Die Potez 29 von Aeroput vor dem Start im Februar 1928.

90 Jahre Air SerbiaEs begann mit einem Doppeldecker

1928 hob zum ersten Mal ein Flugzeug von Air Serbia ab. Die Fluggesellschaft blickt auf eine bewegte Geschichte zurück.

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Es ging von Belgrad nach Zagreb: Am 15. Februar 1928 startete der erste Flug der Gesellschaft, die heute Air Serbia heißt. Damals lautete ihr Name noch Aeroput und sie war rund acht Monate zuvor gegründet worden. Um 9 Uhr morgens hob der Doppeldecker namens Beograd ab.

Das Flugzeug des Typs Potez 29 vom französischen Hersteller Aéroplanes Henry Potez hatte eine Gruppe von fünf Journalisten und Fotografen an Bord, welche die Reise dokumentieren sollten. Nach einem zweistündigen Flug und etlichen Runden über Zagreb landete die Maschine. Am Nachmittag ging es dann zurück nach Belgrad.

Etihad steigt ein

Die Potez 29 hatte Platz für zwei Crew-Mitglieder und fünf Passagiere und war rund 10,7 Meter lang. Sie wurde angetrieben von einem Lorraine-12E-Courlis-Triebwerk und brachte es auf eine maximale Geschwindigkeit von 219 Kilometern pro Stunde. Doch aus Aeroput wurde nicht direkt Air Serbia. Nach dem Zweiten Weltkrieg ging es 1947 verstaatlicht weiter als Jugoslovenski Aerotransport JAT mit zwei Douglas DC-3 und zwei Junkers Ju 52.

Als erste europäische Fluglinie nahem JAT 1985 die Boeing 737-300 in Betrieb. Zum Ende dieses Jahrzehnts verband die Airline Jugoslawien mit 61 Ziele auf fünf Kontinenten und beförderte bis zu 5 Millionen Passagiere pro Jahr. Mit dem Ende des Staates Jugoslawien wurde 2003 auch der Name Jugoslovenski Aerotransport getilgt und ersetzt durch Jat Airways.

Die heutige Flotte

Zehn Jahre später, im August 2013, stand dann der nächste Wechsel an: Etihad Airways übernahm 49 Prozent der Fluggesellschaft und sorgte für die Umbenennung in Air Serbia. 2016 startete die Airline mit der Verbindung Belgrad - New York ihre erste Transatlantik-Route seit 24 Jahren.

Heute besteht die Flotte von Air Serbia aus einem Airbus A330, zwei A320, acht A319, drei ATR-72-500 und drei ATR-72-200. Vier Boeing 737-300 sind außerdem im Chartergeschäft unter der Marke Aviolet unterwegs.

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