Laptop: Bald auf der Schwarzen Liste gesperrter Gegenstände?

Electronics BanDroht das globale Elektronik-Verbot?

Das Verbot von Laptops und Tablets an Bord könnte weltweit ein Thema werden. Das ist nicht nur für Passagiere unangenehm, sondern auch für Fluggesellschaften.

Top-Jobs

aaa aviation academy austria logo

ATO Training Expert (m/f/d)

Aviation Academy Austria
Vollzeit
Neusiedl am See
Top jobs
Österreich
Feste Anstellung
Flugschule
Pilatus Logo

Head of Mechanical Final Assembly PC-12 (a)

Pilatus Flugzeugwerke AG
Vollzeit
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Flugzeughersteller
Pilatus Logo

Lizenzierter Luftfahrzeugmechaniker Experimental Shop (a)

Pilatus Flugzeugwerke AG
Vollzeit
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Flugzeughersteller
.

Event Manager (m/f, 100%)

Vollzeit
IRF Reputation AG
Basel
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Luftfahrt

Von einem Tag auf den anderen war es beschlossene Sache: Wer ab bestimmten Nahost-Destinationen in die USA oder ins Vereinigte Königreich fliegt, darf keine Laptops oder Tablets mehr an Bord nehmen. Die Geräte müssen zwingend ins Aufgabegepäck gepackt oder zumindest vor dem Start abgegeben werden. Tausende Geschäftsreisende dürften angesichts dieser Ankündigung geflucht haben. Sie können jetzt nicht mehr während des Fluges arbeiten.

Einige andere waren wohl froh, weil sie nicht an die betreffenden Ziele reisen. Doch die Schonzeit könnte nicht von Dauer sein. Es gibt Sicherheitsfachleute, die vermuten, dass der so genannte Electronic Ban bald weltweit implementiert wird. John Goglia, ehemaliges Mitglied des amerikanischen National Transportation Safety Board NTSB schließt nicht aus, dass andere Luftfahrtsicherheitsbehörden folgen könnten. «Der Bann könnte ausgeweitet werden, weil das Netz von gefährlichen Leuten auch wächst», sagte er Buzzfeed.

Ähnlich wie beim Flüssigkeiten-Verbot

Ob das wirklich der Fall ist oder nicht, ist nicht bewiesen. Ebensowenig gibt es tatsächliche Belege für Sinn und Unsinn des Banns. Aber womit Goglia nicht falsch liegt: Er vergleicht das Elektronik-Verbot mit dem Verbot von Flüssigkeiten an Bord oder dem Zwang Schuhe vor der Sicherheitskontrolle auszuziehen. All das, so der Sicherheitsfachmann, sei von den USA ausgegangen.

Sowohl die USA als auch Großbritannien berufen sich beim Verbot von Laptops und Tablets auf Gefahren durch Terrorismus. Die britische Regierung erklärte etwa, es gehe bei der Maßnahme um Verhinderung von Anschlägen. Es gebe zwar keinen akuten Handlungsbedarf. Aber die Attentäter würden immer cleverer und die Luftfahrt sei eines ihrer primären Ziele.

Deutschland verneint

Unangenehm ist das Ganze nicht nur für Passagiere, sondern auch für Fluglinien. Sie haben in den vergangenen Jahren Milliarden in eine Internet-Anbindung im Flug investiert. Wenn künftig Laptops oder Tablets nicht mehr benutzt werden dürfen, fällt eine wichtige Servicekomponente weg. Die gut zahlenden Businessreisenden können nicht mehr im Flug arbeiten.

In Deutschland müssen Passagiere sich vorerst nicht vor einem Elektronikverbot fürchten. «Deutsche Flughäfen sind von den aktuell angeordneten Maßnahmen nicht betroffen. Vergleichbare Regelungen sind gegenwärtig in Deutschland nicht vorgesehen», so ein Sprecher des Innenministeriums.

Schweiz in Kontakt mit internationalen Partnern

Das Schweizer Bundesamt für Zivilluftfahrt (Bazl) erklärt, dass man zur Beurteilung der Lage  in engem Kontakt mit den relevanten Bundesbehörden und internationalen Partnern stehe. «Das Bazl kann, nach dem Austausch mit den relevanten Bundesbehörden und internationalen Partnern, kurzfristige allfällige nationale Maßnahmen anordnen», erklärt eine Sprecherin der Behörde.

Mehr zum Thema

Die Route des Fluges: Ein Laptop verursachte die Umkehr.

Erneut muss eine Boeing 767 von United Airlines umdrehen, weil ein Laptop in den Frachtraum rutschte

Der Flugverlauf: An dieser Stelle drehte die Boeing 767 von United um.

Boeing 767 von United muss umdrehen - weil Laptop in Frachtraum hinabrutschte

Aufnahme nach dem Feuer im Virgin-Atlantic-Jet: Eine Powerbank war der Auslöser.

Wenn der Sitzplatz Feuer fängt

Laptop: In der Kabine sicherer als im Gepäck.

So gefährlich können Laptops im Koffer sein

Video

air new zealand syknest
Air New Zealand verschiebt den Start ihrer Schlafkojen für die Economy Class abermals. Eigentlich sollte Syknest 2026 endlich in der Boeing 787 abheben. Doch noch fehlt die Zertifizierung - da erneut eine Behörde bei der Zulassung nicht hinterherkommt.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies
Gulfstream G400 von Baires Fly: Das Flugzeug mit der Kennung LV-JQW brachte Flavio Bolsonaro in die USA.
Eine rund 22 Jahre alte Gulfstream G400 von Baires Fly brachte Flávio Bolsonaro und seine Familie über Ecuador nach Miami. Die argentinische Charterfirma flog einst auch Javier Milei - und auch ihr Eigentümer hat Ärger mit der Justiz.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies
lufthansa fra gate of the future 07
Lufthansa und der Flughafen Frankfurt testen im Terminal 1, wie ein Gate effizienter funktionieren kann und zugleich komfortabler für die Gäste wird. Dabei geht es sowohl um Lounge-Elemente, als auch darum, Bewegungen zu analysieren und einem Software-Wirrwarr Herr zu werden.
Timo Nowack
Timo Nowack