Zu viel Zeit vergangenEmbraer verabschiedet sich von neuem Turbopropmodell

Auf Basis seiner E2-Jets wollte der brasilianische Flugzeugbauer ein neues Turbopropmodell bauen. Jetzt gibt Embraer diesen Plan auf.

Top-Jobs

Weeze

Verkehrsleiter vom Dienst (w/m/x)

Flughafen Niederrhein GmbH
Weeze
Feste Anstellung
Deutschland
Vollzeit
Top jobs
DERTOUR Logo

Virtuelle Reisebetreuung (m/w/d)

Reiseveranstalter
DERTOUR Destination Services AG
Home Office
Vollzeit
Top jobs
Sparfell Logo

CAMO Engineer f/m/d (full time) in Vienna (Austria)

Vienna
Feste Anstellung
Business Aviation
SPARFELL Luftfahrt GmbH
Österreich
Vollzeit
Top jobs
DERTOUR Logo

Reiseleiter (m/w/d)

Reiseveranstalter
DERTOUR Destination Services AG
Griechenland
Spanien
Portugal
Top jobs

Im Jahr 2021 beschloss Embraer, ATR Konkurrenz zu machen. Der brasilianische Hersteller begann, an einem neuen Turbopropflugzeug auf Basis der E2-Familie zu entwickeln.

«Der Rumpf ist derselbe wie bei den E2-Jets, das Interieur ist dasselbe», sagte damals Embraers Zivilflugzeugchef Arjan Meijer im Gespräch mit aeroTELEGRAPH. Geplant war die Markteinführung des neuen Fliegers für das Jahr 2027. Im Sommer 2022 verkündete der Flugzeugbauer, sogar bereits Absichtserklärungen für 250 Flugzeuge zu haben.

Start vor 2030 nicht zu schaffen

Doch es gab ein Problem: Embraer fand kein passendes Triebwerk. So legte man die Entwicklung des neuen Modells im 2023 auf Eis - wollte es aber nicht ganz aufgeben.

Mittlerweile haben sich die Vorzeichen geändert. «Wir haben einst gesagt, wir wollen ein Flugzeug, das vor 2030 den Dienst aufnehmen kann», sagte Meijer am Dienstag (23. Juli) bei der Farnborough Airshow. Denn bei einem späteren Start seien schon andere Technologien am Horizont zu vermuten, die «die uns überholen könnten», erklärte der Manager.

Turboprop-Lehren für Energia-Familie

«Es ist nun ein paar Jahre später und wir sind an einen Punkt gekommen, an dem 2030 selbst für Embraer ein bisschen hoch gegriffen erscheint», sagte Meijer. «Ich glaube, man muss es heute als Teil von Energia sehen», so der Manager über das Turbopropprojekt.

Energia soll Embraers Flugzeugfamilie der Zukunft werden, bestehend aus den Modellen Energia Hybrid-Electric, Energia H2 Fuel Cell und Energie H2 Gas Turbine. Alle werden ebenfalls von Propellern angetrieben, sind aber ganz neue Flugzeuge. Allerdings sagte Meijer: «Es gibt viele Lehren von der Turboprop, die wir dabei nutzen können.»

Mehr zum Thema

Der größte Energia-Flieger:  Die Energia H2 Gas Turbine wird mit Wasserstoff oder SAF angetrieben und fasst 35 bis 50 Reisende.

Embraers Zukunftsflieger waren den Airlines zu klein

Embraer-Turboprop über São Paulo: Bis der Flieger fliegt, wird noch einige Zeit vergehen.

Embraer glaubt weiter an Turboprop - mit Vorbehalt

Embraer-Turboprop beim Christo: Der Hersteller hat die Entwicklung auf Eis gelegt.

Embraer versetzt Turboprop in Dornröschenschlaf

Avelo Airlines Boeing 737-700

Avelo Airlines tritt auf die Wachstumsbremse

Video

Das Doomsday Plane bei der Landung in Los Angeles. Rarer Vogel.
In Los Angeles tauchte erstmals seit Langem wieder eine Boeing E-4B öffentlich auf. Während der Ersatz für die Weltuntergangsflugzeuge der USA bereits entsteht, absolvierte der alternde fliegende Kommandoposten einen ungewöhnlichen Rundflug über das Land.
Stefan Eiselin
Stefan Eiselin
alaska airlines
Die amerikanische Fluggesellschaft ist Boeing-Kundin durch und durch. Das zeigte sie bisher auch auf jedem ihrer Flugzeuge - mit der Aufschrift Proudly All Boeing. Nun hat Alaska Airlines ihren Slogan angepasst.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies
alaska airlines 1282 ntsb boeing 737 max 9
Obwohl im Flug ein Loch im Rumpf einer Boeing 737 Max 9 von Alaska Airlines klaffte, landete die Crew das Flugzeug im Januar 2024 sicher. Jetzt klagt der Kapitän gegen den Flugzeughersteller.
Timo Nowack
Timo Nowack