Equity Alliance nennt Etihad die Strategie des Einstiegs bei diversen Fluggesellschaften auf der ganzen Welt. Die Früchte dieser Ausrichtung könne man bereits ernten, so Konzernchef James Hogan.

Das Etihad-Imperium

Die Golfairline will groß bei Alitalia einsteigen und den Einfluss bei Air Berlin ausbauen. Die Beteiligungsstrategie zahle sich bereits finanziell aus, so Etihad.

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Viele spotten und nennen die Strategie irrsinnig. Etihad Airways verhalte sich wie einst die Swissair und kaufe überall auf der Welt Minderheitsanteile an maroden Fluggesellschaften, erklärte etwa Airline-Experte Andreas Knorr gegenüber aeroTELEGRAPH. Dieser Plan müsse zwangsläufig scheitern. Doch James Hogan macht unbeirrt weiter. Derzeit verhandelt der Etihad-Chef in Rom über einen Einstieg bei Alitalia. Die Buchprüfung ist inzwischen abgeschlossen und der Deal mit der italienischen Nationalairline könnte bis Ende der Woche vorgestellt werden.

Zugleich stehen Hogan und seine Mannschaft mit Air Berlin in Gesprächen. Der Einstieg bei der zweitgrößten deutschen Fluggesellschaft im Jahr 2011 habe Etihad die Türen zum deutschen Markt geöffnet, so Hogan Anfang Woche bei einer Konferenz in Abu Dhabi. «Alle Ziele wurden dabei erfüllt», erklärte der Etihad-Chef weiter. Nun befinde man sich in der letzten Phase von Verhandlungen über «den nächsten Schritt in unserer Partnerschaft». Auch hier soll es bald Neuigkeiten geben. Klar ist: Mit der faktischen Kontrolle über Alitalia und Air Berlin wird Etihad in Europa endgültig zur Macht.

«Gewaltiger Wettbewerbsvorteil»

Für Hogan ist klar: Die Strategie beginne sich nun so richtig auszuzahlen. «Wir können integrierte Netze und Flugpläne ausarbeiten, gemeinsam Produkte und Dienstleistungen entwerfen und vor allem Kostensynergien zu realisieren», sagte der Etihad-Chef bei der Bekanntgabe der Jahresresultate Anfang März. Die gemeinsamen Einkaufseinheiten würden riesige Einsparungen erreichen, von welchen alle profitierten. «Das bedeutet einen gewaltigen Wettbewerbsvorteil durch tiefere Stückkosten.»

Sehen Sie in der Bildergalerie, wo Etihad inzwischen überall beteiligt ist.

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