Modell eines Airbus A350: Nochmals alles überprüfen.

Die Höhepunkte von Le Bourget

Airbus, Boeing, Bombardier, Sukhoi oder auch Comac - sie alle wollen sich in Paris wieder von der besten Seite zeigen. Ein Blick auf die große Flugschau.

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Emeric d’Arcimoles rüstete auf. Um mit dem Salon International de l’Aéronautique et de l’Espace – oder auf englisch unprätentiöser Paris Air Show – weiter zu den Top-Messen der globalen Luftfahrt zählen zu können, investierte der Geschäftsführer kräftig. Fast 60 Millionen Euro steckte er in die Infrastruktur auf dem Gelände in Le Bourget nordöstlich von Paris. Über 350'000 Besucher aus 44 Ländern werden nun in der kommenden Woche erwartet, knapp 300 internationale Delegationen und über 3000 Journalisten. Alle Plätze sind vergeben. «Wir bleiben damit das weltweit größte Ereignis der Luft- und Raumfahrtindustrie und die bevorzugte Messe für Aussteller – dank der Qualität unserer Teilnehmer», sagt d’Arcimoles.

Die Branche, welche die Tage vom 17. bis 23. Juni erneut wieder als Schaufenster nutzen möchte, fliegt mit ganz unterschiedlichen Erwartungen nach Frankreich. So rechnet der europäische Luftfahrt-Konzern EADS für seine Tochter Airbus «mit einigen hundert Bestellungen», wie Chef Thomas Enders im Vorfeld sagte. Gleichzeitig erhöhte er die laufende Prognose für Airbus – statt 700 soll es 800 Bestellungen für Flugzeuge in diesem Jahr geben.

Eine von 52 Wochen

Ganz anders ist die Lage beim amerikanischen Konkurrenten Boeing. Der spielt die Erwartungen an die Messe für das eigene Haus herunter. «Unser Fokus liegt auf unseren Kunden und Lieferanten. Wir wollen ihnen die Fähigkeiten unserer Produkte präsentieren», sagte Marketing-Chef Randy Tinseth. Das unterscheide Boeing von Airbus. «Wir sehen diese Woche als eine von 52 im Jahr. Airbus arbeitet hingegen hart daran, die heimischen Fans zu unterhalten.»

Und dennoch werden sich die beiden Großen der Branche in Paris wieder duellieren. Gerade noch rechtzeitig hob der A350 am Freitag als neuer Vorzeigeflieger von Airbus zum Jungfernflug ab. Boeing-Chef Jim McNerney will hingegen nicht nur sein Problemkind Dreamliner in neuem Glanz erstrahlen lassen. Mit den Plänen für eine 777X will er in direkte Konkurrenz zu den größeren A350-Modellen treten.

Sehen Sie in der Bildergalerie die Höhepunkte der diesjährigen Paris Air Show.

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