Flieger von Dniproavia: Die Airline schrumpft.

Flugzeuge an WindroseDniproavia will sich vor Verstaatlichung retten

Ein Gericht ordnete die Verstaatlichung der ukrainischen Fluglinie an. Doch der Eigner von Dniproavia wehrt sich - und verschiebt nun Flugzeuge zu einer Mitbewerberin.

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882.1 Million Hryvnia oder umgerechnet 30 Millionen Euro hätte der neue Besitzer investieren müssen. Das war eine der zentralen Bedingungen der ukrainischen Regierung für den Verkauf von Dniproavia an die Privat Group des Oligarchen Ihor Kolomoysky. Mit dem Geld hätte der Investor den Flughafen Dnipro renovieren und aufrüsten sollen, der Sitz der vom Staat übernommenen Fluggesellschaft ist.

Doch Kolomoysky hielt seine Versprechen von 2009 nicht, wie kürzlich ein ukrainisches Gericht festhielt. Die Piste sei nicht wie verlangt saniert worden und insgesamt sei nur rund ein Sechstel der Investitionen am Flughafen Dnipro – dem ehemaligen Dnipropetrovsk – getätigt worden, heißt es im Urteil. Deshalb verliere der Airport Passagiere. Der Besitzer von Dniproavia stritt das vor Gericht nicht ab, verwies aber auf «veränderte Umstände» und verlangte mehr Zeit.

Nur noch zwei Flieger

Die Richter akzeptierten das nicht und ordneten die Verstaatlichung von Dniproavia an. Kolomoysky zieht das Urteil weiter. Gleichzeitig sorgt er aber vor, wie das russische Luftfahrtportal ATO schreibt. Er übertrag nun fünf Embraer E145 an die ukrainische Fluggesellschaft Windrose. Dniproavia verbleiben damit nur noch zwei aktive Flieger.

Windrose betreibt eine Airbus-Flotte mit sieben Fliegern, ein A320, fünf A321 und ein A330. Die Fluglinie hatte früher schon Interesse an einer Übernahme von Dniproavia gezeigt.

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