Lufthansa-Uniformen: Die Einstellungsbedingungen ändern sich.

Erfolg für das KabinenpersonalDer HIV-Test zur Einstellung bei Lufthansa ist Geschichte

Wer HIV-positiv ist, aber therapiert wird, kann ein normales Leben führen. Diese Lebensrealität war lange nicht in den Auswahlkritierien von Lufthansa umgesetzt. Das ändert sich.

Top-Jobs

.

Ausbildung zum Apron Controller (m/w/d) am Flughafen Frankfurt

Frankfrut
Vorfeldkontrolle
FRA-Vorfeldkontrolle GmbH
Deutschland
Vollzeit
Top jobs
aaa aviation academy austria logo

Fluglehrer/-in FI(A) mit Funktion Deputy CFI

Vollzeit
Aviation Academy Austria
Flugschule
Feste Anstellung
Top jobs
Wiener Neustadt - LOAN
Österreich
aaa aviation academy austria logo

Fluglehrer/-in FI(A)

Vollzeit
Aviation Academy Austria
Flugschule
Feste Anstellung
Top jobs
Wiener Neustadt - LOAN
Österreich
Goldeck Logo

Captain Pilatus PC-12NGX (f/m/d)

LOWW/VIE
LOAN
Feste Anstellung
Business Aviation
Goldeck-Flug Gesellschaft m.b.H.
Österreich
Vollzeit
Top jobs

Es ist eine Erfolgsmeldung, welche die Gewerkschaft des Kabinenpersonals verkündet - aber es geht dabei nicht um Tarifthemen. Sondern um ein «jahrzehntelang dauerndes Unrecht», das nun Geschichte ist, heißt es in einer Mitteilung von Ufo.

Wer bei Lufthansa in der Kabine arbeiten will, muss vor der Einstellung keinen HIV-Test mehr machen. Bislang war das aber Pflicht. Die Vorgabe beruhte unter anderem auf der inzwischen widerlegten Annahme, dass HIV-positive Menschen keine Gelbfieberimpfung erhalten sollten. Diese Impfung ist aber für die Reise zu vielen Destinationen nötig.

Diskriminierung in der Vergangenheit

«Es ist ein kleiner Schritt für die Lufthansa, aber ein großes Zeichen für die betroffenen Menschen», so Ufo. Denn: «Die Stigmatisierung, die Menschen trifft, die mit dem Virus leben, ist bis heute allgegenwärtig und mit Scham und Vorurteilen verbunden.» Die strikten Vorgaben hätten viele mit HIV lebende Menschen davon abgehalten, einen Job in der Fliegerei zu verfolgen.

Die Kabinengewerkschaft berichtet, dass es in der Vergangenheit aufgrund des Tests auch öfter zu großen Problemen gekommen sei. So seien positive Testergebnisse teils über das Telefon mitgeteilt worden - ohne psychologische Fachkompetenz, die bei so einer Diagnose nötig ist.

Easa sperrte lange

Man hoffe, dass die Entscheidung von Lufthansa, auf den obligatorischen Test zu verzichten, ein weiterer Schritt gegen die Stigmatisierung HIV-positiver Menschen sei. Denn diese hätten nicht nur mehr oder weniger die gleichen Lebenserwartungen, sobald sie therapiert sind, sondern würden nun auch endlich als voll einsatzfähig, gesundheitlich unproblematisch und physisch gesund anerkannt.

Lange Zeit war es Airlines überhaupt nicht möglich, HIV-positive Menschen als fliegendes Personal einzustellen. Die europäische Luftfahrtbehörde Easa ermöglichte das erst 2012 unter der Voraussetzung, dass die Blutwerte durch die erfolgreiche Therapie fliegerärztlich anerkannt sind.

Weitere Auswahlparameter überprüfen

Die Arbeit sei mit diesem Erfolg nicht getan, so Ufo. «Als Ausblick für die weitere Arbeit können wir feststellen, dass diese Lebensrealität weiter Einzug in die Strukturen unserer Fliegerwelt halten muss», heißt es. «So sind weitere Gespräche angedacht, um auch in Zukunft die Auswahlparameter für medizinische Eignungsuntersuchungen auf dieses Merkmal zu prüfen und auch hier möglichen Diskriminierungen entgegenzutreten.»

Mehr zum Thema

Uniformen von Aero K: Männer und Frauen tragen dieselbe Kleidung.

Aero K startet mit Unisex-Uniformen

Alle tragen, was sie wollen: Neue Regeln bei Alaska Airlines.

Alaska Airlines löst Geschlechternormen auf

Mann mit Man Bun: Die Frisur darf bei Swiss ab sofort bei der Arbeit getragen werden.

Swiss streicht den Männerdutt von der No-Fly-List

Boeing 737 von Air Europa: Bekommt die Fluglinie noch eine neue Investorin oder nicht?

Lufthansa findet Gespräche mit Air Europa «mühsam»

Video

businessjet
In den USA wirft die Zeitung New York Times den Betreibern von Business- und Privatjets vor, keinen fairen Anteil an der Finanzierung der Flugsicherung zu zahlen. Die Branche hält dagegen.
Timo Nowack
Timo Nowack
ilyushin il 96 ra 96024 alaska 01
Für das Präsidenten-Treffen zwischen Donald Trump und Vladimir Putin flogen mindestens sechs Flugzeuge der russischen Staatsflotte nach Anchorage in Alaska. Ein Überblick.
Timo Nowack
Timo Nowack
Löschflugzeug auf dem Douro: Etwas ging schief.
Portugal steht vor einem gefährlichen Sommer: Alle Canadair-Wasserbomber sind defekt – während das Land unter Hitze, extremer Trockenheit und steigender Waldbrandgefahr leidet.
Laura Frommberg
Laura Frommberg