Platz 2: Gulfstream 500/550/600/650/650ER: 89 Stück.

Ebace-AbsagenBombardier und Gulfstream geben Europas größter Businessjet-Messe einen Korb

Die beiden großen Hersteller Bombardier und Gulfstream verzichten in diesem Jahr auf eine Teilnahme an Europas größter Messe für Businessjets. Grund sind die hohen Kosten bei der Ebace.

Top-Jobs

bwlv

Fluggerätmechaniker (m/w/d)

BWLV-Motorflugschule Hahnweide
Vollzeit
Kirchheim/Teck
Top jobs
Deutschland
Feste Anstellung
Flugschule
Pilatus Logo

Team Leader Account Management

Pilatus Flugzeugwerke AG
Vollzeit
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Flugzeughersteller
Hahnair Logo

Compliance Monitoring Manager (all genders)

Hahn Air Lines GmbH
Vollzeit
Düsseldorf
Top jobs
Deutschland
Feste Anstellung
Luftfahrt
Etihad Job

Captain A320

Etihad Airways
Vollzeit
Abu Dhabi
Top jobs
United Arab Emirates
Feste Anstellung

In knapp einem Monat trifft sich im Messekomplex Palexpo am Flughafen Genf die Geschäftsluftfahrt. Dann startet Europas größte Businessjet-Messe Ebace (European Business Aviation Convention and Exhibition). Erwartet werden 450 Aussteller - von Brokern über Flugzeughersteller bis zu Zulieferern. Gezeigt werden knapp 60 Maschinen auf dem Static Display.

Fehlen werden in diesem Jahr allerdings zwei ganz wichtige Unternehmen der Branche: Bombardier und Gulfstream. Beide Hersteller haben ihre Teilnahme an der diesjährigen Ausgabe abgesagt. In beiden Fällen begründen die Unternehmen ihre Absage mit wirtschaftlichen Aspekten, berichtet das Magazin Flight Global.

Kosten werden schnell sechsstellig

«Wir wollen sicherstellen, dass wir mit dem Geld, das wir für das Marketing ausgeben, um unsere Produkte zu präsentieren, die größtmögliche Wirkung erzielen», begründet Eric Martel, Chef von Bombardier, den Schritt. Man setzte dabei auf regional auf verschiedene Marketingkonzepte.

Die Kosten für die Teilnahme an der Ebace könnten schnell bei Hunderttausenden von Euro liegen, so der Chef. «Die Messekosten als auch indirekte Faktoren wie Hotelpreise sind bei der Ebace in Genf sehr hoch», so Martel. Bedeckt halten sich die Kanadier, was die Teilnahme an der Partnermesse NBAA im Oktober in Las Vegas angeht.

Entscheidung für Ebace 2025 steht noch aus

Martel verrät nur, dass man noch keine formelle Entscheidung getroffen habe. Ähnlich verhält es sich mit der Ebace 2025. «Wenn es soweit ist, werden wir die Situation neu bewerten.»

Konkurrent Gulfstream hatte schon Anfang April mitgeteilt, an beiden Messen in diesem Jahr, sprich Genf und Las Vegas, nicht teilnehmen zu wollen. Begründet wird der Schritt damit, dass es gelungen sei, direkt mit seinen Kunden in Kontakt zu treten.

Gulfstream auf anderen Messen vertreten

«In den letzten Jahren hat Gulfstream erfolgreich private Veranstaltungen und Erlebnisse geschaffen, die die Erwartungen unserer Kunden übertroffen und gleichzeitig unsere Geschäftsziele erreicht haben», so das Unternehmen.

Das ist wahrscheinlich nur die halbe Wahrheit, denn der Hersteller aus Savannah in den USA war in diesem Jahr bereits auf mehreren Messen, unter anderem in Singapur und Mexiko vertreten.

Ebace respektiert Entscheidung

Die Ebace wird gemeinsam von der European Business Aviation Association (EBAA) und der National Business Aviation Association (NBAA) veranstaltet. Zur Absage von Bombardier heißt es von Verantwortlichen auf Anfrage: «Unternehmen treffen ihre Entscheidungen auf der Grundlage ihrer Geschäftsziele und Prioritäten, und wir respektieren diese Entscheidung».

Kritik an den Kosten ist nicht neu. Schon 2019 mahnte Patrick Hansen, Chef des Businessjet-Betreibers Luxaviation, an, dass ein besonders großes Problem für die Ebace der Standort in Genf sei. Wie jetzt auch Bombardier sprach Luxaviation davon, dass eine Teilnahme in Genf Hunderttausende Euro kostet. Hansen forderte damals einen Umzug in eine andere, günstigere Stadt.

Mehr zum Thema

... während die G500 von innen etwas sportlicher aussieht. Beide Jets können bis zu 19 Passagiere transportieren.

Wird Genf selbst der Geschäftsluftfahrt zu teuer?

Eine Gulfstream G800.

Die schönsten Bilder der Ebace 2023

Eine Gulfstrean G700: Die Maschine hat mehrere Geschwindigkeitsrekorde aufgestellt.

Gulfstream G700 im Geschwindigkeitsrausch

Bombardier Global 6500: Darf in den USA nicht verkauft werden, sagt Präsident Donald Trump.

Trump will Bombardier aus den USA verbannen - doch die Drohung birgt einen sachlichen Fehler

Video

Airbus A350 F Erstflug in Toulouse: Der Frachter war vier Stunden in der Luft.
Vier Stunden, 220 Gigabyte Daten und ein Start ohne elektronische Schutzfunktionen: Der Airbus A350 F ist zum ersten Mal geflogen. Was die Crew testete und was den Frachter besonders macht.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies
airbus a350 f erstflug 01
Am Dienstag ist der Airbus-A350-Frachter zum ersten Mal abgehoben. Ende 2027 will der Flugzeugbauer den ersten A350 F aus der Serienproduktion ausliefern. Zwei Kunden kommen für die Premiere infrage.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies
Timo Nowack
Timo Nowack
Ex-Swissair-Sprecher Urs Peter Naef: «»
Als die Nachricht vom Absturz vor Halifax eintraf, war das Krisenhandbuch der Swissair-Kommunikationsabteilung noch nicht fertig. Medienverantwortlicher Urs Peter Naef musste improvisieren - und zugleich die Angehörigen vor aufdringlichen Medien schützen. Seine wichtigste Lehre aus der Katastrophe: «Steh zu dem, was passiert ist, und zeig Flagge.»
Christopher Scheffelmeier
Christopher Scheffelmeier