B757-200 von Vim-Avia: Vorerst darf man nicht mehr in Europa landen.

Flugverbot für russische Airlines

Gleich sechs russische Airlines dürfen nicht mehr in die Europäische Union fliegen. Das Verbot kommt aus Russland selbst.

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Die russische Luftfahrtbehörde Rosaviatsia will den Ruf der Luftfahrt des eigenen Landes stärken. Und das scheint sie nur für möglich zu halten, indem sie einigen Fluggesellschaften Flüge in die EU verbietet. Wie der Chef der Behörde, Alexander Neradko, gemäß dem russischen Fernsehsender RT sagte, entsprechen viele der Flieger nicht den europäischen Standards. Sechs Fluggesellschaften erhalten darum von Rosaviatsia nun ein Flugverbot. Vim-Avia, Dagestan Airlines, Yakutia Airlines, Tatarstan, AviastarTU und Utair-cargo.

Es ist ein präventiver Schritt. Die Behörde will so verhindern, dass die Fluggesellschaften auf die schwarze Liste der EU kommen. Noch befindet sich auf dieser Liste kein Anbieter aus Russland. Damit sie wieder die Erlaubnis für Flüge nach Europa erhalten, müssen die Airlines beweisen, dass sie Sicherheitsstandards einhalten, die mit denen der EU übereinstimmen.

Zwist zwischen Vim-Avia und der EU

Der Grund für die Maßnahmen dürfte zum Teil wohl auch in einem Zwist liegen, den es im September zwischen Vim-Avia und den französischen Behörden gab. Ein Charterflieger der Airline hatte damals UNO-Blauhelme nach Beirut transportieren sollen. Am Flughafen Charles de Gaulles untersuchten französische Sicherheitsbeamte den Flieger - und deklarierten ihn als unsicher. Der Jet musste am Boden bleiben. Die Fluggesellschaft warf Frankreich daraufhin rufschädigendes Verhalten vor. Der Streit ging offenbar so weit, dass die Polizei kommen musste, wie die Moscow Times berichtet.

Von den Sicherheitinspektoren wiederum hieß es, die Airline habe wichtige Sicherheitsabläufe missachtet, das Grounding sei daher gerechtfertigt. Vim Avia ist Russlands größte Charterairline und gehört von den Passagierzahlen her zu den zehn größten des Landes. Die Flotte besteht gemäß eigenen Angaben von Vim Avia aus elf Boeing 757-200. Die Flüge nach Europa würden während des Verbots von der Tochtergesellschaft Bashkortostan Airlines angeboten, heißt es bei der Fluglinie.

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