar aus dem Verkehr gezogen und in Tarbes geparkt wurde. Beide Superjumbos waren vor ihrer Stilllegung zehn Jahre lang für Singapore Airlines geflogen. Da es sich um frühe Exemplare handelt sind sie schwerer und daher weniger effizient als spätere A380.

Bedarf an Ersatzteilen

«Nach umfangreichen und intensiven Verhandlungen mit verschiedenen Airlines wie British Airways, Hi Fly und Iran Air» habe man sich für diesen Weg entschieden, so Dr. Peters in einer Mitteilung. Sowohl ein neuer Leasingvertrag als auch ein Verkauf der beiden A380 hätten finanziell kein befriedigendes Ergebnis gebracht, erklärt das Finanzunternehmen. «Mit dem jetzt erarbeiteten Konzept können die Investoren über einen Zeitraum von rund zwei Jahren weitere hohe Auszahlungen erwarten», so Dr. Peters.

Mit der Zerlegung und dem Verkauf der Einzelteile der Airbus A380 hat Dr. Peters die amerikanische Spezialistin VAS Aero Services beauftragt. Der Verkauf werde bis Ende 2020 dauern, heißt es. Insgesamt rechnen die Verantwortlichen mit Einnahmen von 45 Millionen Dollar. «Zahlreiche Airlines, die aktuell den A380-800 einsetzen, werden aufgrund von anstehenden Wartungsintervallen einen hohen Bedarf an einzelnen Ersatzkomponenten habe», so die Begründung.

Triebwerke vermieten

Für den bestehenden Triebwerkleasing-Vertrag mit Rolls-Royce sucht Dr. Peters eine separate Lösung. Idealerweise können sie weitervermietet werden. Ende 2020 sollen die A380-Motoren dann verkauft werden. Dem gesamten Plan müssen allerdings Ende Juni noch die Anteilseigner zustimmen.

Mehr zum Thema

Der Airbus A380 von Global Airlines: Soll vor Jahresende wider fliegen.

Global Airlines will weiteres Flugzeug - und die Malediven ansteuern

Airbus A380 von Emirates: 15 der Superjumbos der Fluglinie müssen zur Detail-Inspektion.

Airbus A380 von Emirates und Qantas müssen schnell zur Flügelinspektion

Airbus A380 von Qatar Airways: Zurück im Einsatz.

Qatar Airways fliegt wieder mit dem Airbus A380 - aber nur mit halb so vielen wie vor dem Iran-Krieg

Airbus A380 von Emirates in Frankfurt: Aktuell nicht dort zu sehen.

Deutschland muss vorübergehend ohne Airbus A380 von Emirates auskommen

Video

Airbus A340-300 von Mahan Air bei der Landung im Jemen: Der Airport ist seit zehn Jahren gesperrt.
Ein Airbus A340 von Mahan Air weicht auf einen seit über zehn Jahren gesperrten Flughafen aus, nachdem Regierungstruppen die Landebahn in Sanaa beschossen haben. Die Regierung hat den gesamten Luftverkehr ausgesetzt.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies
boeing 787 dreamliner fenster knopf
Die Boeing 787 hat elektronisch dimmbare Kabinenfenster. Die Knöpfe für deren Bedienung müssen jedoch immer wieder ersetzt werden - auch, weil Fluggäste unnötig häufig drücken.
Timo Nowack
Timo Nowack
Ilyushin Il-114-300: Nur eingeschränkt zugelassen
Die russische Luftfahrtbehörde hat der Ilyushin Il-114-300 die Musterzulassung erteilt. Doch der Schritt hat einen Haken: Das neue Regionalflugzeug darf zunächst nur unter sehr eingeschränkten Bedingungen abheben.
Laura Frommberg
Laura Frommberg