Eine Saab 340 von EZ Air: Die Airline muss sich einen neuen Namen suchen.

EZ AirEasyjet-Gründer zwingt kleine Airline zur Namensänderung

EZ Air benennt sich lieber um, anstatt sich als kleine Regionalairline mit der Easy Group anzulegen. Der Konzern des Easyjet-Gründers geht immer wieder gegen vermeintliche Nachahmer vor.

Top-Jobs

sunny cars

Customer Service Expert (m/w/d)

München / Remote
Feste Anstellung
Autovermietung
Sunny Cars
Deutschland
30 - 40 Stunden
Top jobs
IFFD Flugdienste

Piloten/ First Officer (m/w/d)

IFFD GmbH
Graz/Klagenfurt
Feste Anstellung
NCC-Betrieb
Österreich
Vollzeit
Top jobs
Sparfell Logo

Flight Operations Officer in Vienna (Austria)

Vienna
Feste Anstellung
Business Aviation
SPARFELL Luftfahrt GmbH
Österreich
Vollzeit
Top jobs
Sparfell Logo

First Officer Embraer 550 / Legacy 500 (m/f)

Vienna
Feste Anstellung
Business Aviation
SPARFELL Luftfahrt GmbH
Österreich
Vollzeit
Top jobs

Jüngstes Opfer war die britische Indie-Pop-Band Easylife, die sich nach einer Klage der Easy Group einen neuen Namen suchen muss. Von der Gruppe von Easyjet-Gründer Stelios Haji-Ioannou heißt es, die Band habe dem Unternehmen neben der Namensrechtsverletzung auch einen finanziellen Schaden zugefügt, weil sie betrunken mit Easyjet-Accessoires herumgeblödelt habe.

Aber die britischen Musiker sind bei weitem nicht die ersten, die sich nach rechtlichen Schritten der Easy Group umbenennen müssen. Die Gruppe nimmt Firmen weltweit ins Visier. Die Eigentümerin des Markennamens Easy lässt sich die Namenspflege auch rund eine Million Pfund pro Jahr kosten. Im Juli musste die kolumbianische Airline Easyfly ihren Namen in Clic ändern.

Fünf Flugzeuge

Nun hat es die Fluggesellschaft EZ Air von den Kleinen Antillen getroffen. Englisch ausgesprochen lesen sich die beiden Buchstaben wie «easy». EZ Air wurde im Jahr 2000 gegründet und besitzt fünf Flugzeuge. Mit drei Saab 340 führt die Airline Linienflüge nach Curaçao, Aruba und Kolumbien durch. Zwei Learjets sind medizinisch ausgestattet, als Flugzeuge für den Transport von Verletzten.

Die Easy Group wirft der kleinen Fluggesellschaft vor, die geistigen Eigentumsrechte der Gruppe verletzt zu haben. Weiter fordert sie, dass EZ Air den Ticketverkauf an europäische und amerikanische Staatsbürger, die von und nach Kolumbien fliegen, einstellen solle.

Trotzdem gut aufgestellt

EZ-Air-Geschäftsführer René Winkel sagte gegenüber dem Portal Aruba: «Wir sind eine relativ kleine regionale Fluggesellschaft und können es uns nicht leisten, einen langfristigen Rechtsstreit mit einem sehr wohlhabenden Konzern zu führen, dessen Ausgang ungewiss ist». Winkel will den Namen der Airline schnellstmöglich mit einem entsprechenden Rebranding ändern.

Dennoch zeigt sich Winkel für die Zukunft zuversichtlich: «Im Laufe der Jahre haben wir uns durch ein gutes Produkt und komfortable Flugzeuge eine starke Position auf unseren Strecken aufgebaut». Die Easy-Gruppe hat signalisiert, dass sie mit den Maßnahmen von Ez Air einverstanden ist, ihre Flüge relativ kurzfristig unter einem neuen Namen durchzuführen.

Mehr zum Thema

ATR 42 von Easyfly: Künftig als Clic unterwegs.

Easyjet-Gründer zwingt Billigairline zu Namensänderung

Easyjet-Gründer verklagt Indie-Pop-Band

Easyjet-Gründer verklagt Indie-Pop-Band

Easyjet-Gründer Stelios im Jahr 1995: Inzwischen ist er nur noch Großaktionär.

Fehde zwischen Easyjet und Gründer eskaliert

kc 135 stratotanker

Militärflugzeuge aus den USA schalten vor Aruba und Curaçao künftig Transponder ein

Video

Dassault Falcon 10X: Die Franzosen haben am 10. März das Rollout gefeiert.
Die Entwicklung verzögerte sich immer mehr. Nun hat Dassault endlich ihren neuesten Ultralangstrecken-Businessjet erstmals öffentlich präsentiert. Die Falcon 10X soll mit Geräumigkeit, Reichweite und Geschwindigkeit punkten.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies
Raketenabwehr: Ist im Iran-Krieg zentral geworden.
Raketen, Drohnen und Apaches: Mit Jets, Hubschraubern und Flugabwehrsystemen verteidigen sich die Vereinigten Arabischen Emirate und sorgen so auch dafür, dass Flugzeuge von Emirates, Etihad, Flydubai oder Air Arabia wieder starten können.
gerard al fil
Gérard Al-Fil
Boeing 777 von Emirates in Dubai: Der Betrieb wurde kurzzeitig gestoppt.
Einen großen Teil ihres Streckennetzes will die Golfairline wieder bedienen – auch Ziele wie Frankfurt, München oder Zürich. Doch ein Drohneneinschlag beim Flughafen Dubai International führte zu einem kurzfristigen Stopp aller Flüge von Emirates. Die Folge sind mitunter große Verspätungen.
Stefan Eiselin
Stefan Eiselin