Letzte Aktualisierung: um 18:40 Uhr

Totalschaden

Deutsches Olympia-Boot flog mit Boeing 747 von Cargolux

Der deutsche Kajak-Vierer der Männer braucht für die Olympischen Spiele sein Ersatzboot. Das vorher eingeplante Boot kam nicht heil in einer Boeing 747 von Cargolux an.

Tom Liebscher/Instagram

Die Pfeile zeigen auf das beschädigte Boot unten: Kontakt mit Gabelstapler.

Es war ein Schock für die deutschen Männer des Kajak-Vierers vor den Olympischen Spielen in Japan: «Ein Gabelstapler ist beim Verladen ins Boot gekracht, ein Totalschaden», erklärte Ronald Rauhe, einer der vier Spitzensportler. Zu dem Unfall kam es, als das Boot in Luxemburg ins Flugzeug geladen und nach Tokio gebracht werden sollte.

Der Schaden an dem Kohlefaser-Kajak wurde erst am Mittwoch (21. Juli) öffentlich, geschah aber schon vor rund drei Wochen, wie aeroTELEGRAPH erfuhr. Bundestrainerin Tina Kövari vom Deutschen Kanu Verband erklärt, dass das pinke Boot zusammen mit anderen in ein Flugzeug von Cargolux verladen werden sollte, als ein Gabelstapler es mit seinen Zinken traf.

Ersatzboot ist schon auf dem Weg nach Tokio

Es handelte sich um eine Boeing 747 von Cargolux, welche die Boote – inklusive dem beschädigten – dann dennoch nach Tokio flog. Mit der Organisation des Transports beauftragt war DB Schenker. Ein Sprecher des Logistikunternehmens erklärt, ohne Namen zu nennen, dass es «beim Groundhandling durch einen Partner» zur Beschädigung des Kajaks kam.

«Der Fall wurde in professioneller Zusammenarbeit mit den Partnern geregelt, das baugleiche Schwesterboot ist bereits auf dem Weg nach Tokio und wird pünktlich zum ersten Wettkampf vor Ort sein», so der Sprecher. Das deutsche Team hat das Ersatzboot vorher in einer Holzkiste besonders gesichert. Es ist der einzige baugleiche Ersatz weltweit.

Kein Zusammenhang mit Lufthansa und Turkish

Keinen Zusammenhang hat der Vorfall mit dem Transport der deutschen Boote für den Kanu-Slalom. Um sie hatte es Aufsehen gegeben, da Lufthansa die Boote nicht wie erhofft nach Tokio bringen konnte. Die verärgerten Kanuten waren danach auf Turkish Airlines ausgewichen.



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