Boeings Ecodemonstrator: 50 Erfindungen werden an Bord getestet.

EcodemonstratorBoeing forscht im Fliegen

In einer umgebauten Boeing 777 testet Boeing mit Partnern 50 neue Technologien. Einige schaffen es später in Flugzeuge.

Top-Jobs

Goldeck Logo

Kapitän Pilatus PC-12NGX (f/m/d)

Goldeck-Flug Gesellschaft m.b.H.
Vollzeit
Top jobs
Wien / Wiener Neustadt
Österreich
Feste Anstellung
Business Aviation
Sparfell Logo

Captain/First Officer Embraer 550 / Legacy 500 (m/f)

SPARFELL Luftfahrt GmbH
Vollzeit
Vienna
Top jobs
Österreich
Feste Anstellung
Business Aviation

Früher beförderte sie für Air China Passagiere durch die Welt. Nun wurden der Boeing 777-200 höhere Aufgaben zugeteilt. Sie ist jetzt ein fliegendes Testlabor. An Bord führt sie Technik mit, die Fliegen einfacher, bequemer, sparsamer und umweltverträglicher machen soll.

Der Flieger mit dem Kennzeichen N772ET trägt den Namen Ecodemonstrator. Am Montagmorgen landete er in Frankfurt, wo Boeing zusammen mit Partnern wie DLR, Collins Aeropsace oder Honeywell die neuen Technologien Geschäftspartnern, Studenten und geladenen Gästen vorstellt. 50 einzelne Erfindungen werden am Bord der 777-200 getestet.

Aufgesogener Urin und Orangensaftmelder

Dieses Jahr steht das Thema Digitalisierung und Daten im Zentrum. So entwickelte der deutsche Luftfahrtzulieferer Diehl eine Bordküche, die über das W-Lan im Flieger Daten mit eingebauten Bildschirmen oder den Smartphones oder iPads der Flugbegleiter austauscht. So kann die Kabinencrew etwa auf einen Blick erkennen, wo noch Orangensaft oder Salzstangen verstaut sind, statt auf gut Glück unzählige Schränke zu öffnen.

Boeing selbst testet eine Toilette, die Passagieren auf dem Bildschirm ihres Unterhaltungssystems anzeigt, ob sie frei ist oder nicht. Zugleich wird das WC nach Gebrauch mit UV-Licht automatisch desinfiziert. Wasser- und Urinspritzer am Boden werden von einer desinfizierenden Fußmatte aufgesogen. Und Handtücher werden automatisch zerhäckselt, damit die Mülleimer nicht mehr überquellen.

Geringerer Luftwiderstand

Daneben gibt es aber auch Projekte wie einen neuen Sensor, der Wetter mit Lasertechnologie ausmisst. Er soll Turbulenzen viel genauer voraussagen können. Oder ein neues Real-Time-System, das Wetterdaten laufend aktualisiert und darauf aufbauend neue Flugrouten vorschlägt. Es soll helfen, Treibstoff zu sparen. Auch neuartige Wirbelgeneratoren kommen im Ecodemonstrator zum Einsatz. Die schmalen Rippen auf den Tragflächen stellen sich bei Start und Landung auf und verbessern das aerodynamische Verhalten des Flugzeugs. Im Reiseflug klappen sie dank Reaktion auf Kälte automatisch ein, was den Luftwiderstand verringert.

Das Ecodemonstrator-Programm ist nicht neu. Seit 2012 wurde es mit fünf anderen Fliegern durchgeführt, bevor jetzt die 777-200 zum Einsatz kam. So wurde schon in einer Boeing 737, 787, 757, 777F und in einer Embraer E170 getestet.

Kein Alibiprojekt

Es ist auch kein Alibiprojekt. Über ein Drittel der getesteten Projekte erlangten Serienreife, so Boeing. So wurde zum Beispiel ein Kamerasystem fürs Cockpit getestet, das Bodenkollisionen verhindern soll oder neu geformte Winglets. Beide werden heute in neue Flieger eingebaut.

Mehr zum Thema

Fedex-Ecodemonstrator: Neue Technologien für die Frachtfliegerei.

Boeing und Fedex tüfteln an sparsamen Jets

Ecodemonstrator: Schon bald sollen die Testflüge beginnen.

Boeing startet Umwelt-Offensive

Boeing-Saab T-7A Red Hawk Advanced Jet Trainer - transatlantische Wertarbeit für besseres Ernstfall-Training

Transatlantischer Trainingsjet mit Ambitionen und Hürden

Boeing-737-Max-Produktion: Die Max 7 und die Max 10 sind noch nicht zertifiziert.

Boeing ist ab 2030 finanziell bereit für neues Flugzeugprogramm

Video

Canadair CL-415 beim Wasser tanken: Das Flugzeug ist Teil des EU-Katastrophenschutzes.
Während in Frankreich, Spanien und Italien Zehntausende vor den Flammen fliehen, mobilisiert die EU ihre Löschflugzeugflotte Resc EU. Doch die Maschinen sind im Schnitt über 30 Jahre alt. Ersatz ist bereits bestellt, kommt aber erst 2028.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies
delta kapitaen verlaedet gepaeck
Der Flug ab Atlanta hatte schon Verspätung und es war nur ein Mitarbeiter da, um das Gepäck ins Flugzeug zu laden. Da stieg ein Pilot von Delta Air Lines aus und packte mit an.
Timo Nowack
Timo Nowack
Der Airbus A350-1000 ULR mit der Kennung F-WULR ist um 10:43 Ortszeit zum ersten Mal auf australischem Boden gelandet.
Ohne Passagiere, aber mit über tausend Sensoren an Bord, ist der erste Airbus A350-1000 ULR für Qantas Project Sunrise in Melbourne gelandet. Der Testjet legte die Strecke von Toulouse in nicht ganz 20 Stunden zurück, noch in unlackierter Green Livery.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies