Lufthansa-Uniformen: Die Einstellungsbedingungen ändern sich.

Erfolg für das KabinenpersonalDer HIV-Test zur Einstellung bei Lufthansa ist Geschichte

Wer HIV-positiv ist, aber therapiert wird, kann ein normales Leben führen. Diese Lebensrealität war lange nicht in den Auswahlkritierien von Lufthansa umgesetzt. Das ändert sich.

Top-Jobs

bwlv

Fluggerätmechaniker (m/w/d)

BWLV-Motorflugschule Hahnweide
Vollzeit
Kirchheim/Teck
Top jobs
Deutschland
Feste Anstellung
Flugschule
Pilatus Logo

Team Leader Account Management

Pilatus Flugzeugwerke AG
Vollzeit
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Flugzeughersteller
Hahnair Logo

Compliance Monitoring Manager (all genders)

Hahn Air Lines GmbH
Vollzeit
Düsseldorf
Top jobs
Deutschland
Feste Anstellung
Luftfahrt
Etihad Job

Captain A320

Etihad Airways
Vollzeit
Abu Dhabi
Top jobs
United Arab Emirates
Feste Anstellung

Es ist eine Erfolgsmeldung, welche die Gewerkschaft des Kabinenpersonals verkündet - aber es geht dabei nicht um Tarifthemen. Sondern um ein «jahrzehntelang dauerndes Unrecht», das nun Geschichte ist, heißt es in einer Mitteilung von Ufo.

Wer bei Lufthansa in der Kabine arbeiten will, muss vor der Einstellung keinen HIV-Test mehr machen. Bislang war das aber Pflicht. Die Vorgabe beruhte unter anderem auf der inzwischen widerlegten Annahme, dass HIV-positive Menschen keine Gelbfieberimpfung erhalten sollten. Diese Impfung ist aber für die Reise zu vielen Destinationen nötig.

Diskriminierung in der Vergangenheit

«Es ist ein kleiner Schritt für die Lufthansa, aber ein großes Zeichen für die betroffenen Menschen», so Ufo. Denn: «Die Stigmatisierung, die Menschen trifft, die mit dem Virus leben, ist bis heute allgegenwärtig und mit Scham und Vorurteilen verbunden.» Die strikten Vorgaben hätten viele mit HIV lebende Menschen davon abgehalten, einen Job in der Fliegerei zu verfolgen.

Die Kabinengewerkschaft berichtet, dass es in der Vergangenheit aufgrund des Tests auch öfter zu großen Problemen gekommen sei. So seien positive Testergebnisse teils über das Telefon mitgeteilt worden - ohne psychologische Fachkompetenz, die bei so einer Diagnose nötig ist.

Easa sperrte lange

Man hoffe, dass die Entscheidung von Lufthansa, auf den obligatorischen Test zu verzichten, ein weiterer Schritt gegen die Stigmatisierung HIV-positiver Menschen sei. Denn diese hätten nicht nur mehr oder weniger die gleichen Lebenserwartungen, sobald sie therapiert sind, sondern würden nun auch endlich als voll einsatzfähig, gesundheitlich unproblematisch und physisch gesund anerkannt.

Lange Zeit war es Airlines überhaupt nicht möglich, HIV-positive Menschen als fliegendes Personal einzustellen. Die europäische Luftfahrtbehörde Easa ermöglichte das erst 2012 unter der Voraussetzung, dass die Blutwerte durch die erfolgreiche Therapie fliegerärztlich anerkannt sind.

Weitere Auswahlparameter überprüfen

Die Arbeit sei mit diesem Erfolg nicht getan, so Ufo. «Als Ausblick für die weitere Arbeit können wir feststellen, dass diese Lebensrealität weiter Einzug in die Strukturen unserer Fliegerwelt halten muss», heißt es. «So sind weitere Gespräche angedacht, um auch in Zukunft die Auswahlparameter für medizinische Eignungsuntersuchungen auf dieses Merkmal zu prüfen und auch hier möglichen Diskriminierungen entgegenzutreten.»

Mehr zum Thema

Uniformen von Aero K: Männer und Frauen tragen dieselbe Kleidung.

Aero K startet mit Unisex-Uniformen

Alle tragen, was sie wollen: Neue Regeln bei Alaska Airlines.

Alaska Airlines löst Geschlechternormen auf

Mann mit Man Bun: Die Frisur darf bei Swiss ab sofort bei der Arbeit getragen werden.

Swiss streicht den Männerdutt von der No-Fly-List

Boeing 777-9 von Lufthansa (Rendering): Die große Version der Passagiervariante der 777X.

Lufthansa plant den Sommer 2027 lieber ohne die Boeing 777X

Video

Airbus A350 F Erstflug in Toulouse: Der Frachter war vier Stunden in der Luft.
Vier Stunden, 220 Gigabyte Daten und ein Start ohne elektronische Schutzfunktionen: Der Airbus A350 F ist zum ersten Mal geflogen. Was die Crew testete und was den Frachter besonders macht.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies
airbus a350 f erstflug 01
Am Dienstag ist der Airbus-A350-Frachter zum ersten Mal abgehoben. Ende 2027 will der Flugzeugbauer den ersten A350 F aus der Serienproduktion ausliefern. Zwei Kunden kommen für die Premiere infrage.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies
Timo Nowack
Timo Nowack
Ex-Swissair-Sprecher Urs Peter Naef: «»
Als die Nachricht vom Absturz vor Halifax eintraf, war das Krisenhandbuch der Swissair-Kommunikationsabteilung noch nicht fertig. Medienverantwortlicher Urs Peter Naef musste improvisieren - und zugleich die Angehörigen vor aufdringlichen Medien schützen. Seine wichtigste Lehre aus der Katastrophe: «Steh zu dem, was passiert ist, und zeig Flagge.»
Christopher Scheffelmeier
Christopher Scheffelmeier