Buenos Aires in Argentinien: Würden alle Pläne umgesetzt, gäbe es plötzlich Dutzende Verbindungen ab Deutschland, Österreich und der Schweiz in das Land.

Hochtrabende PläneEin Phantom will nach Frankfurt und München

Sie nennt sich Buenos Aires International Airlines und hat bei der argentinischen Regierung gleich 178 Streckenrechte beantragt. Sie will auch im großen Stil Deutschland, die Schweiz und Österreich anfliegen.

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Am 6. September sitzen Vertreter von Fluggesellschaften und der argentinischen Behörden zusammen. Es geht darum, wer welche Streckenrechte bekommt. Die neun interessierten Airlines haben ihre Wünsche bereits eingereicht. Mit dabei: Buenos Aires International Airlines.

Buenos Aires International Airlines? Der Name ist nicht nur in Europa, sondern auch in Argentinien völlig unbekannt. Sie hat gleich 178 Routen beantragt. Ihr Businessplan klingt wie auf einem PC-Flugsimulator entworfen. Ihre Flotte soll aus Boeing 737 oder Airbus A320 auf der Kurz- und Mittelstrecke und Airbus A330, A350, Boeing 767, 777, 787 oder 747 auf der Langstrecke bestehen. Sie wollen 136 Millionen Dollar investieren und 3400 Arbeitsplätze schaffen.

Riesige Investitionen

Die mysteriöse Fluggesellschaft interessiert sich weniger für das Inlandsgeschäft, wie es die meisten anderen Mitbieter tun. Sie hat nur gut zwei Dutzend Strecken in Argentinien beantragt. Umso mehr will sie auf das Langstreckengeschäft setzen. Und dabei plant sie im ganz großen Stil. In ihren Plänen stehen neben Zielen in Südamerika auch Länder wie Australien, Belgien, Dänemark, Frankreich, Großbritannien, Neuseeland, oder Tahiti.

Auch nach Deutschland will Buenos Aires International Airlines fliegen. Sie hat bei der argentinischen Luftfahrtbehörde Anac Administracion Nacional de Aviacion Civil die Rechte für Buenos Aires - Frankfurt und Buenos Aires - München (je ein Mal pro Woche) beantragt. Zudem will sie einen täglichen Flug von Buenos Aires nach Madrid jeweils nach Frankfurt und einen anderen nach München verlängern.

Auch Wien und Genf im Programm

Österreich steht genauso im Plan. Ein täglicher Flug von Buenos Aires nach Madrid soll nach Salzburg verlängert werden, einer nach Wien. Damit nicht genug. Vier Mal pro Woche möchte Buenos Aires International Airlines von Buenos Aires aus nach Zürich fliegen, ein Mal pro Woche nach Genf. Auch Weiterführungen via Madrid in die beiden Schweizer Städte sind geplant. Und zur Krönung will die neue Fluglinie zwei Mal wöchentlich von der argentinischen Hauptstadt nach Zürich und von dort nach Shanghai weiterfliegen.

Was hinter der Eingabe steckt, ist unklar. Argentinische Medien haben versucht, Buenos Aires International Airlines zu erreichen. Die Suche endete bei einer kleinen Anwaltskanzlei. Die Firma war gemäß dem Portal TN im Februar gegründet worden. Aktionäre sind die Besitzer der Kanzlei.

Noch ein Kandidat

Nicht nur die mysteriöse neue Airline will übrigens nach Frankfurt. Auch Sapsa Servicios Aéreos Patagonicos plant vier wöchentliche Flüge von Buenos Aires nach Frankfurt. Die Charterairline hat immerhin einen großen Unterschied zu Buenos Aires International Airlines. Sie besteht seit 1997, hat bislang aber keine Linienflüge durchgeführt.

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