Erster Elektro-Helikopter hebt ab

Ein Schweizer Ingenieur hat den ersten freien Flug in einem Elektrohubschrauber absolviert. Dennoch liegt einiges an Arbeit vor ihm.

Top-Jobs

AMX Support

Lizenzierter Fluggerätmechaniker / Certifying Staff B1/B2 (m/w/d)

AMX Support Germany GmbH
Vollzeit
Flughafen Oberpfaffenhofen (EDMO
Top jobs
Deutschland
Feste Anstellung
Luftfahrt
AMX Support

Flugzeug Mechaniker

AMX Support Germany GmbH
Vollzeit
Flughafen Oberpfaffenhofen (EDMO
Top jobs
Deutschland
Feste Anstellung
Luftfahrt
AMX Support

LAGER MITARBEITER (m/w/d) – Luftfahrt

Oberpfaffenhofen / Flughafen München (EDMO)
AMX Support Germany GmbH
Vollzeit
Top jobs
Deutschland
Feste Anstellung
Luftfahrt
Pilatus Logo

Lizenzierter Luftfahrzeugelektriker (a)

Vollzeit
Pilatus Flugzeugwerke AG
Flugzeughersteller
Feste Anstellung
Top jobs
Schweiz

Es sieht ein bisschen aus wie ein übergroßes Spielzeug - tatsächlich ist es ein Elektro-Hubschrauber. Und der brachte dem Schweizer Pascal Chretien den Rekord für den ersten bemannten und freien Flug in einem Elektro-Helikopter ein. 2:10 Minuten war der Ingenieur immerhin in der Luft. An dem Gerät gearbeitet hat er ein ganzes Jahr. Und die Sorgfalt ist auch berechtigt, wenn man die Risiken bedenkt, die der Pionier auf sich nahm. «Im Falle eines Unfalls hätte es gut sein können, dass ich in Kebab-Form ende», so Chretien gemäß dem Portal Gizmag.

Beim Bau eines elektrischen Helikopters kommen generell Schwiergkeiten auf, die es etwa bei Elektrofliegern, aber auch -autos in der Form nicht gibt: So braucht ein Hubschrauber deutlich mehr Energie. Ein Elektroflugzeug braucht diese hauptsächlich beim Start. Aber einmal in der Luft, reduziert sich der Verbrauch massiv. Und auch die Landung funktioniert mit einem Bruchteil der Energie. Helikopter brauchen deutlich mehr, damit eine sichere und sanfte Landung gelingt.

Batterien ein großes Risiko

Mit diesem Problem einher geht das Gewicht. Batterien sind schwer. Chretien entschied sich für wiederaufladbare Lithium-Ionen Batterien mit einer Leistung von 160 Kilowattstunden. Diese stellten auch das größte Risiko beim Flug dar. Wenn sie einmal beschädigt sind, kann es gut sein, dass sie in Flammen aufgehen.

Der Flug dauerte nur kurz und auch die Höhe war mit einem Meter ab Boden noch nicht wirklich realitätsnah - Chretien hat also noch einen langen Weg vor sich. Sein ultimatives Ziel ist ein Hubschrauber mit Hybridantrieb, der als eine Art Versicherung einen Elektromotor eingebaut hat. Schaut man sich die Zahlen zu den Unfällen an, gibt ihm das Recht. Das Fliegen mit einem Hubschrauber ist weit gefährlicher als im Flugzeug. Und gemäß Gizmag sind für etwa 40 Prozent der Unfälle mechanische Probleme verantwortlich. Laut Chretien könnte man mit einem eingebauten Elektromotor im Falle eines Motorversagens noch drei bis vier Minuten fliegen, die Maschine sicher landen und das Risiko signfikant reduzieren.

Mehr zum Thema

Kontrollturm in Zürich: Es kam erneut zu einer STörung bei Skyguide.

Erneut Panne bei Flugsicherung: Schweiz muss große Teile des Luftraums schließen

ticker-schweiz

Schweizer Parlament will Betriebszeiten der Landesflughäfen gesetzlich absichern

ticker-schweiz

Ausstellung «Phantastische Flugobjekte» startet in Luzern

ticker-schweiz

Studie: Schweizerinnen und Schweizer stehen hinter Luftfahrt

Video

airbus a380 flightlab 2 jayn
Airbus hat einen A380 aus Abu Dhabi zurück nach Europa geholt und ihm in Irland eine neue Lackierung verpasst. Bevor er für Triebwerkstests umgerüstet wird, absolvierte der Riesenflieger nun einen tiefen Überflug über den Flughafen Toulouse-Blagnac.
Timo Nowack
Timo Nowack
Designentwurf der Hydra: Der Entwurf von Studierenden der TU Berlin hat die DLR Design Challenge gewonnen.
Schlägt man ihr einen Kopf ab, wachsen zwei nach. Zumindest bei der Hydra aus der Sage. Beim gleichnamigen Flugzeugkonzept der TU Berlin lässt sich der Antriebsstrang einfach austauschen. Damit haben die Studierenden nun einen renommierten Wettbewerb gewonnen.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies
Das Terminal des Port Polska: Platz für vorerst 44 Millionen passagiere.
Von Kommunisten erdacht, viel später von einer nationalkonservativen Regierung wiederbelebt und schließlich von einer liberalen Regierung bestätigt: Port Polska hat viele politische Wendungen überlebt. Polens neuer Zentralflughafen nimmt nun konkrete Formen an. Ende 2032 soll er eröffnet werden - mit Platz für jährlich 44 Millionen Fluggäste, 24-Stunden-Betrieb und Lot Polish Airlines als wichtigster Nutzerin.
Stefan Eiselin
Stefan Eiselin