Letzte Aktualisierung: um 12:29 Uhr

IT-Fehler

Doppelbuchungen bescheren Eurowings Chaos auf Mallorca

Ein Problem im Buchungssystem sorgte dafür, dass Hunderte Eurowings-Fluggäste in Palma ohne Platz im Flugzeug dastanden. Sogar Konkurrentin Condor musste aushelfen.

Clément Alloing/Twitter:@CAlloing

Flieger von Eurowings: Auf einmal mehr Reisende als Jets.

Es war ein Computerfehler mit Folgen für Hunderte Reisende. Eurowings hat die Sitzplätze für vier Flüge ab Palma de Mallorca nach Deutschland am vergangenen Donnerstag (3. November) versehentlich doppelt verkauft, wie zuerst die Mallorca Zeitung berichtete.

Grund sei ein «IT-Fehler in einer Schnittstelle des Buchungssystems», so ein Sprecher der Lufthansa-Tochter. Der Fehler sei behoben worden und werde nicht mehr vorkommen.

Boeing 757 von Condor im Einsatz

Dennoch gab es für rund 600 Fluggäste nicht direkt Platz an Bord der Eurowings-Flüge nach Düsseldorf, Köln/Bonn, Frankfurt und Hamburg. Es «mussten mehrere hundert Passagiere kurzfristig händisch auf andere Flüge umgebucht werden», erklärt der Sprecher. Man habe «alles unternommen, um schnellstmöglich vier zusätzliche Flugzeuge, inklusive Crews, nach Mallorca zu bringen».

Die Fluggesellschaft musste also kurzfristig Ersatz beschaffen. Sie tat dies in Form von zwei eigenen Airbus A320, einem A320 von Wet-Lease-Partner Avion Express und einer hinzugemieteten Boeing 757 der Ferienflugkonkurrentin Condor.

Keine Landung in Hamburg

Ein Leser von aeroTELEGRAPH berichtetet von riesigen Warteschlangen. Eine andere Betroffene schilderte ihre Eindrücke gegenüber dem Mallorca Magazin: «Es wurden dann willkürlich Pässe kontrolliert, ab und zu begann jemand zu jubeln und hatte offenbar einen freien Platz ergattern können. Es war irgendwie wie in einer Lotterie.»

So kamen rund 80 Prozent der Reisenden laut Eurowings noch am Donnerstagabend nach Deutschland. 20 Prozent mussten im Hotel übernachten und am nächsten Morgen fliegen. Zudem konnte der Flug nach Hamburg dort aufgrund des Nachflugverbotes nicht landen. Stattdessen ging es nach Hannover und von dort aus mit dem Bus nach Hamburg.