Dresscode an Bord

Eine Fluggastorganisation will von den Airlines klare Regeln darüber, was man als Passagier anziehen darf - und was nicht.

Top-Jobs

bwlv

Fluggerätmechaniker (m/w/d)

BWLV-Motorflugschule Hahnweide
Vollzeit
Kirchheim/Teck
Top jobs
Deutschland
Feste Anstellung
Flugschule
Pilatus Logo

Team Leader Account Management

Pilatus Flugzeugwerke AG
Vollzeit
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Flugzeughersteller
Hahnair Logo

Compliance Monitoring Manager (all genders)

Hahn Air Lines GmbH
Vollzeit
Düsseldorf
Top jobs
Deutschland
Feste Anstellung
Luftfahrt
Etihad Job

Captain A320

Etihad Airways
Vollzeit
Abu Dhabi
Top jobs
United Arab Emirates
Feste Anstellung

In der Oper, auf Hochzeiten, in Nachtclubs - alles Orte, an denen eine Kleiderordnung nichts neues wäre. Aber ein Dresscode im Flugzeug? Geht es nach der amerikanischen Passagiervereinigung Flyers Rights, gibt es auch an Bord bald Vorschriften darüber, was man tragen darf und was nicht. Die Chefin der Organisation, forderte das gegenüber dem amerikanischen Fernsehsender Fox. «Die Airlines sollten einen Schritt in die richtige Richtung machen», so Kate Hanni. Die Reisenden müssten wissen, wie sie sich zu verhalten hätten. So würden sich Missverständnisse und Unannehmlichkeiten vermeiden lassen.

Hintergrund der Forderung: In den vergangenen Monaten gab es öfter Vorfälle, in denen die Bekleidung der Passagiere für Aufruhr gesorgt hatte. So etwa im Juni, als ein 65-jähriger Geschäftsmann seine Mitreisenden auf einem Flug von US Airways ordentlich irritierte - er war mit Damenunterwäsche bekleidet. Gegenüber Fox sagte der Mann, der seinen Namen nicht nennen will, dass er schon des Öfteren in Damenkleidern mit der Fluggesellschaft gereist sei. Nur selten habe er deshalb Ärger bekommen. Als man ihn gebeten habe, sich umzuziehen, habe er das auch befolgt.

Baggy-Hosen polarisieren

Nur wenige Wochen später dann der nächste Vorfall. Gleiche Fluggesellschaft, anderer Passagier. Dieses mal wurde dieser sogar festgenommen. Ein Football-Spieler hatte sich geweigert, seine Baggy-Hosen hochzuziehen. So etwas, so Passagiervertreterin Hanni, geschehe nur, weil es seitens der Fluggesellschaften keine klaren Ansagen gebe, was erlaubt sei und was nicht. Die meisten Airlines haben lediglich in ihren Verhaltensregeln festgelegt, dass eine Kleidung, die andere Passagiere unangenehm berührt oder irritiert, nicht toleriert werde. Die Entscheidung treffen dann im Einzelfall die Flugbegleiter.

Fluglinien zieren sich vor dem Schritt. Wenn man die Kleidungsregeln festlege, dann könnte das auch komplizierte rechtliche Konsequenzen nach sich ziehen. Einen prominenten Gegner hat die Initiative auch schon. Virgin-Chef Richard Branson sagte gegenüber dem amerikanischen Fernsehen, die Passagiere von vorneherein engstirnigen Regeln zu unterstellen, sei unhöflich und gehöre sich nicht.

Mehr zum Thema

Flugbegleiterin von KLM: Die Regeln zum äußeren Erscheinungsbild werden gelockert.

KLM lockert den Dresscode

Boeing 737 von Gol: Airline muss für Make-up zahlen.

Gericht zwingt Airline, Schminke der Flugbegleiterinnen zu zahlen

Mann mit Man Bun: Die Frisur darf bei Swiss ab sofort bei der Arbeit getragen werden.

Swiss streicht den Männerdutt von der No-Fly-List

Unbedeckte Arme: Bei Saudia ein Problem.

Saudia verbietet nackte Frauenarme

Video

Airbus A350 F Erstflug in Toulouse: Der Frachter war vier Stunden in der Luft.
Vier Stunden, 220 Gigabyte Daten und ein Start ohne elektronische Schutzfunktionen: Der Airbus A350 F ist zum ersten Mal geflogen. Was die Crew testete und was den Frachter besonders macht.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies
airbus a350 f erstflug 01
Am Dienstag ist der Airbus-A350-Frachter zum ersten Mal abgehoben. Ende 2027 will der Flugzeugbauer den ersten A350 F aus der Serienproduktion ausliefern. Zwei Kunden kommen für die Premiere infrage.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies
Timo Nowack
Timo Nowack
Ex-Swissair-Sprecher Urs Peter Naef: «»
Als die Nachricht vom Absturz vor Halifax eintraf, war das Krisenhandbuch der Swissair-Kommunikationsabteilung noch nicht fertig. Medienverantwortlicher Urs Peter Naef musste improvisieren - und zugleich die Angehörigen vor aufdringlichen Medien schützen. Seine wichtigste Lehre aus der Katastrophe: «Steh zu dem, was passiert ist, und zeig Flagge.»
Christopher Scheffelmeier
Christopher Scheffelmeier