GroundingEstonian Air stellt den Betrieb ein

Es lag lange in der Luft, nun ist es so weit: Estonian Air ist pleite und stellt den Betrieb ein. Konkurrenten springen schon in die Bresche.

Top-Jobs

sunny cars

Customer Service Expert (m/w/d)

München / Remote
Feste Anstellung
Autovermietung
Sunny Cars
Deutschland
30 - 40 Stunden
Top jobs
IFFD Flugdienste

Piloten/ First Officer (m/w/d)

IFFD GmbH
Graz/Klagenfurt
Feste Anstellung
NCC-Betrieb
Österreich
Vollzeit
Top jobs
Sparfell Logo

Flight Operations Officer in Vienna (Austria)

Vienna
Feste Anstellung
Business Aviation
SPARFELL Luftfahrt GmbH
Österreich
Vollzeit
Top jobs
Sparfell Logo

First Officer Embraer 550 / Legacy 500 (m/f)

Vienna
Feste Anstellung
Business Aviation
SPARFELL Luftfahrt GmbH
Österreich
Vollzeit
Top jobs

Ab Sonntag (8. November) geht nichts mehr. Wie Estonian Air auf ihrer Webseite bekannt gibt, heben ab dann keine Flüge der Airline mehr ab. «Wir entschuldigen uns für die Umstände.» Mehr hat man bei der Fluggesellschaft nicht zu sagen. Klar ist aber: Estonian Air ist pleite. Passagiere, die noch Tickets gebucht haben, werden zu einem großen Teil von Ersatzanbietern an ihr Ziel geflogen.

Einer davon ist Air Baltic. «Wir tun unser bestes, den gestrandeten Passagieren zu helfen», teilt die Konkurrentin mit. «Wir werden den Service in unseren Heimmärkten Lettland, Litauen und Estland verstärken und mehr Direktflüge anbieten», lässt sich Geschäftsführer Martin Gauss zitieren. Das sei im Einklang mit dem Restrukturierungsplan, den der neue Investor unterstütze. Kürzlich betonte Gauss auch im Interview mit aeroTELEGRAPH: «Wir würden sicher gewisse neue Direktverbindungen eröffnen. Air Baltic würde aber auch größere Flugzeuge zwischen Riga und Tallinn einsetzen. Auch das bringt viel.» Jetzt ist es so weit.

EU-Verfahren als Damoklesschwert

Das Ende von Estonian Air lag schon lange in der Luft. Der Fall datiert zurück auf Juni 2013. Damals flossen im Rahmen einer großen Restrukturierung 40,7 Millionen Euro aus der Staatskasse an die kriselnde Nationalairline, die seit ihrer Gründung hohe Verluste anhäufte. Es war nicht die erste staatliche Geldspritze. Schon ein Jahr zuvor hatte Estonian Air 8 Millionen erhalten.

Eigentlich dürfen Regierungen Airlines aber nur einmal alle zehn Jahre unter die Arme greifen. Die EU hatte in der Folge eine Untersuchung eingeleitet um zu entscheiden, ob Estonian die Hilfen zurückzahlen muss. Das kostete die Airline nun das Geschäft – so erging es bereits Cyprus Airways Anfang des Jahres. 

Neue Nationalairline geplant

Doch man hat vorgesorgt. Laut lokalen Medienberichten plant die Airline schon die Gründung einer neuen Nationalairline. Ihr Name ist noch nicht bestimmt. Die Regierung stellt sich auf den Standpunkt, dass es wichtig sei, eine Nationalairline zu haben, um die Anbindung Estlands an die Welt aufrecht zu erhalten.

Estonian Air wurde 1991 gegründet. Die Fluggesellschaft betrieb zuletzt eine heterogene Flotte von 9 Flugzeugen. Im Flugzeugpark befanden sich 3 Embraer E170 und 3 Bombardier CRJ 900, 1 ATR 72, 1 Saab 340 und eine Embraer E145. Damit bediente Estonian 24 Destinationen in 16 Ländern.

Mehr zum Thema

Ryanair Malta Air Boeing 737-800 Landung

Können Sie diese Falschaussagen über die Luftfahrt aufdecken?

Flieger von Air Canada: Kanada erlebt einen Tourismusboom.

USA sind out - noch nie gab es so viele Flüge aus Europa nach Kanada

Die Golden Gate Bridge am Eingang der San Francisco Bay: Beide Flughäfen in der Nähe.

Sommerflaute: Nachfrage für Flüge zwischen Europa und USA erholt sich kaum

Platz 7: Barcelona
55 Millionen (+10,3 Prozent vs. 2023, +4,4 Prozent vs. 2019)

Europas beliebteste Flugrouten im Sommer 2025

Video

König Willem-Alexander bei seinem letzten Flug mit einer Boeing 737: Er lässt sich nochmals umschulen.
Fußballfans, Familien auf dem Weg nach Lappland oder Urlauber nach Ibiza: Viele Passagiere ahnten nicht, dass ihr Kopilot der König der Niederlande war. Jetzt flog Willem-Alexander letztmals mit einer Boeing 737 von KLM - und beginnt nun die Umschulung auf Airbus.
Stefan Eiselin
Stefan Eiselin
amboseli airstrip under water
Ein Video aus dem Amboseli-Nationalpark in Kenia scheint einen See zu zeigen. Aber nein: Es ist die Start- und Landebahn des Park-Airports. Sie ist vollständig im Wasser verschwunden.
Timo Nowack
Timo Nowack
air canada bridgetown umkehr
Am Flughafen Bridgetown ging auf einmal gar nichts mehr. Flüge von Air Canada und Jetblue mussten auf dem Weg zum internationalen Flughafen von Barbados plötzlich umkehren. Grund war ein spontaner Streik.
Timo Nowack
Timo Nowack