Pressense: Der Reifen soll die Arbeit von Technikern und Piloten erleichtern.

Michelin und SafranDer erste schlaue Flugzeugreifen

Michelin hat gemeinsam mit Safran einen Reifen entwickelt, der Technikern und Piloten drahtlos über Reifendruck und Temperaturen informiert.

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Pressense heißt das Ding und es soll Technikern und Piloten das Leben einfacher machen. Der schlaue Reifen, den Michelin gemeinsam mit dem Luftfahrtkonzern Safran entwickelt hat, informiert von selbst über Druck, Temperatur und andere wichtige Parameter.  Das passiert über winzig kleine RFID-Chips (radio frequency identification). Sie schicken Piloten und Servicetechnikern während ihrer Kontrollen auf dem Vorfeld Informationen über den Zustand des Reifens direkt auf ihr Smartphone oder Tablet.

Erst ganz am Ende des Herstellungsprozesses der Flugzeugreifen wird ein elektronisches Messgerät direkt in den Reifen eingebaut. Damit wollen die Hersteller erreichen, dass er sämtlichen Sicherheitsgarantieren entspricht, wie Franck Moreau, Präsident der Luftfahrtdivision von Michelin gegenüber der französischen Wirtschaftszeitung Les Echos sagt. Auch aus Sicherheitsgründen verfügen die Messgeräte in den Reifen über keine eigene Stromquelle, sondern werden über ein Lesegerät an der Oberfläche des Reifens aktiviert.

Vereinfachte Kontrollen

Dank der Technologien soll die Kontrolle der Reifen vereinfacht werden, welche bisher Handgriffe am Ventil oder den Einsatz eines Druckmessers benötigten. Diese zeitaufwändigen Aufgaben mussten bisher von qualifiziertem und zertifiziertem Personal vorgenommen werden.

Noch befindet sich das Produkt im Entwicklungsstadium. Rund 30 Ingenieure aus den Forschungs- und Entwicklungsabteilungen von Michelin und Safran arbeiten seit mehr als zwei Jahren am schlauen Reifen. Die Tests sollen bis Ende des Jahres abgeschlossen sein, um einen Markteintritt im Jahr 2019 zu erreichen. Noch habe es keine konkreten Gespräche mit Vertretern  der Luftfahrtbranche über die neuen Reifen gegeben. Gemäß Michelin-Vertreter Moreau wolle man zunächst auf Regionalfluglinien und Businessjet-Anbieter als Kunden setzen.

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