Bole International Airport in Addis Ababa: Bisheriges Hauptdrehkreuz und Basis von Ethiopian Airlines.

Addis AbabaEthiopian Airlines baut bald eigenen Mega-Airport

Afrikas größte Fluglinie will noch stärker wachsen. Die Nationalfluglinie Äthiopiens verkündet nun, den Bau eines neuen Megadrehkreuzes noch in diesem Jahr zu beginnen.

Top-Jobs

Pilatus Logo

Head of Mechanical Final Assembly PC-12 (a)

Pilatus Flugzeugwerke AG
Vollzeit
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Flugzeughersteller
Pilatus Logo

Lizenzierter Luftfahrzeugmechaniker Experimental Shop (a)

Pilatus Flugzeugwerke AG
Vollzeit
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Flugzeughersteller
ticker-dfs-deutsche-flugsicherung

Fluglotse (w/m/d)

Deutsche Flugsicherung DFS
Studium
Langen b. Frankfurt
Top jobs
Deutschland
.

Event Manager (m/f, 100%)

Vollzeit
IRF Reputation AG
Basel
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Luftfahrt

Dass sie mit Abstand die größte Fluglinie Afrikas ist, ist Ethiopian Airlines nicht genug. In den vergangenen Jahren kaufte die staatliche Fluglinie Äthiopiens Anteile anderer afrikanischer Airlines auf. Vergangenen Oktober verkündete -Chef Tewolde Gebremariam, wenn möglich auch Anteile der angeschlagenen South African Airways kaufen zu wollen.

Mit dem wachsenden Einfluss will Ethiopian Emirates und Co. zurückdrängen. Doch die Fluglinie nimmt sich die Golfairlines offenbar auch zum Vorbild: Während Dubai einen der größten Flughäfen besitzt, träumt man auch in Äthiopiens Hauptstadt Addis Ababa seit einigen Jahren von einem eigenen Megadrehkreuz. Der Nachfolger des Bole International Airports könnte schon bald Realität werden.

London-Heathrow nicht groß genug

Im Laufe des nächsten halben Jahres werde nahe der äthiopischen Hauptstadt der Bau eines neuen Flughafens begonnen, sagte Airline-Chef Gebremariam laut der Nachrichtenagentur Reuters. Gemäß dem Manager wird der Flughafen Bole als bisherige Basis und Hauptdrehkreuz mit einer Kapazität von 19 Millionen Passagieren pro Jahr mittelfristig zu klein. «Mit der Art und Weise, wie wir wachsen, werden wir dort in etwa drei oder vier Jahren voll sein», erklärt Gebremariam.

Der Ethiopian-Chef ließ bereits 2018 durchblicken, dass die Fluglinie den Bau eines neuen Flughafens plant. Damals sprach Ethiopian noch von einem Nachfolger mit einer jährlichen Kapazität von 80 Millionen Passagieren. Bereits damit würde er sich auf Augenhöhe mit Europas größtem Flughafen London-Heathrow (80,5 Millionen Passagiere 2019) befinden. Jetzt verkündet der Manager, dass das neue Drehkreuz sogar für bis zu 100 Millionen Passagiere ausgelegt wirdl.

Mehr als 4 Milliarden Dollar

Der geplante Standort in Bishoftu, rund 48 Kilometer südwestlich von Addis Ababa, bleibt. Zu den Kosten macht Gebremariam nur vage Andeutungen. So soll der Bau des Flughafens teurer werden als der Grand Ethiopian Renaissance Dam. Die derzeit gebaute Talsperre gehört mit einem Investitionsvolumen von mehr als vier Milliarden Dollar zu den größten Bauprojekten in der Geschichte Äthiopiens.

Wer für diese Kosten aufkommen wird, sagt der Airline-Chef bislang nicht. Die Frage nach dem Geldgeber ist dabei nur eine von vielen, die bisher völlig unbeantwortet sind. So ist bisher auch nicht bekannt, welches Unternehmen mit dem Bau beauftragt wird oder wann der neue Flughafen in Betrieb gehen soll.

Mehr zum Thema

West- und Zentralafrika: Es tut sich einiges.

Drei neue Nationalairlines für Afrika

Boeing 777-300ER von Emirates: In Lagos droht der Pfandsiegel.

Nigeria ordnet Pfändung von Emirates-Flieger an

Flieger der Comair-Tochter Kulula: Mehrere Airlines von kurzfristigen Groundings betroffen.

Südafrikanische Airlines müssen Flugzeuge stilllegen

ticker-iata

Luftfahrtverbände fordern einheitliche Passagierdatensysteme in Afrika

Video

air new zealand syknest
Air New Zealand verschiebt den Start ihrer Schlafkojen für die Economy Class abermals. Eigentlich sollte Syknest 2026 endlich in der Boeing 787 abheben. Doch noch fehlt die Zertifizierung - da erneut eine Behörde bei der Zulassung nicht hinterherkommt.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies
Gulfstream G400 von Baires Fly: Das Flugzeug mit der Kennung LV-JQW brachte Flavio Bolsonaro in die USA.
Eine rund 22 Jahre alte Gulfstream G400 von Baires Fly brachte Flávio Bolsonaro und seine Familie über Ecuador nach Miami. Die argentinische Charterfirma flog einst auch Javier Milei - und auch ihr Eigentümer hat Ärger mit der Justiz.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies
lufthansa fra gate of the future 07
Lufthansa und der Flughafen Frankfurt testen im Terminal 1, wie ein Gate effizienter funktionieren kann und zugleich komfortabler für die Gäste wird. Dabei geht es sowohl um Lounge-Elemente, als auch darum, Bewegungen zu analysieren und einem Software-Wirrwarr Herr zu werden.
Timo Nowack
Timo Nowack