Regionaljet von US Airways: Die Airline untersucht den Vorfall ebenfalls.

Gleich drei Flieger kurz vor Kollision

In Washington kam es fast zu einem schweren Zwischenfall mit drei US-Airways-Jets. Nun ermitteln die Behörden.

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Die Lotsen im Kontrollturm kommen im Bericht nicht gut weg. Die renommierte amerikanische Tageszeitung Washington Post berichtet, die Aufseher hätten «verwirrt» zwei startende Flieger am Reagan National Airport in Washington D.C. direkt auf einen gerade landenden Jet zugelotst. Sie beruft sich dabei auf Quellen, die mit der Situation vertraut sind. Alle drei Flugzeuge waren Regionaljets der Fluggesellschaft US Airways. Insgesamt 192 Passagiere waren an Bord, nur 12 Sekunden fehlten und es hätte einen fatalen Zwischenfall gegeben.

Mehrere Flieger flogen laut dem Bericht zu dem Zeitpunkt des Zwischenfalls am Dienstagnachmittag (31. Juli) Schleifen über dem Regionalflughafen der amerikanischen Hauptstadt und warteten auf die Landeerlaubnis. Die Verwirrung der Lotsen begann offenbar, als ein aufkommender Sturm dazu führte, dass der Wind drehte. Das Kontrollzentrum im nahen Warrenton wollte die Flieger daher über eine andere Route landen lassen, was sie dem Reagan National Airport mitteilten. Laut der Quelle der Washington Post kam diese Information aber nicht bei allen an, die sie hätte erreichen sollen.

Erst in letzter Sekunde den Fehler erkannt

Die Folge war ein großes Chaos. Zwei startende Jets wurden genau in die Flugbahn eines landenden geschickt und entkamen dem Zusammenstoß nur knapp. Erst in letzter Sekunde erkannte die Lotsin im Kontrollturm ihren Fehler und konnte einen tödlichen Unfall noch verhindern, indem sie das ankommende Flugzeug anwies, eine scharfe Kurve zu fliegen. «Was ist gerade passiert?», sollen die Piloten laut dem Towerfunk gefragt haben. «Wir versuchen gerade das herauszufinden, warten Sie», war die Antwort. Der Flieger sollte noch eine weitere Schleife fliegen, um den zweiten Zwischenfall derselben Art zu verhindern. Aber nun wurde auch noch das Kerosin knapp.

Schließlich ging zwar doch alles glimpflich aus und die Flugzeuge kamen alle wohlbehalten am Zielort an. Dennoch: Der Zeitungsbericht über den besorgniserregenden Tumult rief die amerikanische Luftfahrtaufsichtsbehörde FAA auf den Plan. «Wir ermitteln in dem Zwischenfall und werden angemessen auf die Miskommunikation reagieren», heißt es gegenüber dem amerikanischen Fernsehsender ABC. US Airways arbeitet dabei mit der Behörde zusammen, wie die Fluglinie in einer Mitteilung bekannt gab. Bereits im vergangenen Jahr hatte derselbe Flughafen Negativschlagzeilen geschrieben, nachdem ein Towermitarbeiter zugegeben hatte, während seiner Schicht eingeschlafen zu sein. Zwei Flieger hätten aus diesem Grund ohne Hilfe landen müssen. In der Folge standen die Schichtzeiten der Flughafenmitarbeiter in den USA in scharfer öffentlicher Kritik.

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