Erster Elektro-Helikopter hebt ab

Ein Schweizer Ingenieur hat den ersten freien Flug in einem Elektrohubschrauber absolviert. Dennoch liegt einiges an Arbeit vor ihm.

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Es sieht ein bisschen aus wie ein übergroßes Spielzeug - tatsächlich ist es ein Elektro-Hubschrauber. Und der brachte dem Schweizer Pascal Chretien den Rekord für den ersten bemannten und freien Flug in einem Elektro-Helikopter ein. 2:10 Minuten war der Ingenieur immerhin in der Luft. An dem Gerät gearbeitet hat er ein ganzes Jahr. Und die Sorgfalt ist auch berechtigt, wenn man die Risiken bedenkt, die der Pionier auf sich nahm. «Im Falle eines Unfalls hätte es gut sein können, dass ich in Kebab-Form ende», so Chretien gemäß dem Portal Gizmag.

Beim Bau eines elektrischen Helikopters kommen generell Schwiergkeiten auf, die es etwa bei Elektrofliegern, aber auch -autos in der Form nicht gibt: So braucht ein Hubschrauber deutlich mehr Energie. Ein Elektroflugzeug braucht diese hauptsächlich beim Start. Aber einmal in der Luft, reduziert sich der Verbrauch massiv. Und auch die Landung funktioniert mit einem Bruchteil der Energie. Helikopter brauchen deutlich mehr, damit eine sichere und sanfte Landung gelingt.

Batterien ein großes Risiko

Mit diesem Problem einher geht das Gewicht. Batterien sind schwer. Chretien entschied sich für wiederaufladbare Lithium-Ionen Batterien mit einer Leistung von 160 Kilowattstunden. Diese stellten auch das größte Risiko beim Flug dar. Wenn sie einmal beschädigt sind, kann es gut sein, dass sie in Flammen aufgehen.

Der Flug dauerte nur kurz und auch die Höhe war mit einem Meter ab Boden noch nicht wirklich realitätsnah - Chretien hat also noch einen langen Weg vor sich. Sein ultimatives Ziel ist ein Hubschrauber mit Hybridantrieb, der als eine Art Versicherung einen Elektromotor eingebaut hat. Schaut man sich die Zahlen zu den Unfällen an, gibt ihm das Recht. Das Fliegen mit einem Hubschrauber ist weit gefährlicher als im Flugzeug. Und gemäß Gizmag sind für etwa 40 Prozent der Unfälle mechanische Probleme verantwortlich. Laut Chretien könnte man mit einem eingebauten Elektromotor im Falle eines Motorversagens noch drei bis vier Minuten fliegen, die Maschine sicher landen und das Risiko signfikant reduzieren.

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