Economy-Kabine einer Boeing 777 von Etihad: Drei Feuer auf einem Flug.

Feuer an Bord von Etihad-Flug

Ein Etihad-Flug musste am Montag in Jakarta notlanden. Der Grund: In den Toiletten war Feuer ausgebrochen. Wie das passieren konnte, ist ein Rätsel.

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Flug EY 461 vom vergangenen Montag (17. Februar) war alles andere als angenehm. Die Boeing 777 von Etihad sollte von Melbourne nach Abu Dhabi fliegen. Doch das dauerte länger als erwartet – und für die Passagiere wurde es zur Nervenprobe. Wie Reisende beim Kurznachrichtendienst Twitter berichten, brach offenbar drei Stunden nach dem Start ein Feuer in einer der Toiletten aus. Die meisten Passagiere schliefen zu diesem Zeitpunkt. Doch einer berichtet gegenüber der Zeitung The Australian, man habe Flammen aus der Toilette kommen sehen und Rauch habe die Kabine gefüllt.

Der Kabinencrew gelang es, das Feuer zu löschen. Die Piloten entschieden sich in der Folge für eine außerplanmäßige Landung in Jakarta. In einer Durchsage habe man die Passagiere noch einmal informiert, dass Rauchen an Bord nicht erlaubt sei. Doch irgendjemand wollte offenbar nicht hören. Kurz danach sei ein weiteres Feuer in einer Toilette ausgebrochen, berichten Augenzeugen. Dieses Mal hätten die Flugbegleiter zwei Feuerlöscher gebraucht, um den Brand zu beenden.

Kein Essen oder Trinken mehr

In Jakarta mussten alle Passagiere das Flugzeug verlassen und mussten einen Sicherheits-Check durchlaufen. Auch das Flugzeug wurde von Experten inspiziert. Nach mehreren Stunden konnte es dann weitergehen. Die Crew wurde angewiesen, alle umherlaufenden Passagiere genau zu beobachten – vor allem, wenn es in Richtung WC ging. Doch offenbar brachte das nichts. Zwei Stunden, bevor der Flieger in Abu Dhabi landen sollte, loderte ein drittes Feuer, wieder auf einer Toilette. Jedes der Feuer brach in der Economy Class aus.

In der Folge beendeten die Flugbegleiter den Service und bewachten nur noch die Toiletten. «Wir hatten alle große Angst, einige wurden panisch», berichtet ein weiterer Passagier. Er sei außerdem empört, dass man «den Terroristen, oder wer auch immer sonst das Feuer legte» überhaupt noch einmal an Bord gelassen habe.

Verdächtige in Haft?

Behörden in Abu Dhabi und Indonesien arbeiten nun für Ermittlungen in dem Fall zusammen. Verschiedene Passagiere werden offenbar befragt. Ob man schon einen Schuldigen ausmachen konnte ist allerdings unklar. Lokale Medien in der Golfregion berichten, dass eine junge Frau Anfang Zwanzig festgehalten wird, weil man sie verdächtigt, die Feuer bewusst gelegt zu haben. Bestätigt wurden diese Vermutungen allerdings noch nicht.

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