Die erste Testmaschine des Dreamliners: Bald im Mueseum

Erster Dreamliner wird eingemottet

Sie flog keine zwei Jahre. Nun wird die allererste B787 von US-Flugzeugbauer Boeing bereits wieder stillgelegt.

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Eben erst wurde der erste Dreamliner an All Nippon Airways ausgeliefert. Nun wird der allererste Flieger des Typs stillgelegt. Am Donnerstag flog der Boeing B787-Prototyp ZA001 vom Werk in Everett bei Seattle nach Palmadale in Kalifornien. Dort werden ihm die beiden Rolls-Royce-Trent-1000-Triebwerke abgenommen und das Flugzeug danach eingelagert, bis es dann seine endgültige Ruhestätte erhält. Das berichtet das Fachportal Flightglobal. Sehr wahrscheinlich kommt es am Ende in ein Museum. Im Seattle Museum of Flight hofft man bereits, die Maschine zu bekommen, da dort bereits die ersten B747, B737 und B727 stehen.

Die ZA001 wurde der Öffentlichkeit am 8. Juli 2007 erstmals vorgestellt. Bald darauf hin musste die Maschine aber wieder zurück ins Werk. Verbindungselemente mussten ausgetauscht werden, zudem brachten Bauelemente vom Zulieferer weitere Probleme und Verzögerungen mit sich. Am Ende flog die ZA001 am 15. Dezember 2009 zum ersten Mal. Mit Kosten von rund 4 Milliarden Dollar, ist sie die wohl teuerste Testmaschine aller Zeiten. In den knapp zwei Jahren absolvierte sie 518 Flüge und war insgesamt 1326 Stunden und 50 Minuten in der Luft, wie der Seattle Post Intelligencer schreibt.

Zwei Geschwister

Die Probleme beim Bau des Dreamliner waren auch der Grund, weshalb man bei Boeing nicht mehr daran denken konnte, die ZA001 zu verkaufen. Das Flugzeug wurde so viele Male zusammengebaut und wieder auseinander genommen, dass sein Wiederverkaufswert stark reduziert wurde. Boeing degradierte die Maschine deshalb 2099 zusammen mit zwei anderen endgültig zu Testmaschinen. Die beiden jüngeren Kollegen fliegen noch für eine Weile - als Vorführjets für Kunden oder an Messen.

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