A320 von Eurowings: Wie viele Flüge ausfallen, steht noch nicht fest.

Pilotenstreik von Montag bis Mittwoch Eurowings-Management zum Streik: «Jedes Maß und jede Mitte verloren»

Kein versöhnlicher Ton: Eurowings wirft den streikenden Pilotinnen und Piloten die Gefährdung von Arbeitsplätzen im Cockpit und anderswo vor.

Top-Jobs

Pilatus Logo

Team Leader Account Management

Pilatus Flugzeugwerke AG
Vollzeit
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Flugzeughersteller
HahnAir

Compliance Monitoring Manager (all genders)

Hahn Air Lines GmbH
Vollzeit
Düsseldorf
Top jobs
Deutschland
Feste Anstellung
Luftfahrt
Etihad Job

Captain A320

Etihad Airways
Vollzeit
Abu Dhabi
Top jobs
United Arab Emirates
Feste Anstellung
Etihad Job

First Officer A320

Abu Dhabi
Feste Anstellung
Etihad Airways
United Arab Emirates
Vollzeit
Top jobs

Das Verhältnis zwischen Vereinigung Cockpit und Eurowings scheint derzeit nicht einfach zu sein. Bei Schwester Lufthansa war es gelungen, sich zu einigen. Bei der Billigairline beklagt die Gewerkschaft der Pilotinnen und Piloten, die Arbeitgeberseite weigere sich weiter, ein verhandlungsfähiges Angebot vorzulegen, wie es in einer Mitteilung vom Samstag (15. Oktober) heißt. «Die Verhandlungen sind daher gescheitert.»

Die Folge: Drei Tage streiken die Besatzungen Anfang kommender Woche. Schon beim ersten Streik am 6. Oktober war die Hälfte der rund 500 geplanten Flüge ausgefallen. Rund 30.000 Reisende waren betroffen.

Kein versöhnlicher Ton

Versöhnlich klingt es auch von Seiten Eurowings nicht. «Ich bedaure zutiefst, dass der erneute Streikaufruf der Vereinigung Cockpit zuallererst wieder unsere Gäste trifft und möchte mich für die daraus entstehenden Unannehmlichkeiten entschuldigen», lässt sich Finanz- und Personalchef Kai Duve zitieren. «Wir tun alles in unserer Macht stehende, um die Auswirkungen dieses Streiks so gering wie möglich zu halten, inklusive der Umbuchung auf Partnerairlines der Lufthansa Group.»

Die Gewerkschaft «gefährdet mit der neuerlichen Streikdrohung mutwillig die Zukunft von Eurowings Deutschland», so Duve weiter. Man habe der Gewerkschaft ein Entlastungspaket angeboten, das in der Branche einzigartig sei. «Von 14 zusätzlich geforderten freien Tagen pro Jahr haben wir zehn Tage mehr bereits angeboten, darüber hinaus eine Reduktion der Wochenarbeitszeit um zwei Stunden. Das alles nach zwei Jahren Pandemie, die unsere gesamte Branche fast in den wirtschaftlichen Ruin getrieben hätte», so Duve.

Arbeitsplätze gefährdet?

Wenn die Gewerkschaft die Pläne so durchziehe, dann gefährde sie laut Duve Arbeitsplätze - nicht nur im Cockpit. «Sie zwingt Eurowings unausweichlich in eine Schrumpfung des deutschen Flugbetriebs.»

Die Tatasche, dass die Gewerkschaft kein verhandlungsfähiges Angebot sehen wolle, zeige, dass man «jedes Maß und jede Mitte verloren» habe. «Wir fordern die Vereinigung Cockpit unverzüglich auf, ihrer Verantwortung für Fluggäste sowie für das Unternehmen und das eigene Personal gerecht zu werden», so Duve.

«Bis an die Grenzwerte verplant»

Im Zentrum der Forderungen der Cockpit-Crews stehen sie Arbeitsbedingungen. «Kernforderung der Vereinigung Cockpit bleibt die Reduzierung der Arbeitsbelastung der im Cockpit Beschäftigten», heißt es von der Gewerkschaft. «Dies soll unter anderem durch die Begrenzung der maximalen Flugdienstzeiten und eine Verlängerung der Ruhezeiten erreicht werden.»

Die Piloten werfen der Airline vor, «Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter regelmäßig bis an die gesetzlichen Grenzwerte zu verplanen». Dies führe zu einer erheblichen Belastung, die abgemildert werden müsse. «Spitzenbelastungen bis ans Limit sind als Ausnahmen akzeptabel, dürfen aber nicht die Regel sein.»

Mehr zum Thema

Flieger von Eurowings: Etliche werde am Boden bleiben.

Cockpit-Personal von Eurowings streikt drei Tage lang

Bei Eurowings wird am Donnerstag gestreikt

Bei Eurowings wird am Donnerstag gestreikt

Flugzeug von Etihad in Frankfurt, im Hintergrund unter anderem Condor-Jets: Die Fluglinien aus den Emiraten dominieren das Geschäft.

Die Machtverhältnisse am Himmel zwischen Deutschland und den Emiraten

ticker-deutschland

Europäische Cockpitcrew-Vereinigung warnt Deutschland vor mehr Verkehrsrechten für Golfairlines

Video

midway atoll usfws
Die USA müssten mindestens 100 Millionen Dollar investieren, um den Flughafen des Midway Atolls betriebsbereit zu halten. Etliche Airlines und der Flugzeugbauer Boeing werben für die Investition - obwohl es so gut wie keine Starts und Landungen an dem Airport gibt.
Timo Nowack
Timo Nowack
Feuerwerk und Flugzeug: Keine gute Kombination.
Feuerwerk und Flugzeuge sind keine gute Kombination. Das zeigte sich am Flughafen Mundo Maya in Guatemala, als ein Airbus A320 von Avianca zur Landung ansetzte.
Laura Frommberg
Laura Frommberg
Der neue Honda Jet: Die Maschine heißt ab sofort Echelon.
Der japanische Businessjet-Hersteller vermeldet Fortschritte beim Bau der ersten Echelon-Maschine, muss aber gleichzeitig eine deutliche Verzögerung einräumen. Erstflug und Zulassung verschieben sich um bis zu drei Jahre.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies