Embraer von Alitalia Cityliner: Ein Sonderverwalter plant die Zukunft.

Flotte, Netzwerk, OrganisationDie neue Alitalia nimmt Gestalt an

Durch Verstaatlichung und Corona-Krise stehen bei Alitalia große Änderungen ins Haus. Jetzt sind Details zur Flotte bekannt. Auch am Netzwerk könnte sich einiges ändern.

Top-Jobs

k5 logo

Captain A320 (m/w/d)

K5-Aviation GmbH
München, Hamburg, Stuttgart
Feste Anstellung
Business Aviation
Deutschland
Vollzeit
Top jobs
logo-gi-group

Teamleiter (gn) am Flughafen Hamburg

Hamburg
Feste Anstellung
Gi Group Recruiting
Deutschland
Vollzeit
Top jobs
Hahnair Logo

Kapitän C680A (all genders) mit Zusatzaufgaben

Düsseldorf
Feste Anstellung
Hahn Air Lines GmbH
Deutschland
Vollzeit
Top jobs
Hahnair Logo

Deputy Continuing Airworthiness Manager (all genders)

Düsseldorf
Feste Anstellung
Hahn Air Lines GmbH
Deutschland
Vollzeit
Top jobs

Nach rund dreijähriger Insolvenz von Alitalia gab die italienische Regierung im März 2020 die Hoffnung auf, dass sich in absehbarer Zeit ein passender Käufer für die Fluggesellschaft findet. Daher wird die Airline, mit der auch der Papst fliegt, verstaatlicht. Langsam zeichnet sich auch ab, wie die neue Alitalia nach der Corona-Krise aussehen könnte.

Sonderverwalter Giuseppe Leogrande erklärte Ende April, dass es zwei neue Gesellschaften geben wird, wahrscheinlich schon ab dem 1. Juni: Die eine mietet Personal und Flugzeuge von Alitalia, die andere von der Regionaltochter Cityliner. Die Namen dieser neuen Firmen sind noch nicht bekannt. Zusammen sollen die beiden Gesellschaften 92 Flugzeuge mieten. Das ist deutlich mehr als die 25 bis 30 Flieger, von denen noch im März die Rede war.

Zuerst nur 24 Jets in der Luft?

Aufteilen wird sich diese Flotte in 20 Langstreckenflieger (Boeing 777 und Airbus A330), 60 Kurz- und Mittelstreckenjets (Airbus A319 und A320) und zwölf Embraer-Regionaljets. Zuletzt zählten Alitalia und Cityliner zusammen 113 Flugzeuge. Die überzähligen Maschinen sollen an die Leasingsfirmen zurückgehen oder verkauft werden. Es handelt sich um sieben Airbus A321, sechs A330/Boeing 777 und acht Embraer E175 und E190.

Aufgrund der Corona-Krise werden aber nicht direkt alle 92 Jets zum Einsatz kommen. Für die ersten Monate liegen die Schätzungen laut Informationen der Zeitung Corriere della Sera bei 24 bis 50 Fliegern. Im schlimmsten Fall würden also zunächst 68 Flugzeuge samt Crews am Boden bleiben.

Reduzierung der Langstrecken geplant

Beim Netzwerk wird sich die neue Alitalia mehr auf touristische Flüge zwischen Italien und anderen europäischen Zielen fokussieren, etwa griechischen und spanischen Inseln. Dabei soll sie besonders Routen bedienen, auf denen noch keine Billigflieger unterwegs sind.

Interkontinental hat Alitalia bereits ihre längste Route nach Santiago de Chile gestrichen. Ab Rom haben die Ziele New York, Boston, Los Angeles, Buenos Aires, Sao Paulo und Tokio laut der Zeitung gute Chancen, nach der Corona-Krise im Flugplan zu bleiben. San Francisco und Delhi laufen Gefahr, gestrichen zu werden. Von Mailand aus scheint sich New York im Netzwerk zu halten, während Tokio wackelt.

Weiterhin Investoren im Gespräch

Der Sonderverwalter hat sich zum Netzwerk und zu vielen weiteren Details noch nicht offiziell geäußert. Es macht den Anschein, als würde er sich so viel Flexibilität wie möglich bewahren wollen, da die Corona-Krise Prognosen so gut wie unmöglich macht.

Spannend ist das im Hinblick auf Investoren. Denn eigentlich steht Alitalia durch die Verstaatlichung ja nicht mehr zum Verkauf. Dennoch nannte Leogrande drei Interessenten: die amerikanische Firma US Aerospace, die der mysteriösen Wow-Air-Investorin Michele Roosevelt Edwards gehört, ein Konsortium um das italienische Technologieunternehmen Almaviva und die Synergy Group des Ex-Avianca-Präsidenten Germán Efromovich. Mit Efromovich, der früher schon an Alitalia interessiert war, habe es sogar ein Treffen gegeben, so Leogrande. Der Luftfahrtunternehmer sei allerdings etwas vage gewesen.

Mehr zum Thema

Flieger von Alitalia: Niemand hat mehr Interesse.

Staat übernimmt Alitalia

Wow-Air-Eigentümerin hat Interesse an Alitalia

Wow-Air-Eigentümerin hat Interesse an Alitalia

Flieger von Alitalia: Interessenten haben bis zum 15. Juli Zeit, ein Gebot abzugeben.

Avianca-Eigner Efromovich an Alitalia interessiert

ticker-alitalia

Die letzten 1900 Angestellten von Alitalia haben die Kündigung erhalten

Video

Absturzstelle: Hier prallte der Jet ins Gebirge.
Der Absturz von Flug MU5735 beschäftigt Ermittlungsbehörden seit mehr als vier Jahren. Jetzt deuten neue Daten darauf hin, dass es im Cockpit der Boeing 737 von China Eastern Airlines vor dem Crash zu einem Kampf um die Kontrolle kam.
Laura Frommberg
Laura Frommberg
Der Moment vor der Berührung: Die Boeing 767 von United fliegt extrem niedrig an.
Eine Boeing 767 von United Airlines ist bei der Landung in Newark extrem tief geflogen. Neue Videoaufnahmen zeigen nun von außen, wie das Hauptfahrwerk den Lastwagen auf der Autobahn berührte.
Stefan Eiselin
Stefan Eiselin
Moment der Kollision: Zum Glück verletzte sich der Fahrer nur leicht.
Eine Boeing 767 von United Airlines berührte beim Anflug in Newark einen Lastwagen und einen Lichtmast. Flug UA169 landete dennoch sicher. Brisant: Weder Cockpit noch Flugsicherung registrieren die Kollision zunächst.
Laura Frommberg
Laura Frommberg