Embraer 190: Bleibt mitunter das größte Flugzeug der Brasilianer.

Embraer: Kein Angriff auf Airbus

Der brasilianische Flugzeugbauer lässt seinen Plan fallen, größere Jets zu bauen. Die Investitionskosten sind zu hoch.

Top-Jobs

Pilatus Logo

Head of Mechanical Final Assembly PC-12 (a)

Pilatus Flugzeugwerke AG
Vollzeit
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Flugzeughersteller
Pilatus Logo

Lizenzierter Luftfahrzeugmechaniker Experimental Shop (a)

Pilatus Flugzeugwerke AG
Vollzeit
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Flugzeughersteller
ticker-dfs-deutsche-flugsicherung

Fluglotse (w/m/d)

Deutsche Flugsicherung DFS
Studium
Langen b. Frankfurt
Top jobs
Deutschland
.

Event Manager (m/f, 100%)

Vollzeit
IRF Reputation AG
Basel
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Luftfahrt

Bis Ende Jahr wollte die Konzernzentrale in Sao José dos Campos entscheiden. Nun hat sie den Beschluss schon fast zwei Monate vorher gefasst. Man werde sich im Bereich der Passagierflieger auf die Neuausstattung der bestehenden Modelle mit neuen Motoren konzentrieren, meldete Embraer am Freitag (11. November). Dadurch ist die Idee gestorben, Jets mit deutlich mehr Sitzplätzen zu bauen. Bislang ist die Embraer 195 mit 108 Sitzplätzen das größte Modell im Portfolio der Brasilianer. Seit einiger Zeit überlegte sich der Konzern jedoch, Flieger mit 130 bis 140 Sitzen zu bauen. Die Weiterentwicklung der bestehenden Typen werde rund zwei Milliarden Dollar (rund 1,5 Milliarden Euro/1,8 Milliarden Franken) kosten. Der Neubau dagegen hätte mindestens drei Milliarden verschlungen, so Embraer.

Damit geht Embraer einer Konfrontation mit Boeing und Airbus aus dem Wege, die mit dem A320neo beziehungsweise der B737MAX Modelle auf dem Markt haben, die genau dieses Segment abdecken. Auch eröffnen die Brasilianer keine neue Front gegenüber der Erzrivalin Bombardier. Die Kanadier decken den Bereich um die 130 Sitzplätze mit ihrer C-Series ab. Embraer-Chef Frederico Curado deutete schon kürzlich an, dass er wenig Chancen für die Entwicklung eines größeren Flugzeugs sieht. Er sehe beim Projekt «Schwierigkeiten in Bezug auf die Rendite auf den Investitionen», erklärte er vor der Presse.

Höhere Effizienz

Mit der Neumotorisierung können die Flugzeuge des Typs 170/175 und 190/195 effizienter und wieder attraktiver gemacht werden. Die Modelle sind schon rund zehn Jahre alt. Und sie werden auch noch stark nachgefragt. Doch der steigende Kerosinpreis macht sie unattraktiver. «Jede Ersparnis wird für die Airline ein Gewinn bezüglich der Betriebskosten sein» erklärte ein Branchenexperte dem brasilianischen Fachportal Meio Aéreo. Bereits früher aufgegeben hatte Embraer die Idee einer Verlängerung der 190. Sie wäre in puncto Verbrauch nicht konkurrenzfähig gewesen.

Mehr zum Thema

Eine Visualisierung aus dem März 2025: Airbus hat die Details seither verändert.

Airbus plant erstmals ein Flugzeug mit nur 80 Plätzen

Airbus A350-1000 bei der Farnborough Airshow: Bisher noch die längste Version des A350.

Airbus prüft zweite A350-Produktionslinie - und will bald über A350-2000 entscheiden

Condors künftige D-ANRR am 14. Oktober bei Airbus in Toulouse: einer der überprüften und verzögerten A330 Neo.

Airbus A330 Neo von Condor muss genauer inspiziert werden und verspätet sich

ticker-airbus-konzern-

Airbus-Prognose für 2045: Mehr als 45.000 Flugzeuge, pro Jahr 10 Milliarden Fluggäste, Boom bei Dienstleistungen

Video

lufthansa fra gate of the future 07
Lufthansa und der Flughafen Frankfurt testen im Terminal 1, wie ein Gate effizienter funktionieren kann und zugleich komfortabler für die Gäste wird. Dabei geht es sowohl um Lounge-Elemente, als auch darum, Bewegungen zu analysieren und einem Software-Wirrwarr Herr zu werden.
Timo Nowack
Timo Nowack
airbus a340 600 lufthansa abschied duesseldorf
Der erste von vier Airbus A340-600 von Lufthansa hat Düsseldorf wieder verlassen. Der lange Vierstrahler winkte zum Abschied.
Timo Nowack
Timo Nowack
Airbus A350 von Finnair in Melbourne: Der Weihnachtsmann fliegt selbstverständlich mit der finnischen Nationalairline nach Australien.
15.200 Kilometer, ein Zwischenstopp in Bangkok und ein neuer Kontinent im Streckennetz: Finnair hat ihre erste Australien-Verbindung eröffnet. Weshalb die Wahl auf Melbourne fiel, warum auch Fracht eine wichtige Rolle spielt und weshalb selbst der Iran-Krieg die Airline nicht von ihren Plänen abbrachte.
Stefan Eiselin
Stefan Eiselin