Bole International Airport in Addis Ababa: Bisheriges Hauptdrehkreuz und Basis von Ethiopian Airlines.

Addis AbabaEthiopian Airlines baut bald eigenen Mega-Airport

Afrikas größte Fluglinie will noch stärker wachsen. Die Nationalfluglinie Äthiopiens verkündet nun, den Bau eines neuen Megadrehkreuzes noch in diesem Jahr zu beginnen.

Top-Jobs

Smartline

Commander / First Officer Cessna Latitude C680A (m/f/d)

Smartline Luftfahrt GmbH
Vollzeit
Airport St. Gallen Altenrhein
Top jobs
Österreich
Feste Anstellung
Business Aviation
Smartline

Commander / First Officer Cessna C560XLS (m/f/d)

Smartline Luftfahrt GmbH
Vollzeit
Airport St. Gallen Altenrhein
Top jobs
Österreich
Feste Anstellung
Business Aviation
Smartline

Commander / First Officer Cessna 525 (m/f/d)

Smartline Luftfahrt GmbH
Vollzeit
Airport St. Gallen Altenrhein
Top jobs
Österreich
Feste Anstellung
Business Aviation
Interpersonal

Trainer (SFI/TRI/TRE, all genders)

Interpersonal trainerpool
Vollzeit
Hamburg
Top jobs
Deutschland
Feste Anstellung
Luftfahrt

Dass sie mit Abstand die größte Fluglinie Afrikas ist, ist Ethiopian Airlines nicht genug. In den vergangenen Jahren kaufte die staatliche Fluglinie Äthiopiens Anteile anderer afrikanischer Airlines auf. Vergangenen Oktober verkündete -Chef Tewolde Gebremariam, wenn möglich auch Anteile der angeschlagenen South African Airways kaufen zu wollen.

Mit dem wachsenden Einfluss will Ethiopian Emirates und Co. zurückdrängen. Doch die Fluglinie nimmt sich die Golfairlines offenbar auch zum Vorbild: Während Dubai einen der größten Flughäfen besitzt, träumt man auch in Äthiopiens Hauptstadt Addis Ababa seit einigen Jahren von einem eigenen Megadrehkreuz. Der Nachfolger des Bole International Airports könnte schon bald Realität werden.

London-Heathrow nicht groß genug

Im Laufe des nächsten halben Jahres werde nahe der äthiopischen Hauptstadt der Bau eines neuen Flughafens begonnen, sagte Airline-Chef Gebremariam laut der Nachrichtenagentur Reuters. Gemäß dem Manager wird der Flughafen Bole als bisherige Basis und Hauptdrehkreuz mit einer Kapazität von 19 Millionen Passagieren pro Jahr mittelfristig zu klein. «Mit der Art und Weise, wie wir wachsen, werden wir dort in etwa drei oder vier Jahren voll sein», erklärt Gebremariam.

Der Ethiopian-Chef ließ bereits 2018 durchblicken, dass die Fluglinie den Bau eines neuen Flughafens plant. Damals sprach Ethiopian noch von einem Nachfolger mit einer jährlichen Kapazität von 80 Millionen Passagieren. Bereits damit würde er sich auf Augenhöhe mit Europas größtem Flughafen London-Heathrow (80,5 Millionen Passagiere 2019) befinden. Jetzt verkündet der Manager, dass das neue Drehkreuz sogar für bis zu 100 Millionen Passagiere ausgelegt wirdl.

Mehr als 4 Milliarden Dollar

Der geplante Standort in Bishoftu, rund 48 Kilometer südwestlich von Addis Ababa, bleibt. Zu den Kosten macht Gebremariam nur vage Andeutungen. So soll der Bau des Flughafens teurer werden als der Grand Ethiopian Renaissance Dam. Die derzeit gebaute Talsperre gehört mit einem Investitionsvolumen von mehr als vier Milliarden Dollar zu den größten Bauprojekten in der Geschichte Äthiopiens.

Wer für diese Kosten aufkommen wird, sagt der Airline-Chef bislang nicht. Die Frage nach dem Geldgeber ist dabei nur eine von vielen, die bisher völlig unbeantwortet sind. So ist bisher auch nicht bekannt, welches Unternehmen mit dem Bau beauftragt wird oder wann der neue Flughafen in Betrieb gehen soll.

Mehr zum Thema

West- und Zentralafrika: Es tut sich einiges.

Drei neue Nationalairlines für Afrika

Boeing 777-300ER von Emirates: In Lagos droht der Pfandsiegel.

Nigeria ordnet Pfändung von Emirates-Flieger an

Flieger der Comair-Tochter Kulula: Mehrere Airlines von kurzfristigen Groundings betroffen.

Südafrikanische Airlines müssen Flugzeuge stilllegen

ticker-iata

Luftfahrtverbände fordern einheitliche Passagierdatensysteme in Afrika

Video

Flughafen Pereria: Massive Schäden am Terminal.
Ein Erdbeben der Stärke 7,4 hat im Westen Kolumbiens schwere Zerstörungen angerichtet und mindestens 110 Menschen das Leben gekostet. Auch der Luftverkehr ist betroffen: Sieben Flughäfen mussten ihren Betrieb einstellen.
Stefan Eiselin
Stefan Eiselin
skytraders airbus a319 antarktis 01
Ein Airbus A319 hat einen Notfallpatienten von einer Station in der Antarktis abgeholt. Die Kopilotin sagt, man sei den Grenzen der Leistungsfähigkeit des Flugzeuges nahe gekommen.
Timo Nowack
Timo Nowack
boeing 777 300 er jetairwass vt jeq
Mehr als sieben Jahre stand eine Boeing 777-300 ER der einstigen indischen Fluglinie am Flughafen Mumbai. Jetzt hat der Langstreckenjet von Jet Airways Indien verlassen - immer noch in der alten Lackierung.
Timo Nowack
Timo Nowack