UPS und Fedex ExpressDer MD-11 geht es auch bei den Frachtriesen an den Kragen

Lufthansa Cargo sortierte schon vor anderthalb Jahren die letzten Exemplare aus. Jetzt beginnen auch die letzten Betreiber mit der Ausflottung der McDonnell Douglas MD-11.

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Im Oktober 2021 schloss Lufthansa Cargo das Kapitel McDonnell Douglas MD-11 und wurde zur reinen Betreiberin von Boeing 777. Etliche der ausrangierten Frachter gingen von der deutschen Frachtairline an die drei heute noch verbleibenden Betreiber des Modells in die USA: UPS Airlines, Fedex Express und Western Global Airlines.

Doch auch dort geht es der MD-11, von dem nur 200 Exemplare gebaut wurden, jetzt an den Kragen. UPS bestätigte gegenüber dem Portal Cargo Facts, dass sie zu Beginn des Jahres mit der Ausflottung der Dreistrahler begonnen hat. Den Anfang machte die Maschine mit dem Kennzeichen N280UP, die am 2. Januar nach Victorville überstellt wurde.

Einst für Swissair und LTU unterwegs

Der Jet war 1997 an Swissair ausgeliefert worden und beförderte als HB-IWP mit dem Taufnamen Basel-Land bis zu 241 Reisende. Kennzeichen und Sitzanzahl änderten sich auch nicht bei Nachfolgerin Swiss, wo die MD-11 allerdings den Namen Zumsteinspitze erhielt. Erst nach der Ausmusterung bei Swiss 2003 erfolgte der Umbau zum Frachter.

UPS sortierte Mitte Januar 2023 eine weiter McDonnell Douglas MD-11 aus, die das Kennzeichen N283UP trug. Sie war in seinem vorherigen Leben als Passagiermaschine für LTU (D-AERB), Swissair (HB-IWR) und Air Namibia (V5-NMC) geflogen. Nun hat UPS noch 40 Exemplare der MD-11 in der Flotte. Ersetzt werden sie nach und nach durch Boeing 767-300 F, von denen die Cargoairline alleine im laufenden Jahr sieben einflotten will.

Auch Fedex Express sortiert MD-11 aus

Fedex Express hat laut Cargo Facts 2023 im Januar sogar drei MD-11 zum Flugzeugfriedhof Victorville gebracht und will bis Ende Mai elf weitere folgen lassen. Laut dem Luftfahrtdaten-Portal CH Aviation verfügt die Frachtfluggesellschaft über 51 aktive MD-11. Bei Western Global Airlines waren seit Jahresbeginn fünf der Dreistrahler im Einsatz.

Insgesamt sind also noch fast 100 von 200 je gebauten MD-11 aktiv. Das ist nicht wenig. Doch das Ende des Modells wird nun schneller näher rücken. Ihren Erstflug hatte die MD im Januar 1990 absolviert, schon im Dezember folgte die Erstauslieferung an Finnair.

In der oben stehenden Bildergalerie sehen Sie die aktuellen und einige ehemalige MD-11-Betreiber. Ein Klick aufs Foto öffnet die Bilder im Großformat.

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Der Absturz von American-Airlines-Flug AA191 im Jahr 1979 war nach den Anschlägen vom 11. September 2001 der schwerste Luftfahrtunfall in den USA. Alle 271 Insassen der <strong>McDonnell Douglas DC-10</strong> kamen ums Leben, als der Jet kurz nach dem Start verunglückte. Die Federal Aviation Administration entzog der DC-10 daraufhin für etwa einen Monat die Lizenz. Wie sich schliesslich herausstellte, war aber falsche Wartung die Ursache für den Absturz.

McDonnell Douglas DC-10: Grounding, Abstürze und doch noch Welterfolg

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