Germanwings-Absturz 4U9525Deutschland im Schock

Der Absturz des Airbus von Germanwings in Südfrankreich hat vor allem in Deutschland tiefe Bestürzung und Trauer ausgelöst. Auch, weil eine Schulklasse an Bord war.

Top-Jobs

Pilatus Logo

Lizenzierter Luftfahrzeugmechaniker (a)

Pilatus Flugzeugwerke AG
Vollzeit
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Flugzeughersteller
Pilatus Logo

Luftfahrzeugmechaniker Flugbetrieb (a)

Pilatus Flugzeugwerke AG
Vollzeit
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Flugzeughersteller
Pilatus Logo

Teamleiter Montage & Support (a)

Pilatus Flugzeugwerke AG
Vollzeit
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Flugzeughersteller
Pilatus Logo

Leiter Zerspanung Kleinteile / Stv. Abteilungsleiter (a)

Pilatus Flugzeugwerke AG
Vollzeit
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Flugzeughersteller

Deutschlands Kanzlerin Angela Merkel ist sichtlich bewegt, als sie um 14.30 Uhr und damit etwa drei Stunden nach der ersten Meldung über den Absturz von Germanwings-Flug 4U9525 vor die Kameras tritt. «Erschütternde Nachrichten erreichen uns aus Südfrankreich», sagt sie, gekleidet in ein schwarzes Jackett. «Der Absturz ist ein Schock, der uns in Deutschland, der Franzosen und Spanier in Trauer stürzt.»

«Jede Spekulation über die Absturzursache verbietet sich», so Merkel. «Heute beschäftigt mich zunächst einmal das Ausmaß des Leides, das diese Katastrophe über so viele Menschen gebracht hat. Meine Gedanken und meine Anteilnahme, auch die der ganzen Bundesregierung, sind bei den Angehörigen derer, die jäh ihr Leben verloren haben.» Merkel versprach «die Hilfe und den Beistand, die es in solchen Stunden geben kann».

Kein Absturz, bei dem das Flugzeug wie ein Stein vom Himmel fällt

Bundespräsident Joachim Gauck meldete sich von einem Staatsbesuch in Peru. «Nach dem Aufwachen habe ich mit großem Schrecken von dem Absturz gehört. Ich möchte den Angehörigen sagen: Ich bin bei Ihnen mit meinen Gedanken und Gefühlen. Mögen sie Trost finden daran, dass viele Menschen bei Ihnen sind.» Gauck brach seinen Besuch ab. Auch SPD-Chef Sigmar Gabriel äußerte sich über das soziale Netzwerk Facebook: «Das sind fürchterliche Nachrichten, die uns in diesen Stunden aus Frankreich erreichen. Wir alle sind fassungslos angesichts dieser schrecklichen Katastrophe, die so viele Menschen aus dem Leben gerissen hat. Unsere Gedanken sind bei den Opfern und den Angehörigen.»

Pilot Markus Wahl, Vorstandsmitglied der Vereinigung Cockpit, erklärte: «Wir wollen uns im Moment nicht an Spekulationen beteiligen, da wir derzeit keine weiteren technischen Informationen haben. Aber es war kein Absturz, bei dem das Flugzeug wie ein Stein vom Himmel fällt. Nach allem was wir wissen, war es ein kontrollierter Gleitflug, wenn man sich die Sinkdaten der Maschine ansieht. Um seriöse Aussagen über den Hergang machen zu können, müssen zuerst der Flugdatenschreiber und der Cockpit-Voice-Rekorder gefunden werden.»

Germanwings verspricht schnelle Aufklärung

In Köln sprach die Geschäftsführung von Germanwings den Angehörigen der Opfer ihr tiefstes Bedauern aus. Germanwings werde alles tun, um die Hintergründe dieses Unfalls schnell und umfassend aufzuklären. «Wir wollen wissen, was passiert ist», sagte Sprecher Thomas Winkelmann. Der Flugbetrieb von Germanwings werde aber unverändert fortgesetzt. Eine Crew, die eigentlich von Hamburg nach London hätte fliegen sollen, sah sich laut Berichten im Kurznachrichtendienst Twitter dazu aber offenbar nicht in der Lage, der Flug wurde annuliert. Die Mitarbeiter seien zu betroffen gewesen.

(mü)

Mehr zum Thema

Airbus A330 von Sir Lankan Airlines in Colombo: Die Fluglinie will mehr Langstreckenjets.

Sri Lankan Airlines will forsch wachsen - doch es fehlen Flugzeuge

Ryanair: Wie viele Flugzeuge hat die Airline-Gruppe?

Können Sie diese Falschaussagen über die Luftfahrt aufdecken?

Flieger von Air Canada: Kanada erlebt einen Tourismusboom.

USA sind out - noch nie gab es so viele Flüge aus Europa nach Kanada

Die Golden Gate Bridge am Eingang der San Francisco Bay: Buchungen aus Westeuropa im Minus für den Sommer.

Sommerflaute: Nachfrage für Flüge zwischen Europa und USA erholt sich kaum

Video

Airbus A380 von Lufthansa: Die D-AIMH wird noch bis Anfang Juni in. Dresden umgebaut.
Noch hängen Kabel aus der Kabine und manche Fußablagen fehlen. Doch der Umbau der Airbus A380 von Lufthansa bei EFW in Dresden zeigt bereits, wie die modernisierte Business Class aussehen wird. Der Zeitplan ist straff – und die Logistik kompliziert.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies
Der Moment vor dem Absturz: Die Cessna kollidiert mit dem Gleitschirm.
Eine Paragliderin überlebt mit Glück den Zusammenstoß mit einer Cessna. Der Unfall wirft Fragen auf: Wer muss wem ausweichen? Und warum sehen sich Motorpiloten und Gleitschirmpiloten im selben Luftraum oft erst im letzten Moment?
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies
Ramy RC vor seinem Lufthansa-Airbus-A380: Ganz schön groß.
Ein Airbus A380 als Modellflugzeug klingt spektakulär – doch das von Ramy RC sprengt selbst in der Modellbauwelt die Dimensionen. Der Nachbau des Lufthansa-Superjumbos mit Speziallackierung ist fast neun Meter lang und kann tatsächlich fliegen.
Stefan Eiselin
Stefan Eiselin