Airbus A319 von Air-Berlin-Tochter Belair: Sie fliegt klassische Ferienziele an.

Air BerlinEtihad und Tui bestätigen neue Airline-Pläne

Air Berlin bestätigt erstmals Gespräche mit Tui über eine gemeinsame Airline aus Teilen von Air Berlin, Tuifly, Niki und Belair. Die Federführung hat Großaktionärin Etihad.

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Es wird nicht ruhig um Air Berlin. Rund eine Woche nachdem die Fluggesellschaft ihre neue Strategie kommuniziert hat, gibt sie die nächsten Details über das weitere Vorgehen bekannt. Wie Air Berlin gleichzeitig mit Tui und Etihad Airways in einer Medienmitteilung am Mittwoch (5. Oktober) bestätigte, werden Gespräche über eine Partnerschaft im Bereich der Ferienflüge geführt.

Ziel der Verhandlungen sei die Einbringung des touristischen Flugbetriebs der Air Berlin Group und der deutschen Tuifly in einen neuen Airline-Verbund von Tui und Etihad Aviation Group. «Dies umfasst auch die Flugzeuge, die derzeit durch Tuifly für Air Berlin im Rahmen einer separaten Wet-Lease-Vereinbarung betrieben werden», heißt es in einer gemeinsamen Mitteilung von Etihad und Tui. Zudem gehöre die «derzeitig touristisch betriebene Flotte der Air-Berlin-Gruppe» dazu. Der neue Airline-Verbund werde von Deutschland, Österreich und der Schweiz aus ein umfassendes Streckennetz bedienen.

Mehr Infos für Mitarbeiter

Durch die Medienmitteilungen wird auch klar, wer in den Gesprächen federführend ist. Während Etihad die Pläne ausführlich darlegt, heißt es von Air Berlin nur, man nehme an den Gesprächen teil. «Die geplante Transaktion steht unter dem Vorbehalt der erfolgreichen Verhandlungen und aller erforderlichen unternehmensinternen sowie behördlichen Genehmigungen», so Air Berlin weiter.

Neben der österreichischen Niki dürfte auch die Schweizer Tochter Belair zum neuen Verbund gehören, die nun erstmals explizit schriftlich erwähnt wurde. Sie fliegt für Air Berlin ab der Schweiz hauptsächlich Ferienziele am Mittelmeer an. Deren Mitarbeiter sorgten sich in den vergangenen Tagen viele Mitarbeiter um die Zukunft der Arbeitgeberin. Unsicherheit sind die Mitarbeiter allerdings bereits gewohnt. Ende 2014 machte die Führung von Air Berlin Belair konkrete Sparvorgaben. Bei Nichterreichung schließe man die Tochter. Das Ziel wurde erreicht. Ein Jahr später war Belair nach Firmenangaben wieder profitabel.

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