B757-200 von Vim-Avia: Vorerst darf man nicht mehr in Europa landen.

Flugverbot für russische Airlines

Gleich sechs russische Airlines dürfen nicht mehr in die Europäische Union fliegen. Das Verbot kommt aus Russland selbst.

Top-Jobs

bwlv

Fluggerätmechaniker (m/w/d)

BWLV-Motorflugschule Hahnweide
Vollzeit
Kirchheim/Teck
Top jobs
Deutschland
Feste Anstellung
Flugschule
Pilatus Logo

Team Leader Account Management

Pilatus Flugzeugwerke AG
Vollzeit
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Flugzeughersteller
Hahnair Logo

Compliance Monitoring Manager (all genders)

Hahn Air Lines GmbH
Vollzeit
Düsseldorf
Top jobs
Deutschland
Feste Anstellung
Luftfahrt
Etihad Job

Captain A320

Etihad Airways
Vollzeit
Abu Dhabi
Top jobs
United Arab Emirates
Feste Anstellung

Die russische Luftfahrtbehörde Rosaviatsia will den Ruf der Luftfahrt des eigenen Landes stärken. Und das scheint sie nur für möglich zu halten, indem sie einigen Fluggesellschaften Flüge in die EU verbietet. Wie der Chef der Behörde, Alexander Neradko, gemäß dem russischen Fernsehsender RT sagte, entsprechen viele der Flieger nicht den europäischen Standards. Sechs Fluggesellschaften erhalten darum von Rosaviatsia nun ein Flugverbot. Vim-Avia, Dagestan Airlines, Yakutia Airlines, Tatarstan, AviastarTU und Utair-cargo.

Es ist ein präventiver Schritt. Die Behörde will so verhindern, dass die Fluggesellschaften auf die schwarze Liste der EU kommen. Noch befindet sich auf dieser Liste kein Anbieter aus Russland. Damit sie wieder die Erlaubnis für Flüge nach Europa erhalten, müssen die Airlines beweisen, dass sie Sicherheitsstandards einhalten, die mit denen der EU übereinstimmen.

Zwist zwischen Vim-Avia und der EU

Der Grund für die Maßnahmen dürfte zum Teil wohl auch in einem Zwist liegen, den es im September zwischen Vim-Avia und den französischen Behörden gab. Ein Charterflieger der Airline hatte damals UNO-Blauhelme nach Beirut transportieren sollen. Am Flughafen Charles de Gaulles untersuchten französische Sicherheitsbeamte den Flieger - und deklarierten ihn als unsicher. Der Jet musste am Boden bleiben. Die Fluggesellschaft warf Frankreich daraufhin rufschädigendes Verhalten vor. Der Streit ging offenbar so weit, dass die Polizei kommen musste, wie die Moscow Times berichtet.

Von den Sicherheitinspektoren wiederum hieß es, die Airline habe wichtige Sicherheitsabläufe missachtet, das Grounding sei daher gerechtfertigt. Vim Avia ist Russlands größte Charterairline und gehört von den Passagierzahlen her zu den zehn größten des Landes. Die Flotte besteht gemäß eigenen Angaben von Vim Avia aus elf Boeing 757-200. Die Flüge nach Europa würden während des Verbots von der Tochtergesellschaft Bashkortostan Airlines angeboten, heißt es bei der Fluglinie.

Mehr zum Thema

Embraer E190 von Wideroe: Mit diesem Flugzeugtyp wurden die Russinnen und Russen Richtung Heim geflogen.

Widerøe fliegt Russen im Spitzbergen-Eklat zurück nach Hause

Airbus A330 von Aeroflot: Bald mit iranischen Teilen?

Von der Airbus-A330-Wartung zur Teilefertigung: So weit gingen Russlands Pläne mit Iran

ticker-russland

Russland plant milliardenschweren Ausbau seiner Flughäfen

Flughafen Kaliningrad: Gibt es bald Verbindungen nach Serbien?

Russland öffnet Kaliningrad für serbische Airlines

Video

Ex-Swissair-Sprecher Urs Peter Naef: «»
Als die Nachricht vom Absturz vor Halifax eintraf, war das Krisenhandbuch der Swissair-Kommunikationsabteilung noch nicht fertig. Medienverantwortlicher Urs Peter Naef musste improvisieren – und zugleich die Angehörigen vor aufdringlichen Medien schützen. Seine wichtigste Lehre aus der Katastrophe: «Steh zu dem, was passiert ist, und zeig Flagge.»
Christopher Scheffelmeier
Christopher Scheffelmeier
Kälin
Mit der Rückkehr der Angehörigen aus Kanada war die Arbeit für die Swissair längst nicht beendet. Persönliche Gegenstände mussten zurückgegeben, Gedenkveranstaltungen organisiert und Familien weiter begleitet werden. Der Ehemalige Finanzchef Walter Kälin blickt auf die Herausforderungen zurück – und erklärt, wie die Erfahrungen von damals die heutige Krisenbetreuung prägen
Christopher Scheffelmeier
Christopher Scheffelmeier
Ex-Swissair-Personalchef Matthias Mölleney zum Unglück von Flug SR1111: «...»
Als Flug SR111 von Swissair vor Halifax abstürzte, war Matthias Mölleney erst seit 95 Tagen Personalchef der Airline. Plötzlich musste er die Angehörigen und Mitarbeitenden betreuen und zugleich den Flugbetrieb aufrechterhalten. Fast drei Jahrzehnte später erinnert er sich an die schwersten Tage seiner Karriere – und an die Lehren für das spätere Grounding.
Christopher Scheffelmeier
Christopher Scheffelmeier